Rezension: Nowak, Jörg (2009): Geschlechterpolitik und Klassenherrschaft. Eine Integration marxistischer und feministischer Staatstheorien; Münster: Westfälisches Dampfboot.
Um euch die Wartezeit auf die demnächst erscheinende Jubiläums-Ausgabe Nr. 10 zu verkürzen, gibt es nun die gesamte Perspektiven Nr. 9 zu Schwerpunkt Ge_schlechte_rverhältnisse im Kapitalismus online:
Maria Asenbaum und Katherina Kinzel zum schwierigen Verhältnis zwischen Marxismus und Feminismus – Veronika Duma und Tobias Boos zur Geschichte der (bürgerlichen) Geschlechts-Körper – Katharina Hajek und Benjamin Opratko zu Geschlechterpolitik und Wirtschaftskrise – Petra Steiner im Interview zu feminisierter Arbeit im globalen Süden
Dazu gibt’s außerhalb des Schwerkpunkts:
Nikolaus Perneczky zum “Dritten Kino” – Behrooz Rahimi zu Rissen in der Islamischen Republik Iran – Ian Angus zu Marx, Engels und Darwin – Rezensionen und [...]
Die liebe Familie: Sitzplätze und Blumenhüte für die Damen, Autorität und weltgeschichtlicher Ruhm für die Herren. Als Jenny Marx ihren Vater bat, Fragen in ihrem Poesiealbum zu beantworten, schrieb dieser, seine Lieblingstugend beim Mann wäre „Kraft“; bei der Frau: „Schwäche“. Wir sehen: die feministische Sache hatte es von Anfang an nicht leicht, in ein Verhältnis zum Marxismus zu treten.
Versuche einer theoretischen Vereinigung marxistischer und feministischer Erklärungsansätze zu asymmetrischen Geschlechterverhältnissen im Kapitalismus waren und sind nicht unproblematisch. Maria Asenbaum und Katherina Kinzel wühlen in Hausarbeitsdebatten, werttheoretischen Streitfragen, bürgerlich-familialen Diskurskonstruktionen und ideologietheoretischen Auseinandersetzungen der letzten 30 Jahre.
Der Körper hat eine Geschichte, und damit auch seine Geschlechter. Die Vorstellung einer biologisch-natürlichen Differenz zwischen „Mann“ und „Frau“ ist erstaunlich jung. Veronika Duma und Tobias Boos gehen in ihrem Artikel einen Schritt zurück, wagen sich in die Untiefen der Botanik, der Körperflüssigkeiten und Anatomielehrbücher um schließlich der Frage nachzugehen, wie Geschlechterdifferenz mit der Herausbildung der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaften zusammen hängt.
Katharina Hajek und Benjamin Opratko fragen, welche Effekte die globale Wirtschaftskrise auf gegenwärtige Geschlechterverhältnisse hat. Was sind die vergeschlechtlichten Dimensionen der staatlichen Krisenbearbeitungsstrategien? Und was sagt die Beschäftigung mit Geschlechterpolitik in der Krise über beliebte Thesen vom „Ende des Neoliberalismus“ aus?
Informelle Beschäftigungsverhältnisse sind weltweit auf dem Vormarsch. Was dies für die Situation von Frauen in den Ländern des globalen Südens bedeutet, fragten Katherina Kinzel und Felix Wiegand im Interview mit Petra Steiner von der Frauensolidarität. Sie beschreibt die Arbeitsbedingungen, Kämpfe und Organisationsformen von Frauen in den exportorientierten Produktionsstätten, spricht über Heimarbeit und darüber, warum das internationale Arbeitsrecht hier nur ungenügend greift.
Rezension: Sauer, Birgit/Strasser, Sabine (Hg.): Zwangsfreiheiten. Multikulturalität und Feminismus, Wien: Promedia Verlag 2008, 260 Seiten, € 24,50
Schwerpunkt: Ge_schlechte_rverhältnisse im Kapitalismus
Die neue Ausgabe von Perspektiven ist da!
Im Schwerpunkt:
Maria Asenbaum und Katherina Kinzel zum schwierigen Verhältnis zwischen Marxismus und Feminismus – Veronika Duma und Tobias Boos zur Geschichte der (bürgerlichen) Geschlechts-Körper – Katharina Hajek und Benjamin Opratko zu Geschlechterpolitik und Wirtschaftskrise – Petra Steiner im Interview zu feminisierter Arbeit im globalen Süden
Außerhalb des Schwerkpunkts:
Nikolaus Perneczky zum “Dritten Kino” – Behrooz Rahimi zu Rissen in der Islamischen Republik Iran – Ian Angus zu Marx, Engels und Darwin – Rezensionen und Rosinenpicken
Hier gibt es das Editorial online – die Artikel folgen demnächst, hier und auf linksnet.de. Schöner anzusehen – nicht [...]
Schwerpunkt: USA – Brüche im Imperium