Email a copy of 'Definitionsmacht und sexualisierte Gewalt' to a friend
27. Januar 2012 – 18 Uhr – Schottentor (Uni Wien)
Verhindern wir gemeinsam den rechtsextremen Ball der Burschenschaften in der Hofburg!
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Perspektiven Nr.14 ist erschienen und gibt sich in Form wie Inhalt revolutionär.
„Revolution!“ haben wir uns wieder einmal gedacht… und uns zunächst einmal an ein neues Layout für das Magazin herangemacht. Was ihr nun in den Händen haltet ist also das langersehnte Ergebnis vieler – mit, über den Xten Entwürfen zusammengehaltenen Köpfen, geführten – Diskussionen und nicht zuletzt unzähliger Überstunden unseres Grafikers Reinhard Lang (danke dafür!). Die treue Leser_innenschaft bemerkt sofort: es hat sich einiges verändert! Neben dem neuen Coverdesign sollen vor allem das aufpolierte Layout der Artikel, kleine Infoboxen oder etwa auch „bedienungsfreundlichere“ Fußnoten das Lesen zu einem noch größeren Genuss machen, als zuvor! Zudem bekommt die Bebilderung endlich den Platz, den sie sich unserer Meinung nach schon länger verdient hat (nämlich mehr). Auch die Rezensionen wollen wir aufwerten. Schließlich haben wir uns nach hitzigen Diskussionen dafür entschieden, die Anzahl der Artikel auf vier handverlesene Stück zu reduzieren… denn alles weitere – so unsere Überlegung – findet ihr auf unserem neuen Blog unter: www.perspektiven-online.at .
„Revolution!“ haben wir uns dann gleich noch einmal gedacht und dem nicht nur Form, sondern auch Inhalt dieser Ausgabe gewidmet, wie Ihr unschwer auf dem Cover nachlesen könnt. Und wer hätte sich das gedacht: war der Begriff bis vor einem Jahr – so scheint es – noch den Marketingabteilungen dieser Welt vorbehalten, wenn es um die Anpreisung neuer Handy-Modelle oder Hybrid-Motoren ging , so ist „Revolution“ plötzlich auch wieder im politischen Diskurs präsent. Hierfür sorgte nicht nur die Wieder-Aneignung dieses Kampfbegriffes durch die Besetzer_innen auf der Plaza Puerta del Sol und dem Syntagma-Platz oder der Occupy Wallstreet-Bewegung, sondern auch die Umstürze in Nordafrika.
Um einen dieser Umstürze geht es in Von Tahrir zu Tat ’hir. Stefan Probst und Tyma Kraitt zeigen, unter welchen Bedingungen sich das gesellschaftliche Potential dieser Proteste entwickelte, vergessen dabei niemals auf den Klassenkampf und führen nebenher in revolutionstheoretische Begriffe ein.
Wurde diesbezüglich in Ägypten – bei allen Schwierigkeiten – also schon einiges erreicht, darf hierzulande noch im Konjunktiv diskutiert werden. Dazu hat Perspektiven mit Lukas Oberndorfer (Institut Solidarische Moderne) und Elmer Flatschart (W.E.G., Theoriebüro/Schenke) zwei sehr unterschiedliche linke Projekte zum Gespräch mit Benjamin Opratko und Katharina Hajek (Perspektiven) geladen, um über Handlungsmöglichkeiten der Linken in der Krise, lang- und kurzfristige Ziele, Subjekte aber auch die „Orte“ von Transformation zu diskutieren. Eben darum geht es nicht zuletzt, wenn Hanna Lichtenberger und Julia Hofmann der Frage nachgehen, welche Diskurse politischer Selbstermächtigung sich von der Pariser Commune – als einem der historisch ersten Versuche breiter demokratischer Selbstverwaltung – über die Aufstände in Oaxaca bis zur Bewegung M15 in
Spanien ziehen. Schließlich – und außerhalb des Schwerpunktes – sind wir Euch noch den zweiten Teil von Harry Cleavers Karl Marx: Ökonom oder Revolutionär? schuldig.
Rezensiert wird in dieser Ausgabe zu so unterschiedlichen Themen wie Okzidentalismus, antimuslimischem Rassismus und der queeren Multitude, wobei wir mit mit einem Kommentar zur Frauenfußball-WM diesen Jahres sowie einer Rezension zum Thema Rapid im Nationalsozialismus auch noch einen kleinen – inoffiziellen – Ballsport-Schwerpunkt untergebracht haben.
Und jetzt alle zusammen: „one solution:…!“ …für all die vielen Widersprüche,
Eure Perspektiven-Redaktion!
Am 26. November organisiert der Wiener Korporationsring einen Fest-Kommers im Vorfeld des WKR-Balles 2012. Passend dazu möchten wir euch an diesem Tag eine Konferenz anbieten, bei der ein möglichst breit gefächertes Bild der Rechten in Österreich und Europa aufgezeigt werden soll. Wir möchten die Teilnerhmer_innen dabei aber nicht als Konsument_innen von Workshops verstehen, sondern auch ein Angebot schaffen, wie mensch sich in die Arbeit gegen Rechts und die Mobilisierungen gegen den WKR-Ball 2012 einbringen kann.
Die Teilnahme ist kostenlos. Für Verpflegung wird gesorgt.
Freitag, 25.November
16:00-18:00
Workshop: Die Frauenpolitik der FPÖ. Über die Aktualität des antifeministischen Backlashes. (Seminarraum am Institut für Politikwissenschaften)
18:00-20:00
Filmvorstellung:
»Das große Schweigen. Bordelle in Konzentrationslagern.« Ein Film von Maren Niemeyer und Caroline von der Tann. (HS 2 – Neues Instituts gebäude)
20:00 – 21:45
Die Offensive gegen Rechts stellt sich vor. (HS 2 – Neues Instituts Gebäude)
Samstag, 26.November
Block 1
10:00 – 13:00 / Ort: Seminarräume Institut für Politikwissenschaften
Workshop 1.1: Who the fuck is Burschi? Über die Geschichte und der aktuellen Zusammensetzung österreichischer Burschenschaften im deutschnationalen Verbandswesen.
Ws 1.2: Einführung in die Entwicklung, Kontinuitäten und aktuelle Zusammensetzung der Freiheitlichen Partei Österreichs.
Ws 1.3: Europe, crisis and the rise of the populist and extreme right. Organisiert von transform!
Ws 1.4: Antimusslimischer Rassismus in Europa – Wenn MigrantInnen muslimischer Herkunft zur allgemeinen rassistischen Projektionsfläche werden.
Ws 1.5: Die Geschichte der Konservativen Revolution und ihr Fortleben in der Neuen Rechten.
Block 2
14:00 – 17:00 / Ort: Seminarräume Institut für Politikwissenschaften
Ws 2.1: Über Homophobie und den Umgang mit männlicher Homosexualität im Rechtspopulismus / von Yves Müll
Ws 2.2: Antisemitismus in Österreich im 19. und 20. Jahrhundert – Das Fortleben antisemitischer Stereotypen bis heute.
Ws 2.3: Aktuelle rechtsextreme Umtriebe in Österreich am Beispiel Alpen Donau.info
Ws 2.4: Frauen in der organisierten Rechten.
Ws 2.5: Populist and extreme right in central and eastern Europe. Focus Hungary / G. M. Tamas
Ws 2.6: Die soziale Frage und die FPÖ – Warum die FPÖ eine Wahl nach der anderen gewinnt.
17.00-19:00
Buchvorstellung: Nina Horaczek & Sebastian Wiese: Handbuch gegen Vorurteile. Von Auschwitzlüge bis Zuwanderungstsunami (HS 2 – Neues Instituts gebäude)
19:30
Abschlusspodium (HS 2 – Neues Instituts gebäude)
„The populist and extreme Right in Europe“
Es diskutieren Yves Müller (Deutschland, Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V.), Haris Triantafyllidou ( Nicos Poulantzas Institute, Greece), Anna Mikkola (Left Alliance, Finnland) und Elisabeth Gauthier (Espace Marx and PCF, France).
Moderation von transform!.at
Ab 21.00 Party „Love Music – Hate Fascism“ im Roten Bogen.
Sonntag, 27.November / Aktionstag / Lustkandlgasse 10/1, 1090 Wien (Nähe U6 Volksoper/Währingerstr.)
>10:00- 12:00 Demotraining: Was macht mensch, wenn die Polizei kommt? Was tun wenns brennt?
12:00 – 13:30 Mittagspause
13.30-15.20 Vorstellung des Aktionskonsens / Wie kann mensch sich in die “Offensive gegen Rechts” einbringen?
13.30 -15.30 Aktionstag
16:00 Burschisafari
18:00 Abschließendes gemütliches Zusammensitzen
Nach einem wahren Wahlmarathon in den letzten Monaten erreicht das argentinische Wahljahr 2011 mit der Präsidentschaftswahl und den Gouverneurswahlen in 9 Provinzen – unter anderem Buenos Aires – am 23. Oktober seinen Höhepunkt. (mehr…)