von
benni
Schwerpunkt: Naturverhältnisse und ökologische Krise
Aus dem Inhalt:
Philipp Probst: Grenzen des Wachstums – Kolya Abramsky: Energie und Arbeitskämpfe – Franziskus Forster und Michael Botka: Linke Klimadebatten – Carlo Morelli: Nahrungsmittelkrise – Interview mit Camila Moreno: Geopolitik der Agrartreibstoffe – Owen Hatherley: Frühes Sowjetkino – Interview mit Roger Heacock: Krieg gegen Gaza – Rezensionen
von
Perspektiven-Redaktion
Wer hätte gedacht, dass dieselbe Person innerhalb eines Jahres sowohl Friedensnobelpreisträger als auch Oscar®-Gewinner werden kann? Spätestens als Al Gore dank herzerweichendem Eisbärenpathos und Energiesparlampen-Propaganda diese unwahrscheinliche Titelakkumulation gelang, und Angela Merkel sich am G8-Gipfel von Heiligendamm zur Retterin des Weltklimas aufschwang, nahm die Berichterstattung
über die ökologische Krise und den kurz bevor stehenden Weltuntergang Züge einer Dauerwerbesendung an.
von
Philipp Probst
Die Frage, ob Wirtschaftswachstum im Kapitalismus an natürliche Grenzen stößt, wird seit Jahrzehnten in der Ökologiebewegung diskutiert. Philipp Probst zeigt, wie das Marx’sche Konzept des gesellschaftlichen Stoffwechsels mit der Natur zu einer theoretischen Klärung und antikapitalistischen Zuspitzung der Debatte beitragen kann.
von
Kolya Abramsky
Kolya Abramsky argumentiert, dass Energie nicht bloß Rohstoff für den kapitalistischen Produktionsprozess ist, sondern historisch stets auch Mittel zur Befriedung von Klassenkämpfen war. Was bedeutet diese These im Kontext von Peak Oil und einer möglichen Energiewende?
von
Franziskus Forster, Michael Botka
Franziskus Forster und Michael Botka kritisieren die herrschenden Deutungen und Bearbeitungsformen des Klimawandels, reflektieren über Möglichkeiten eines „Green New Deal“ und plädieren für eine klimapolitische Offensive „von unten“.
von
Carlo Morelli
Carlo Morelli beleuchtet die Ursachen des Anstiegs der Lebensmittelpreise, die Auswirkungen des Klimawandels auf die weltweite Nahrungsmittelproduktion und erklärt, dass das grundsätzliche Problem in der nicht-nachhaltigen Organisation der industriellen Landwirtschaft liegt.
von
Camila Moreno, Franziskus Forster, Katharina Hajek, Felix Wiegand
Agrartreibstoffe sind keine „Strategie gegen den Klimawandel“, sondern Teil des Problems. Franziskus Forster, Katharina Hajek und Felix Wiegand sprachen im Juni 2008 mit Camila Moreno, brasilianische Aktivistin der KleinbäuerInnen-, LandarbeiterInnen- und Landlosenbewegung Via Campesina, über die ökologischen und sozialen Konsequenzen industrialisierter Landwirtschaft, die „Geopolitik der Agrartreibstoffe“ und nachhaltige Alternativen.
von
Owen Hatherley
Im vierten Teil unserer Serie Zum politischen Erbe der Oktoberrevolution geht Owen Hatherley mit uns ins Kino und zeigt uns den sowjetischen Avantgarde-Film zwischen Revolutionierung des Alltagslebens und Konterrevolution der Bürokratie.
von
Roger Heacock, Ramin Taghian, Benjamin Opratko
Ramin Taghian und Benjamin Opratko sprachen mit dem Historiker Roger Heacock über Israels jüngsten Krieg gegen Gaza, die Rolle der Hamas und die politischen Kräfteverhältnisse in den palästinensischen Gebieten.
von
Martin Birkner
Rezension: Bunzl, John und Senfft, Alexandra (Hg.): Zwischen Antisemitismus und Islamophobie. Vorurteile und Projektionen in Europa und Nahost, Hamburg: VSAVerlag 2008, 255 Seiten, € 19,80