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Thesen zur Wien-Wahl 2010

26.08.2010

Die Wien-Wahl ist ein entscheidender Gradmesser für die politische Situation in Österreich. Wie und mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten der Wahlkampf geführt wird und welche Politik die Stadt in den nächsten Jahren prägt, ist nicht nur für alle in Wien lebenden Menschen von großer Bedeutung, sondern hat weit über den lokalen Kontext hinaus Signalwirkung. In zugespitzter Form schlagen sich bei dieser Wahl die parteipolitischen Tendenzen der letzten Jahre und Jahrzehnte nieder: Aufgrund ihrer anhaltenden Krise ist die Sozialdemokratie mehr denn je vom Erhalt ihrer starken Machtposition und des Mythos Rotes Wien abhängig.

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Aktuelle Ausgabe der Perspektiven
Sommer 2010 | Nr.11
Wie rot ist Wien?
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Perspektiven Nr. 7 (Frühling 2009) erschienen!

von

Schwerpunkt: Naturverhältnisse und ökologische Krise

Aus dem Inhalt:
Philipp Probst: Grenzen des Wachstums – Kolya Abramsky: Energie und Arbeitskämpfe – Franziskus Forster und Michael Botka: Linke Klimadebatten – Carlo Morelli: Nahrungsmittelkrise – Interview mit Camila Moreno: Geopolitik der Agrartreibstoffe – Owen Hatherley: Frühes Sowjetkino – Interview mit Roger Heacock: Krieg gegen Gaza – Rezensionen

Editorial

von

Wer hätte gedacht, dass dieselbe Person innerhalb eines Jahres sowohl Friedensnobelpreisträger als auch Oscar®-Gewinner werden kann? Spätestens als Al Gore dank herzerweichendem Eisbärenpathos und Energiesparlampen-Propaganda diese unwahrscheinliche Titelakkumulation gelang, und Angela Merkel sich am G8-Gipfel von Heiligendamm zur Retterin des Weltklimas aufschwang, nahm die Berichterstattung
über die ökologische Krise und den kurz bevor stehenden Weltuntergang Züge einer Dauerwerbesendung an.

Grenzen des Wachstums? Ja, natürlich!

von

Die Frage, ob Wirtschaftswachstum im Kapitalismus an natürliche Grenzen stößt, wird seit Jahrzehnten in der Ökologiebewegung diskutiert. Philipp Probst zeigt, wie das Marx’sche Konzept des gesellschaftlichen Stoffwechsels mit der Natur zu einer theoretischen Klärung und antikapitalistischen Zuspitzung der Debatte beitragen kann.

Energie, Arbeit und gesellschaftliche Reproduktion

von

Kolya Abramsky argumentiert, dass Energie nicht bloß Rohstoff für den kapitalistischen Produktionsprozess ist, sondern historisch stets auch Mittel zur Befriedung von Klassenkämpfen war. Was bedeutet diese These im Kontext von Peak Oil und einer möglichen Energiewende?

Für ein ganz anderes Klima!

von

Franziskus Forster und Michael Botka kritisieren die herrschenden Deutungen und Bearbeitungsformen des Klimawandels, reflektieren über Möglichkeiten eines „Green New Deal“ und plädieren für eine klimapolitische Offensive „von unten“.

Hintergründe der Welternährungskrise

von

Carlo Morelli beleuchtet die Ursachen des Anstiegs der Lebensmittelpreise, die Auswirkungen des Klimawandels auf die weltweite Nahrungsmittelproduktion und erklärt, dass das grundsätzliche Problem in der nicht-nachhaltigen Organisation der industriellen Landwirtschaft liegt.

Zuckerrohr und Peitsche

von

Agrartreibstoffe sind keine „Strategie gegen den Klimawandel“, sondern Teil des Problems. Franziskus Forster, Katharina Hajek und Felix Wiegand sprachen im Juni 2008 mit Camila Moreno, brasilianische Aktivistin der KleinbäuerInnen-, LandarbeiterInnen- und Landlosenbewegung Via Campesina, über die ökologischen und sozialen Konsequenzen industrialisierter Landwirtschaft, die „Geopolitik der Agrartreibstoffe“ und nachhaltige Alternativen.

Die Revolution träumen. Sowjetisches Kino 1924-1934

von

Im vierten Teil unserer Serie Zum politischen Erbe der Oktoberrevolution geht Owen Hatherley mit uns ins Kino und zeigt uns den sowjetischen Avantgarde-Film zwischen Revolutionierung des Alltagslebens und Konterrevolution der Bürokratie.

„Das sind die Verdammten dieser Erde!“

von

Ramin Taghian und Benjamin Opratko sprachen mit dem Historiker Roger Heacock über Israels jüngsten Krieg gegen Gaza, die Rolle der Hamas und die politischen Kräfteverhältnisse in den palästinensischen Gebieten.

Von Wölfen, Pelzen und abwesenden „root causes“

von

Rezension: Bunzl, John und Senfft, Alexandra (Hg.): Zwischen Antisemitismus und Islamophobie. Vorurteile und Projektionen in Europa und Nahost, Hamburg: VSAVerlag 2008, 255 Seiten, € 19,80



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