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Thesen zur Wien-Wahl 2010

26.08.2010

Die Wien-Wahl ist ein entscheidender Gradmesser für die politische Situation in Österreich. Wie und mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten der Wahlkampf geführt wird und welche Politik die Stadt in den nächsten Jahren prägt, ist nicht nur für alle in Wien lebenden Menschen von großer Bedeutung, sondern hat weit über den lokalen Kontext hinaus Signalwirkung. In zugespitzter Form schlagen sich bei dieser Wahl die parteipolitischen Tendenzen der letzten Jahre und Jahrzehnte nieder: Aufgrund ihrer anhaltenden Krise ist die Sozialdemokratie mehr denn je vom Erhalt ihrer starken Machtposition und des Mythos Rotes Wien abhängig.

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Aktuelle Ausgabe der Perspektiven
Sommer 2010 | Nr.11
Wie rot ist Wien?
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ARCHIV

Editorial

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Als der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama im Juli im Rahmen einer kleinen Europa-Tournee Berlin besuchte, bot sich ein bizarres Bild. Versorgt von Wurst-, Bier- und DevotionalienverkäuferInnen jubelten mehr als 200.000 Menschen, als würde eine Mischung aus Rockstar, Jesus und Martin Luther King zu ihnen sprechen – und nicht der vielleicht schon bald mächtigste Mann der Welt.

Die neue Qual

von

Weinend randalieren oder randalierend Weinen? Das war die Frage, die sich den MacherInnen dieses Magazins bei Bekanntgabe der ersten Hochrechnung zu den Nationalratswahlen am 28. September stellte. Mit einigen Tagen Abstand hat die Gruppe Perspektiven eine nüchternere Analyse der Wahlen erarbeitet, die wir hier zur Diskussion stellen wollen.

US-Wahlen: Is real change coming?

von

Barack Obama ist vom idealistischen Außenseiter der Demokraten zum ersten schwarzen US-Präsidentschaftskandidaten einer Großpartei geworden. Gary Younge untersucht die Bedeutung des Obama-Phänomens sowie die Grenzen seiner politischen Agenda.

Globale Rivalitäten. Anspruch und Realität des amerikanischen Imperiums

von

Die Führungsfähigkeiten der USA erodieren. Auch die nächste US-Regierung wird der Tatsache ins Auge sehen müssen, dass der mächtigste Staat der Erde in einem globalen System der geopolitischen Machtrivalitäten und weltwirtschaftlichen Instabilitäten nicht unhinterfragt herrschen kann, schreibt Tobias ten Brink. Dabei ordnet er die Entwicklungen der letzten Jahre in imperialismustheoretische Debatten ein.

Zusammenbruch der Wall Street: Frequently Asked Questions

von

Walden Bello, Soziologe an der University of the Philippines und bekannter Aktivist der globalisierungskritischen Bewegung, beantwortet häufig gestellte Fragen zur aktuellen Krise der Finanzmärkte.

Stars and Strikes

von

Philipp Probst ruft die militanten und kreativen Kämpfe der revolutionären Gewerkschaft der Industrial Workers of the World zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Erinnerung. Die Organisierung überwiegend weiblicher, migrantischer, ungelernter ArbeiterInnen ist heute noch ein inspirierendes Beispiel klassenkämpferischer Gewerkschaftspraxis.

Community Union Unity?

von

Im Zuge der Union Renewal-Debatte in den USA werden auch alternative, community-bezogene Organisierungsansätze diskutiert. Maria Asenbaum fragt, ob die so genannten Worker Centers migrantischer ArbeiterInnen einen Beitrag zur Erneuerung der Gewerkschaftsbewegung leisten können.

Das Geschlecht kommt selten allein

von

Katharina Hajek und Katherina Kinzel setzen sich mit Positionen und Politiken Schwarzer Frauen seit den 1970er Jahren auseinander. Von den Forderungen und Themen des Black Feminism zum Begriff der Intersektionalität und zurück.

Sowjetmacht vs. Parteidiktatur

von

Veronika Duma und Stefan Probst zeichnen im dritten Teil unserer Serie zum politischen Erbe der Oktoberrevolution den Prozess der Bürokratisierung und Entdemokratisierung des „ArbeiterInnenstaats“ bis zur Etablierung eines staatskapitalistischen Regimes Ende der 1920er Jahre nach.

Geschichten des Widerstands

von

Rezension: Pun, Ngai/Li, Wanwei: dagongmei. Arbeiterinnen aus Chinas Weltmarktfabriken erzählen, Berlin/Hamburg: Assoziation A 2008, 18 €



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