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Gruppe Perspektiven
Die Wien-Wahl ist ein entscheidender Gradmesser für die politische Situation in Österreich. Wie und mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten der Wahlkampf geführt wird und welche Politik die Stadt in den nächsten Jahren prägt, ist nicht nur für alle in Wien lebenden Menschen von großer Bedeutung, sondern hat weit über den lokalen Kontext hinaus Signalwirkung. In zugespitzter Form schlagen sich bei dieser Wahl die parteipolitischen Tendenzen der letzten Jahre und Jahrzehnte nieder: Aufgrund ihrer anhaltenden Krise ist die Sozialdemokratie mehr denn je vom Erhalt ihrer starken Machtposition und des Mythos Rotes Wien abhängig.
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Mario Becksteiner
Pernicka, Susanne/Lasofsky-Blahut, Anja/Kofranek, Manfred/Reichel, Astrid: Wissensarbeiter organisieren. Perspektiven kollektiver Interessensvertretung, Wien: Edition Sigma 2010, 322 Seiten, € 25,60
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Stefan Probst
Etzemüller, Thomas (Hg.): Die Ordnung der Moderne. Social Engineering im 20.Jahrhundert, Bielefeld: transcript Verlag 2009, 328 Seiten, € 30,70
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Maria Asenbaum
Rezension: Markard, Morus: Einführung in die Kritische Psychologie, Hamburg: Argument Verlag 2009, 319 Seiten, € 18,40
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Michael Botka
Rezension: Sonderausstellung des Wien Museums, 19. Nov. 2009 – 28. März 2010
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Romin Khan, Alexander Kleider und Daniela Michel (FilmemacherInnen), Ashraf und Mne (Protagonisten), Franziskus Forster (Interviewer)
Im Sommer findet in Südafrika die Fußballweltmeisterschaft statt. Dass die Lebensrealität der Mehrheit der SüdafrikanerInnen mit dem Hochglanz-Image globaler Sportevents nichts zu tun hat, zeigt der Dokumentarfilm When the Mountain meets its Shadow (dt.: Im Schatten des Tafelbergs). Franziskus Forster sprach mit den FilmemacherInnen Romin Khan, Alexander Kleider und Daniela Michel sowie mit Ashraf und Mne, zwei der ProtagonistInnen des Films, über den täglichen Überlebenskampf in den Armenvierteln rund um Kapstadt und über Formen solidarischen Widerstands.
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Julia Hofmann und Florian Reiter
Die Stadt Wien galt lange Zeit als Referenzpunkt für soziale Politik. Ausgehend von einer Analyse wohlfahrtsstaatlicher Entwicklung seit den 1950er Jahren und am Beispiel des Fonds Soziales Wien zeigen Julia Hofmann und Florian Reiter, wie neoliberale Konzepte die Sozialpolitik in den letzten Jahren nachhaltig transformiert haben.
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Jakob Weingartner, Katharina Hajek und Felix Wiegand
Gentrifizierung gibt es in Wien nicht, meint die sozialdemokratische Stadtverwaltung. Über diese Realitätsverweigerung sprachen Katharina Hajek und Felix Wiegand mit Jakob Weingartner, der sich intensiv mit dieser Frage auseinander gesetzt hat. Er erklärt, was das Wiener Brunnenviertel mit der New Yorker Lower East Side zu tun haben könnte, inwiefern sich ImmobilieninvestorInnen und die Sanfte Stadterneuerung perfekt ergänzen und welche Rolle dabei KünstlerInnen, Dachterrassen und Fußballkäfige einnehmen.
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Veronika Duma, Tobias Zortea, Katherina Kinzel und Fanny Müller-Uri
Veronika Duma, Tobias Zortea, Katherina Kinzel und Fanny Müller-Uri erzählen die verborgene Geschichte der Klassenkämpfe in den Randbezirken Wiens um 1900. Dabei zeigt sich, dass die Aufstände der im Elend lebenden ArbeiterInnen und des multiethnischen „Lumpenproletariats“ auch die Wiener Sozialdemokratie in Bedrängnis brachten.