Ramin Taghian sprach in Athen mit Haris Triandafilidou, Mitglied der Jugendorganisation von Synaspismos und dem Aktivisten Giorgos Saliaris, über die Krise in Griechenland, die Besetzung des Syntagma-Platzes und den Widerstand gegen die neoliberale Sparpolitik der griechischen Regierung.
Im Zuge der Konflikte in Nordafrika steigt der Flüchtlingsandrang nach Europa. Auf der italienischen Insel Lampedusa sind erst Anfang Juli wieder mehr als 1000 Bootsflüchtlinge angekommen. Da die Zunahme von (irregulärer) Migration der EU ein Dorn im Auge ist, hat sie eigens dafür eine Agentur namens FRONTEX eingerichtet.
Die Netzwerke afrique-europe-interact, Welcome to Europe und das Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung haben eine Stellungnahme zu den Revolten in Nordafrika und der mörderischen Grenzpolitik Europas verfasst.
Perspektiven Nr.12 ist erschienen – Schwerpunkt: “Autoritäre Antworten auf die Krise”
Prekäre Beschäftigungsverhältnisse müssen stets aufs Neue politisch durchgesetzt werden. Wie die EU-Kommission als Motor der Zwangsflexibilisierung und sozialen Verunsicherung wirkt, zeigen Mario Becksteiner und Florian Reiter.
In den letzten sechs Jahren haben die von Schüssel geführten schwarzblauorangen Koalitionsregierungen die neoliberale Restrukturierung der österreichischen Gesellschaft in qualitativ neuer Form vorangetrieben. Mario Becksteiner analysiert, wie sich in Österreich in den 1990er Jahren ein neoliberaler Grundkonsens herausbilden konnte, und wie unter den Schüssel-Regierungen der Umbau des österreichischen Wohlfahrts- hin zum Wettbewerbsstaat durchgesetzt wurde.