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Sie kamen in Frieden und lebten in Lagern
von Werner Sturmberger

District 9, Action, Drama, USA/NZL 2009, 112 Minuten, Regie: Neill Blomkamp, Buch: Neill Blomkamp, Terri Tatchell, Produzent: Peter Jackson

Neill Blomkamps Spielfilmdebut ist, wie seine Hauptfigur, eine ambivalente Chimäre: zur einen Hälfte gesellschaftskritisch engagiertes Filmexperiment, zur anderen eine recht vorhersehbare Actionstory.
Wir schreiben das Jahr 1982, als über der Skyline von Johannesburg plötzlich ein riesiges Raumschiff auftaucht. Nach drei Monaten des Zuwartens entschließen sich die Menschen in das Innere des Raumschiffs vorzudringen, wo sie eine Million insektoide Aliens in schlechter medizinischer Verfassung vorfinden. Die Extraterrestrischen werden daraufhin evakuiert und in einem interimistischen Notfalllager einquartiert, das von einer undurchsichtigen Firma namens „Multi-National United“ (MNU) betreut wird. Doch dieses Lager namens „District 9“ wird immer mehr zum Slum: Gewalt, Drogenmissbrauch, Prostitution, Waffenhandel, Bevölkerungsexplosion, vor allem aber fortschreitender Rassismus der lokalen (