<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>PERSPEKTIVEN : Magazin für linke Theorie und Praxis &#187; FPÖ</title>
	<atom:link href="http://www.perspektiven-online.at/tag/fpoe/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.perspektiven-online.at</link>
	<description>PERSPEKTIVEN : Magazin für linke Theorie und Praxis</description>
	<lastBuildDate>Mon, 10 Mar 2014 08:48:09 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Demonstration gegen den WKR-Ball</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2012/01/25/demo-gegen-den-wkr-ball/</link>
		<comments>http://www.perspektiven-online.at/2012/01/25/demo-gegen-den-wkr-ball/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 16:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.perspektiven-online.at/?p=2442</guid>
		<description><![CDATA[27. Januar 2012 &#8211; 18 Uhr &#8211; Schottentor (Uni Wien)
Verhindern wir gemeinsam den rechtsextremen Ball der Burschenschaften in der Hofburg!

Der Rausschmiss des WKR-Balls aus der Hofburg ab 2013 ist ein gro&#223;er Erfolg f&#252;r alle Antifaschist_innen. Sowohl f&#252;r jene, die in den letzten Jahren trotz Demoverbot und Repression auf die Stra&#223;e gegangen sind, als auch f&#252;r jene die in den letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>27. Januar 2012 &#8211; 18 Uhr &#8211; Schottentor (Uni Wien)<br />
Verhindern wir gemeinsam den rechtsextremen Ball der Burschenschaften in der Hofburg!<br />
<span id="more-2442"></span></p>
<p>Der Rausschmiss des WKR-Balls aus der Hofburg ab 2013 ist ein gro&#223;er Erfolg f&#252;r alle Antifaschist_innen. Sowohl f&#252;r jene, die in den letzten Jahren trotz Demoverbot und Repression auf die Stra&#223;e gegangen sind, als auch f&#252;r jene die in den letzten Monaten Druck ausge&#252;bt haben.<br />
Ein wichtiges Merkmal der antifaschistischen Mobilisierung dieses Jahr ist die politische Breite, die diesen Erfolg m&#246;glich gemacht hat. Von Antifagruppen und linken Organisationen, &#252;ber Parteien, Gewerkschaften bis zu zivilgesellschaftlichen Initiativen war der Protest im Vorfeld nicht nur breiter, sondern hat auch schon deutlich fr&#252;her angefangen den Druck auf die Hofburgverantwortlichen zu erh&#246;hen.<br />
Es wurde deutlich, dass antifaschistischer Protest erfolgreich sein kann. Selbst Strache musste schmerzhaft feststellen dass der „Druck der Stra&#223;e“ ein wichtiger Faktor f&#252;r den Rausschmiss war.<br />
Daran gilt es anzukn&#252;pfen und nun auch den WKR-Ball 2012 zu verhindern. Der WKR-Ball ist immer noch eines der europaweit gr&#246;&#223;ten Vernetzungstreffen der extremen Rechten. Gerade weil der WKR-Ball 2012 am Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz stattfindet, ist es umso wichtiger sich dem Ball entschlossen entgegenzustellen.<br />
Wie schmerzhaft diese Niederlage f&#252;r die extreme Rechte ist, zeigte sich an den Reaktionen von FP&#214; und Burschenschaften. So einfach werden sich FP&#214; und Burschenschafter aber nicht geschlagen geben. Gerade deswegen gilt es am 27.01 ein deutliches Zeichen zu setzten, damit der WKR-Ball NIE WIEDER stattfinden kann.<br />
Wenn es die Verantwortlichen nicht schaffen den WKR auch 2012 auszuladen, m&#252;ssen wir die Verhinderung selbst in die Hand nehmen. Deshalb wollen wir am 27.01. auf die Stra&#223;e gehen um zu zeigen, dass rassistische Hetze, Antisemitismus, Homophobie und menschenverachtende Politik keinen Platz haben.<br />
Dabei wird von uns keine Gewalt oder jegliche Form von Eskalation ausgehen. Uns geht es nicht darum, den Konflikt mit der Polizei zu suchen, sondern den WKR-Ball zu verhindern.<br />
Wir sind solidarisch mit allen, die das Ziel teilen den WKR-Ball zu verhindern.<br />
Gehen wir am 27.01.2012 zahlreich auf die Stra&#223;e und machen wir deutlich:<br />
Nie wieder Faschismus!<br />
Kein Platz f&#252;r Holocaustleugner_innen, Nazis und Rassist_innen: ob in der Hofburg, auf der Stra&#223;e oder im Parlament!<br />
F&#252;r eine Gesellschaft ohne Rassismus!<br />
Demotreffpunkt 18:00 Schottentor<br />
www.offensivegegenrechts.net<br />
F&#252;r R&#252;ckfragen:<br />
buendnis@offensivegegenrechts.net </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.perspektiven-online.at/2012/01/25/demo-gegen-den-wkr-ball/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>25. &#8211; 27.11. &#8211; Konferenz gegen den WKR-Ball 2012: Programm und Infos</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2011/11/24/konferenz-gegen-den-wkr-ball-2012-programm-und-infos/</link>
		<comments>http://www.perspektiven-online.at/2011/11/24/konferenz-gegen-den-wkr-ball-2012-programm-und-infos/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 14:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.perspektiven-online.at/?p=2401</guid>
		<description><![CDATA[Am 26. November organisiert der Wiener Korporationsring einen Fest-Kommers im Vorfeld des WKR-Balles 2012. Passend dazu m&#246;chten wir euch an diesem Tag eine Konferenz anbieten, bei der ein m&#246;glichst breit gef&#228;chertes Bild der Rechten in &#214;sterreich und Europa aufgezeigt werden soll. Wir m&#246;chten die Teilnerhmer_innen dabei aber nicht als Konsument_innen von Workshops verstehen, sondern auch ein Angebot schaffen, wie mensch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 26. November organisiert der Wiener Korporationsring einen Fest-Kommers im Vorfeld des WKR-Balles 2012. Passend dazu m&#246;chten wir euch an diesem Tag eine Konferenz anbieten, bei der ein m&#246;glichst breit gef&#228;chertes Bild der Rechten in &#214;sterreich und Europa aufgezeigt werden soll. Wir m&#246;chten die Teilnerhmer_innen dabei aber nicht als Konsument_innen von Workshops verstehen, sondern auch ein Angebot schaffen, wie mensch sich in die Arbeit gegen Rechts und die Mobilisierungen gegen den WKR-Ball 2012 einbringen kann.<br />
Die Teilnahme ist kostenlos. F&#252;r Verpflegung wird gesorgt.</p>
<p><strong>Freitag, 25.November</strong><br />
<strong>16:00-18:00</strong><br />
Workshop: Die Frauenpolitik der FP&#214;. &#220;ber die Aktualit&#228;t des antifeministischen Backlashes. (Seminarraum am Institut f&#252;r Politikwissenschaften)<br />
<strong>18:00-20:00</strong><br />
Filmvorstellung:<br />
»Das gro&#223;e Schweigen. Bordelle in Konzentrationslagern.« Ein Film von Maren Niemeyer und Caroline von der Tann. (HS 2 – Neues Instituts geb&#228;ude)<br />
<strong>20:00 – 21:45</strong><br />
Die Offensive gegen Rechts stellt sich vor. (HS 2 – Neues Instituts Geb&#228;ude)</p>
<p><strong>Samstag, 26.November</strong><br />
<strong>Block 1</strong><br />
<strong>10:00 – 13:00</strong> / Ort: Seminarr&#228;ume Institut f&#252;r Politikwissenschaften<br />
Workshop 1.1: Who the fuck is Burschi? &#220;ber die Geschichte und der aktuellen Zusammensetzung &#246;sterreichischer Burschenschaften im deutschnationalen Verbandswesen.<br />
Ws 1.2: Einf&#252;hrung in die Entwicklung, Kontinuit&#228;ten und aktuelle Zusammensetzung der Freiheitlichen Partei &#214;sterreichs.<br />
Ws 1.3: Europe, crisis and the rise of the populist and extreme right. Organisiert von transform!<br />
Ws 1.4: Antimusslimischer Rassismus in Europa – Wenn MigrantInnen muslimischer Herkunft zur allgemeinen rassistischen Projektionsfl&#228;che werden.<br />
Ws 1.5: Die Geschichte der Konservativen Revolution und ihr Fortleben in der Neuen Rechten.</p>
<p><strong>Block 2</strong><br />
<strong>14:00 – 17:00</strong> / Ort: Seminarr&#228;ume Institut f&#252;r Politikwissenschaften<br />
Ws 2.1: &#220;ber Homophobie und den Umgang mit m&#228;nnlicher Homosexualit&#228;t im Rechtspopulismus / von Yves M&#252;ll<br />
Ws 2.2: Antisemitismus in &#214;sterreich im 19. und 20. Jahrhundert – Das Fortleben antisemitischer Stereotypen bis heute.<br />
Ws 2.3: Aktuelle rechtsextreme Umtriebe in &#214;sterreich am Beispiel Alpen Donau.info<br />
Ws 2.4: Frauen in der organisierten Rechten.<br />
Ws 2.5: Populist and extreme right in central and eastern Europe. Focus Hungary / G. M. Tamas<br />
Ws 2.6: Die soziale Frage und die FP&#214; – Warum die FP&#214; eine Wahl nach der anderen gewinnt.</p>
<p><strong>17.00-19:00</strong><br />
Buchvorstellung: Nina Horaczek &#038; Sebastian Wiese: Handbuch gegen Vorurteile. Von Auschwitzl&#252;ge bis Zuwanderungstsunami  (HS 2 – Neues Instituts geb&#228;ude)<br />
<strong>19:30</strong><br />
Abschlusspodium (HS 2 – Neues Instituts geb&#228;ude)<br />
<strong>„The populist and extreme Right in Europe“</strong><br />
Es diskutieren Yves M&#252;ller (Deutschland, Verein f&#252;r Demokratische Kultur in Berlin e.V.), Haris Triantafyllidou ( Nicos Poulantzas Institute, Greece), Anna Mikkola (Left Alliance, Finnland) und Elisabeth Gauthier (Espace Marx and PCF, France).<br />
Moderation von transform!.at<br />
<strong>Ab 21.00 Party „Love Music – Hate Fascism“ im Roten Bogen.</strong></p>
<p><strong>Sonntag, 27.November </strong>/ Aktionstag / Lustkandlgasse 10/1, 1090 Wien (N&#228;he U6 Volksoper/W&#228;hringerstr.)<br />
>10:00- 12:00 Demotraining: Was macht mensch, wenn die Polizei kommt? Was tun wenns brennt?<br />
12:00 – 13:30 Mittagspause<br />
13.30-15.20 Vorstellung des Aktionskonsens / Wie kann mensch sich in die “Offensive gegen Rechts” einbringen?<br />
13.30 -15.30 Aktionstag<br />
16:00 Burschisafari<br />
18:00 Abschlie&#223;endes gem&#252;tliches Zusammensitzen</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.perspektiven-online.at/2011/11/24/konferenz-gegen-den-wkr-ball-2012-programm-und-infos/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>NoWKR &#8211; Aktionskonferenz</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2011/06/08/nowkr-aktionskonferenz/</link>
		<comments>http://www.perspektiven-online.at/2011/06/08/nowkr-aktionskonferenz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 18:53:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.perspektiven-online.at/?p=1936</guid>
		<description><![CDATA[Mittwoch, 23. Juni ab 10 Uhr
Die NoWKR-Aktionskonferenz findet im Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien) statt!
Mit einem Erfahrungsbericht aus der Naziblockade in Dresden und verschiedenen Arbeitsgruppen zu u.a. Rechtshilfe, B&#252;ndnisarbeit, Demo/Blockade und Workshops

Am 27. J&#228;nner 2012 findet zum 59. Mal der Ball des Wiener Korporations Ring statt. Erschreckend daran ist nicht nur, dass den Burschenschaften erneut die repr&#228;sentative Hofburg zur Verf&#252;gung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittwoch, 23. Juni ab 10 Uhr<br />
Die NoWKR-Aktionskonferenz findet im Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien) statt!</strong><br />
Mit einem Erfahrungsbericht aus der Naziblockade in Dresden und verschiedenen Arbeitsgruppen zu u.a. Rechtshilfe, B&#252;ndnisarbeit, Demo/Blockade und Workshops<br />
<span id="more-1936"></span></p>
<p>Am 27. J&#228;nner 2012 findet zum 59. Mal der Ball des Wiener Korporations Ring statt. Erschreckend daran ist nicht nur, dass den Burschenschaften erneut die repr&#228;sentative Hofburg zur Verf&#252;gung steht, sondern dass dieser Tag mit dem Tag der Auschwitz-Befreiung zusammen f&#228;llt.</p>
<p>Es gibt genug Gr&#252;nde gegen den WKR Ball aktiv zu sein: w&#228;hrend die organisierenden Burschenschaften als Bindeglied zwischen militanter Neonaziszene und parlamentarischem Rechtsextremismus dient, nutzt die FP&#214; die Veranstaltung zur internationalen Vernetzung mit der europ&#228;ischen Rechten. Angesichts der Tatsache, dass Burschenschaften eine wichtige Rolle in der FP&#214; einnehmen, verdeutlichen die aktuellen Umfragewerte der FP&#214; die Notwendigkeit eines breiten antifaschistischen Protestes.</p>
<p>Der 8. Mai hat die M&#246;glichkeit eines breiten und lautstarken Protests verdeutlicht. An diesem Erfolg und den Erfahrungen der letzten Jahre ankn&#252;pfend, wollen wir mit einer ganzt&#228;gigen Aktionskonferenz gemeinsam den Startpunkt f&#252;r die antifaschistische Mobilisierung gegen den BurschenschafterBall setzen. Auf der Aktionskonferenz wollen wir in Work. shops und Diskussionsrunden die inhaltliche und praktische Ausrichtung unseres Protestes erarbeiten.</p>
<p>Mit einem Erfahrungsbericht von der Naziblockade in Dresden und verschiedenen Arbeitsgruppen (u.a. zu Rechtshilfe, B&#252;ndnisarbeit, Demo/Blockade…)</p>
<p>Programm und Beschreibung der Workshops unter <a href="http://achtermai.blogsport.eu/">http://achtermai.blogsport.eu/</a></p>
<p>Kontakt: 8mai-wien@riseup.net</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.perspektiven-online.at/2011/06/08/nowkr-aktionskonferenz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>8. Mai – Aufmarsch von FP&#214;, Burschenschaften und Nazis stoppen!</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2011/05/02/8-mai-aufmarsch-von-fpoe-burschenschaften-und-nazis-stoppen/</link>
		<comments>http://www.perspektiven-online.at/2011/05/02/8-mai-aufmarsch-von-fpoe-burschenschaften-und-nazis-stoppen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 May 2011 10:27:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.perspektiven-online.at/?p=1909</guid>
		<description><![CDATA[Komm zur Demonstration am 8. Mai um 17.00 am Schottentor in Wien!
Der 8. Mai ist der Tag der Kapitulation des Nationalsozialismus. Dieses Datum ist das Symbol f&#252;r das Ende des 2. Weltkrieges und des Nationalsozialismus, der 60 Millionen Menschenleben kostete.

In den Konzentrationslagern wurden ein Drittel aller europ&#228;ischen Juden und J&#252;dinnen ermordet, sowie Roma und Sinti, politische Gegner_innen, Homosexuelle und viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Komm zur Demonstration am 8. Mai um 17.00 am Schottentor in Wien!</strong><br />
Der 8. Mai ist der Tag der Kapitulation des Nationalsozialismus. Dieses Datum ist das Symbol f&#252;r das Ende des 2. Weltkrieges und des Nationalsozialismus, der 60 Millionen Menschenleben kostete.<br />
<span id="more-1909"></span><br />
In den Konzentrationslagern wurden ein Drittel aller europ&#228;ischen Juden und J&#252;dinnen ermordet, sowie Roma und Sinti, politische Gegner_innen, Homosexuelle und viele andere Gruppen, die nicht in die menschenverachtende nationalsozialistische Ideologie passten.</p>
<p>Es f&#228;llt schwer, angesichts der Opfer von einem Feiertag zu reden – es ist trotzdem ein Feiertag f&#252;r alle, die das Ende des von den Nazis angezettelten Krieges und seinem sinnlosen Blutvergie&#223;en feiern und ein Feiertag f&#252;r alle, die verhindern wollen, dass es wieder Konzentrationslager gibt, in denen systematisch Menschen umgebracht werden.</p>
<p><strong>Nazi-Aufmarsch stoppen!</strong></p>
<p>Die rechtsextremen Burschenschafter sch&#228;men sich nicht, diesen Tag zum Anlass der Trauer um die „totale Niederlage“ und zum Gedenken an ihre Held_innen zu nehmen– sie machen damit die T&#228;ter_innen zu Opfern. Das nehmen sie zum Anlass einen Fackelzug zum Heldenplatz, als Zeichen ihrer Trauer, zu veranstalten.</p>
<p>Das erste Mal seit 2004 ist HC Strache als prominenter Redner dazu eingeladen. Das hat Tradition. In den letzten Umfragen ist die FP&#214; gleichauf mit den Regierungsparteien. Gleichzeitig versucht Strache das deutschnationale Stammklientel zu bedienen, um ein Zeichen f&#252;r seine wahre Gesinnung zu setzen.</p>
<p><strong>Demo gegen Rechts!</strong></p>
<p>Der 8. Mai ist kein Tag der Trauer, sondern der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Gedenkens an die Opfer des Faschismus! Es ist ein Skandal, dass die Burschenschafter diese Veranstaltung durchf&#252;hren d&#252;rfen! Da es die gew&#228;hlten Politiker_innen offensichtlich nicht verhindern wollen, dann m&#252;ssen wir das machen:</p>
<p><a href="http://achtermai.blogsport.eu/">http://achtermai.blogsport.eu/</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.perspektiven-online.at/2011/05/02/8-mai-aufmarsch-von-fpoe-burschenschaften-und-nazis-stoppen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gegen Rechts in die Offensive!</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2011/03/21/gegen-rechts-in-die-offensive/</link>
		<comments>http://www.perspektiven-online.at/2011/03/21/gegen-rechts-in-die-offensive/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 09:44:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.perspektiven-online.at/?p=1859</guid>
		<description><![CDATA[Diskussionsveranstaltung mit Aktivist_innen der B&#252;ndnisse NO-WKR und Dresden-Nazifrei

Mittwoch, 23. M&#228;rz 2011, 18.30 Uhr, Akademie der bildenden K&#252;nste, Sitzungssaal E10

Wie kann erfolgreicher Protest gegen Rechts aussehen? Zuletzt brachte der diesj&#228;hrige WKR-Ball in Wien diese Herausforderung auf die Tagesordnung von Antifaschist_innen und Antirassist_innen. W&#228;hrend die extreme Rechte in der Hofburg feiern durfte, wurde drau&#223;en ein vollst&#228;ndiges Demonstrationsverbot verh&#228;ngt. Dass sich die Proteste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diskussionsveranstaltung mit Aktivist_innen der B&#252;ndnisse <a href="http://www.nowkr.at/">NO-WKR</a> und <a href="http://www.dresden-nazifrei.com/">Dresden-Nazifrei</a><br />
</strong><br />
<strong>Mittwoch, 23. M&#228;rz 2011, 18.30 Uhr, Akademie der bildenden K&#252;nste, Sitzungssaal E10</strong></p>
<p><span id="more-1859"></span></p>
<p>Wie kann erfolgreicher Protest gegen Rechts aussehen? Zuletzt brachte der diesj&#228;hrige WKR-Ball in Wien diese Herausforderung auf die Tagesordnung von Antifaschist_innen und Antirassist_innen. W&#228;hrend die extreme Rechte in der Hofburg feiern durfte, wurde drau&#223;en ein vollst&#228;ndiges Demonstrationsverbot verh&#228;ngt. Dass sich die Proteste davon nicht aufhalten lie&#223;en, war ein gutes und wichtiges Zeichen, kann aber nicht dar&#252;ber hinwegt&#228;uschen, dass es im Kampf gegen Rechts in &#214;sterreich neuer Strategien bedarf.</p>
<p>Ein m&#246;glicher Ankn&#252;pfungspunkt sind die B&#252;ndnisarbeit und Proteste gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Nachdem die Nazis dort jahrelang nicht gestoppt werden konnten, hat das breite B&#252;ndnis Dresden-Nazifrei 2011 das zweite Jahr in Folge mit 21.000 Menschen erfolgreich den gr&#246;&#223;ten Naziaufmarsch Europas blockiert. Dabei war gerade die Breite des B&#252;ndnisses ein wichtiger Erfolgsfaktor.</p>
<p>Angesichts dieser Erfahrungen aus Dresden halten wir f&#252;r die Zukunft – auch, aber nicht nur mit Blick auf den WKR-Ball – auch in Wien ein breites antifaschistisches und antirassistisches B&#252;ndnis f&#252;r notwendig. Ein solches B&#252;ndnis k&#246;nnte die bestehenden Initiativen und Bewegungen zusammenbringen und &#252;ber punktuelle Ereignisse hinaus l&#228;ngerfristige Handlungsm&#246;glichkeiten entwickeln. Dies w&#252;rde einen qualitativen Unterschied machen.</p>
<p>Eine Initiative von <a href="http://marxistin.blogsport.de/">marxist*in</a>, <a href="http://www.linkeshochschulnetz.at/">Linkes Hochschulnetz</a> und <a href="http://www.perspektiven-online.at">Perspektiven. Magazin f&#252;r linke Theorie und Praxis</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.perspektiven-online.at/2011/03/21/gegen-rechts-in-die-offensive/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>RELEASE-Veranstaltung P12: &#8220;Die FP&#214; – Nutznie&#223;erin der Krise?&#8221;</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2010/10/20/release-veranstaltung-p12-die-fpoe-nutzniesserin-der-krise/</link>
		<comments>http://www.perspektiven-online.at/2010/10/20/release-veranstaltung-p12-die-fpoe-nutzniesserin-der-krise/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 19:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.perspektiven-online.at/?p=1638</guid>
		<description><![CDATA[HipHop Einlagen, Discobesuche, HC-Comics – die rechtsextreme FP&#214; l&#228;sst nach der Schlappe rund um die Bundespr&#228;sidentInnenwahl im Fr&#252;hjahr nichts unversucht, sich das Image einer jungen, modernen und sozialen „Heimatpartei“ zu geben. Dabei geht es ihr darum, die allgemeine Verunsicherung in Krisenzeiten f&#252;r sich auszunutzen und &#252;ber ihr deutschnationales Stammpublikum hinaus eine neue Massenbasis zu erlangen. Dass dabei soziale Themen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>HipHop Einlagen, Discobesuche, HC-Comics – die rechtsextreme FP&#214; l&#228;sst nach der Schlappe rund um die Bundespr&#228;sidentInnenwahl im Fr&#252;hjahr nichts unversucht, sich das Image einer jungen, modernen und sozialen „Heimatpartei“ zu geben. <span id="more-1638"></span>Dabei geht es ihr darum, die allgemeine Verunsicherung in Krisenzeiten f&#252;r sich auszunutzen und &#252;ber ihr deutschnationales Stammpublikum hinaus eine neue Massenbasis zu erlangen. Dass dabei soziale Themen und Krisen&#228;ngste der Bev&#246;lkerung mit Nationalismus, (Kultur-)Rassismus und rassistisch konnotierten Sicherheitsdiskursen verbunden werden, ist typisch f&#252;r die Politik der FP&#214;. Wie die Vergangenheit zeigt, ist der Versuch, zur Gro&#223;partei aufzusteigen, allerdings auch von Widerspr&#252;chlichkeiten gepr&#228;gt: das Image einer modernen Rechtspartei st&#246;&#223;t sich mit ihrer Funktion als Kristallisationspunkt der extremen Rechten; die Selbstdarstellung als Partei der Lohnabh&#228;ngigen mit der neoliberalen Politik des eigenen wirtschaftsliberalen Fl&#252;gels.</p>
<p>Auf welche Strategien greift die FP&#214; in Zeiten der Krise zur&#252;ck? Wie wirken sich ihre internen Widerspr&#252;che in taktischen Man&#246;vern aus? Und welche Herausforderungen ergeben sich f&#252;r die Linke angesichts einer in der Krise erstarkenden FP&#214;?</p>
<p>Wann: Mittwoch, 03. November 2010, 19Uhr<br />
Wo: Aula der Akademie der Bildenden K&#252;nste, Schillerplatz 3, 1010 Wien</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.perspektiven-online.at/2010/10/20/release-veranstaltung-p12-die-fpoe-nutzniesserin-der-krise/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die FP&#214; – Nutznie&#223;erin der Krise?</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2010/10/15/die-fpoe-nutzniesserin-der-krise/</link>
		<comments>http://www.perspektiven-online.at/2010/10/15/die-fpoe-nutzniesserin-der-krise/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 13:02:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Perspektiven Nr. 12]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.perspektiven-online.at/?p=1610</guid>
		<description><![CDATA[Wie agiert die rechtsextreme FP&#214; in der Krise? Gelingt es ihr, als Soziale Heimatpartei zu punkten? Nico Schlitz und Felix Wiegand analysieren die Krisenantworten des Dritten Lagers und zeigen auf, mit welchen internen Widerspr&#252;chen die FP&#214; auf dem Weg zur Gro&#223;partei zu k&#228;mpfen hat.

Die (Erfolgs-)Geschichte der rechtsextremen FP&#214; beruht ganz wesentlich auf dem Faktor „Krise“. Zu diesem Fazit gelangten wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie agiert die rechtsextreme FP&#214; in der Krise? Gelingt es ihr, als Soziale Heimatpartei zu punkten? <em>Nico Schlitz</em> und <em>Felix Wiegand</em> analysieren die Krisenantworten des Dritten Lagers und zeigen auf, mit welchen internen Widerspr&#252;chen die FP&#214; auf dem Weg zur Gro&#223;partei zu k&#228;mpfen hat.<br />
<span id="more-1610"></span><br />
Die (Erfolgs-)Geschichte der rechtsextremen FP&#214; beruht ganz wesentlich auf dem Faktor „Krise“. Zu diesem Fazit gelangten wir im Artikel „FP&#214;: Rechts extrem erfolgreich“ in Perspektiven Nr. 8. Hier versuchten wir, den Aufstieg der Partei in den 1990er Jahren unter J&#246;rg Haider sowie ihr Wiedererstarken ab 2005 unter Heinz-Christian Strache zu erkl&#228;ren.</em><a title="anm_1" name="anm_1" href="#anm1"><sup>1</sup></a> Demnach schufen die vielf&#228;ltigen Krisen- und Umbruchprozesse, die mit dem Ende der fordistischen Periode Mitte der 1980er Jahre und der folgenden neoliberalen Wende verbunden waren und bis heute sind, die Bedingungen f&#252;r die Erfolge der FP&#214;. Dass sie auch tats&#228;chlich Nutznie&#223;erin dieser Bedingungen werden konnte, verdankt die Partei – neben dem Fehlen einer linken Alternative sowie der inhaltlichen und personellen Anbiederung der &#252;brigen politischen Akteure – einer Ver&#228;nderung der eigenen Strategie: Die FP&#214; konnte erst &#252;ber ihre b&#252;rgerlichen und b&#228;uerlichen Kernw&#228;hlerInnenschichten deutschnationaler Pr&#228;gung hinaus Anh&#228;ngerInnen gewinnen und zu einer Gro&#223;partei werden, indem sie sich als jugendlich-moderne, gegen das Establishment gerichtete Rechtspartei inszenierte. Dar&#252;ber hinaus richtete sie den Fokus ihrer Agitation auf jene, die von den Krisen- und Umbruchprozessen (potentiell) betroffen sind und durch die neoliberalisierte Sozialdemokratie nicht mehr repr&#228;sentiert werden. Zentrales Mittel war und ist dabei ein Populismus, der insofern als autorit&#228;r zu bezeichnen ist, als er zwar ideologisch an den Erfahrungen und Bed&#252;rfnissen breiter Bev&#246;lkerungsschichten ankn&#252;pft, aufgrund seiner undemokratischen Form und seines reaktion&#228;ren, insbesondere rassistischen Inhalts jedoch zur Stabilisierung der b&#252;rgerlichen Herrschaft beitr&#228;gt. </em><a title="anm_2" name="anm_2" href="#anm2"><sup>2</sup></a><br />
Wie die Serie von Wahlniederlagen sowie die Verwerfungen innerhalb des Dritten Lagers zwischen 2002 und 2005 zeigen</em><a title="anm_3" name="anm_3" href="#anm3"><sup>3</sup></a>, l&#228;sst der Versuch der FP&#214;, auf diese Art und Weise zur Gro&#223;partei zu werden, jedoch auch (neue) Widerspr&#252;che aufbrechen: etwa den zwischen der Inszenierung als moderner Rechtspartei und der Funktion als zentralem Kristallisationspunkt der extremen Rechten in &#214;sterreich mit entsprechend vielf&#228;ltigen &#220;berschneidungen zur burschenschaftlich-deutschnationalen und neonazistischen Szene. Oder den Widerspruch zwischen der Selbstdarstellung als Partei der Lohnabh&#228;ngigen und den Interessen des eigenen (wirtschafts-)liberalen Fl&#252;gels bzw. den neoliberalen Politiken der schwarz-blauen Regierung. Wenn wir im Folgenden analysieren, ob es Strache und KonsortInnen auch in den letzten eineinhalb Jahren gelungen ist, aus der Krise und ihren Folgen politisch Kapital zu schlagen, interessiert uns deshalb neben der Frage, wie die FP&#214; nach Au&#223;en agiert,  insbesondere, welche unterschiedlichen Positionen innerhalb der Partei existieren und ob sich erneut Widerspr&#252;che und Konflikte abzeichnen.</p>
<p><strong>Die FP&#214; als <em>Soziale Heimatpartei</em></strong><br />
Ein kurzer R&#252;ckblick auf die zweite H&#228;lfte von 2009 zeigt zun&#228;chst, dass die FP&#214; auch w&#228;hrend des (medialen) H&#246;hepunkts der Finanz- und Wirtschaftskrise in Europa ihrem bew&#228;hrten Kurs treu blieb. Sowohl im Vorfeld der Landtagswahlen in Vorarlberg und Ober&#246;sterreich im September als auch im Zuge erster Kampagnen f&#252;r die Wien-Wahl im Herbst/Winter 2009/10 setzte die Partei mit dem omnipr&#228;senten Strache und dem harmlos klingenden Namenszusatz <em>Soziale Heimatpartei</em></em><a title="anm_4" name="anm_4" href="#anm4"><sup>4</sup></a> voll auf die Inszenierung als junge und moderne Rechtspartei. Welche strategische Ausrichtung sich hinter dieser Fassade verbirgt, offenbaren Forderungen nach einem Elterngeld f&#252;r „heimische“ Familien (FP&#214; Vorarlberg) oder „Sozialleistungen nur f&#252;r Staatsb&#252;rger“ (FP&#214; Wien) sowie die best&#228;ndige Hetze gegen „Rekordzuwanderung“, „osteurop&#228;ische Bettelbanden“ und „Islamismus“</em><a title="anm_5" name="anm_5" href="#anm5"><sup>5</sup></a>: die aus der Vergangenheit bekannte Verkn&#252;pfung von Krisenangst und sozialen Themen mit Nationalismus, (Kultur-)Rassismus und rassistisch konnotierten Sicherheitsdiskursen.<br />
Dass diese autorit&#228;r-populistische Strategie in Krisenzeiten insbesondere in Verbindung mit dem f&#252;r die FP&#214; seit den 1990er Jahren zentralen Motiv der EU¬¬¬¬-Kritik umfassende Agitationsm&#246;glichkeiten er&#246;ffnet, zeigt die FP&#214;-Kampagne f&#252;r die Europawahlen (Juni 2009). Neben unverhohlen rassistischen Schwerpunkten wie dem Kampf gegen einen m&#246;glichen EU-Beitritt der T&#252;rkei („Abendland in Christenhand“) machte die Partei die wirtschaftliche und soziale Krise aktiv zum Thema, indem sie z.B. die EU zum „Verursacher von Massenarbeitslosigkeit und Pleitenwellen“ erkl&#228;rte und das Versagen des „Neoliberalismus Marke Br&#252;ssel“ ausrief. Noch deutlicher wurde FP&#214;-Generalsekret&#228;r Herbert Kickl, der – im R&#252;ckgriff auf antisemitische Metaphorik – erkl&#228;rte, die EU verk&#246;rpere die „Problematik […], vor der wir stehen. Es ist ein Tanz um das goldene, neoliberale Kalb, und der h&#246;chste Wert, der dort herrscht, ist nicht die Freiheit, ist nicht die soziale Sicherheit der Bev&#246;lkerung, sondern das Gewinnstreben und die Profitgier von einigen wenigen Gro&#223;konzernen, die im Grunde genommen das Geschehen in dieser europ&#228;ischen Union bestimmen.“</em><a title="anm_6" name="anm_6" href="#anm6"><sup>6</sup></a> Statt dieser „EU f&#252;r Konzerne“ propagierte die FP&#214; „Soziale W&#228;rme“ – im Sinne der <em>Sozialen </em>Heimat<em>parte</em>i aber selbstverst&#228;ndlich nur f&#252;r &#214;sterreicherInnen: Gefordert wurde etwa die „R&#252;ckf&#252;hrung von Gastarbeitslosen in ihre Heimatl&#228;nder“ sowie „[k]eine versteckte Zuwanderung durch die sog. ,Blue-Card‘“.</p>
<p><strong>„Eurokrise“ und Wahlerfolge</strong><br />
War bereits im EU-Wahlkampf von einer „Finanzmafia“ die Rede, so wurde die Polemik gegen „Banker und Spekulanten“ im Zuge der so genannten „Eurokrise“ zu einem Kernelement der FP&#214;-Agitation. Unter dem Slogan „Banken sollen selber zahlen“ starteten etwa Strache und Generalsekret&#228;r Harald Vilimsky auf einer eigens eingerichteten Homepage</em><a title="anm_7" name="anm_7" href="#anm7"><sup>7</sup></a> ein als „Initiative f&#252;r soziale Gerechtigkeit“ tituliertes „Internet-Volksbegehren“ f&#252;r die Einf&#252;hrung einer Bankensteuer oder die Begrenzung von Geh&#228;ltern und Bonuszahlungen. Das Ziel seien „Faire Banken – ehrliche Geh&#228;lter“. Die Selbstdarstellung als Interessensvertretung der „&#246;sterreichischen Steuerzahler“, „Sparer“ und „Kleinunternehmer“ gegen&#252;ber den spekulationsw&#252;tigen „Bankenbossen“ und „H&#252;tchenspielern im Nadelstreif“ fand ihre Fortsetzung in einer Kampagne gegen die finanzielle Unterst&#252;tzung Griechenlands in der Eurokrise. Darin erhob die FP&#214; die Forderung, Griechenland und andere „Schuldenstaaten“ aus dem Euro-Verbund auszuschlie&#223;en und eine „wirtschaftlich starke“ Euro-Zone mit – wer h&#228;tte es gedacht – Deutschland und &#214;sterreich zu bilden. Au&#223;erdem solle, statt Steuergelder im „Rachen von Banken und Spekulanten“ bzw. einem „griechischen Fass ohne Boden“ verschwinden zu lassen, „unser Geld“ lieber in Arbeitspl&#228;tze, Armutsbek&#228;mpfung, Pensionsgerechtigkeit usw. investiert werden.<br />
Wie die Wahlergebnisse und -analysen aus dem Jahr 2009 zeigen, gelang es der FP&#214; mit ihrer Strategie zun&#228;chst, die Finanz- und Wirtschaftskrise f&#252;r sich zu nutzen. Demnach konnte die Partei bei den Europawahlen (12,7% Stimmenanteil; 6,4% Zugewinn) sowie den Landtagswahlen in Vorarlberg (25,1%; +12,2%) und Ober&#246;sterreich (15,3%; +6,9%) ihren positive Trend von 2008/09 v.a. deshalb fortsetzen und einen Teil der 2003/04 erlittenen Verluste wettmachen, weil die Selbstdarstellung als junge, moderne Rechtspartei mit sozialer Ausrichtung gerade in Krisenzeiten aufgeht: die FP&#214; wurde &#252;berdurchschnittlich oft von jungen Menschen, M&#228;nnern, „ArbeiterInnen“</em><a title="anm_8" name="anm_8" href="#anm8"><sup>8</sup></a> und jenen Erwerbst&#228;tigen gew&#228;hlt, die bei Wahltagsbefragungen angaben, von der Krise stark betroffen zu sein (Personalabbau, Lohneinbu&#223;en oder Kurzarbeit im Betrieb). Auch dass bei den Wahlmotiven neben „gegen Zuwanderung“ die Nennungen „vertritt meine Interessen“ sowie „wichtige Themen“ dominierten, spricht daf&#252;r, dass die FP&#214; tats&#228;chlich von vielen Menschen als <em>Soziale Heimatpartei</em> wahrgenommen wird.</em><a title="anm_9" name="anm_9" href="#anm9"><sup>9</sup></a> So sehr jedoch bereits dieser Slogan innerhalb des Dritten Lagers durchaus unterschiedlich bewertet wird</em><a title="anm_10" name="anm_10" href="#anm10"><sup>10</sup></a>, so gro&#223; ist auch die Bandbreite an Positionen, aus denen sich die konkreten Inhalte der FP&#214;-Inszenierung speisen. Worin bzgl. der Finanz- und Wirtschaftkrise im Dritten Lager gemeinsame Ansichten bestehen, aber auch, wo sich diese unterscheiden, zeigen exemplarisch Statements aus der deutschnationalen und neonazistischen Szene sowie vom <em>Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender</em> (RfW).</p>
<p><strong>„Antikapitalismus“ von Rechtsau&#223;en</strong><br />
Angesichts der – unter Strache mehr denn je gegebenen – direkten personellen Kontinuit&#228;ten zwischen der FP&#214;, der burschenschaftlich organisierten deutschnationalen Szene sowie dem organisierten Neonazismus</em><a title="anm_11" name="anm_11" href="#anm11"><sup>11</sup></a> &#252;berrascht es nicht, dass es auch inhaltlich massive &#220;berschneidungen gibt. Im Hinblick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise liegen diese zun&#228;chst v. a. darin, dass die ProtagonistInnen des internationalen Finanzmarktes als Verursacher ausgemacht werden. So ist in der <em>Aula</em>, dem Sprachrohr der deutschnationalen Burschenschafter, von „globalisierten Finanzspekulanten in Europa und der Welt“ die Rede, die „auf &#228;u&#223;erst brutale Weise ohne R&#252;cksicht auf W&#228;hrungen, Staat und V&#246;lker ihre schmutzigen Gesch&#228;fte abwickeln und Milliarden kassieren.“</em><a title="anm_12" name="anm_12" href="#anm12"><sup>12</sup></a> Schuld an der „Krise der Zockerbanken“ sei jedoch nicht nur der Profitwahn der Banken, sondern v.a. auch die „durch hemmungslose Geldflutung der Federal Reserve Bank von den USA ausgehende Geldschwemme“.</em><a title="anm_13" name="anm_13" href="#anm13"><sup>13</sup></a> Entspricht die in der <em>Aula </em>vertretene Position bis hierher durchaus der offiziellen FP&#214;-Linie, geht das deutschnationale Blatt noch einen Schritt weiter: Der Ursprung allen &#220;bels sei n&#228;mlich der Zins. Dieser w&#228;re reiner „Diebstahl“ und als „Wucher gesetzlich zu verbieten“.</em><a title="anm_14" name="anm_14" href="#anm14"><sup>14</sup></a> &#196;hnlich argumentieren anonyme AutorInnen von <em>Alpen-Donau.Info</em>, dem neuen B&#252;ndelungspunkt der au&#223;erparlamentarischen extremen Rechten im Internet.</em><a title="anm_15" name="anm_15" href="#anm15"><sup>15</sup></a> Auch hier wird festgestellt, die „Wurzel des Betrugssystems ist und bleibt der Zins“, der als „Peitsche des Kapitalismus […] die Menschen dazu bringt, ihre Umwelt zu zerst&#246;ren, ihre V&#246;lker zu zerschlagen, ihre Kultur zu vergessen und ihre Familien zu verlassen.“</em><a title="anm_16" name="anm_16" href="#anm16"><sup>16</sup></a><br />
Eine derartige Diktion ist typisch f&#252;r einen v&#246;lkisch-deutschnationalen „Antikapitalismus“ von Rechts(-au&#223;en)</em><a title="anm_17" name="anm_17" href="#anm17"><sup>17</sup></a>, der darauf verzichtet, Privateigentum oder Mehrwertproduktion einer grundlegenden Kritik zu unterziehen, um stattdessen lediglich die Zirkulationssph&#228;re des Kapitals zum Problem zu erkl&#228;ren. Die Unterscheidung zwischen „schaffendem“ und „raffendem“ Kapital, die einer solchen Sichtweise zugrunde liegt, ist ein zentrales antisemitisches Motiv. W&#228;hrend auf den Plakaten, die von Neonazis aus dem Umfeld von <em>Alpen-Donau.Info</em> in der Nacht auf den 1. Mai diesen Jahres an zahlreichen Arbeits&#228;mtern in Wien als Aufruf an die „erwerbslosen Volksgenossen“ angebracht wurden, im Zusammenhang mit der Krise offen vom „weltweit agierenden Finanzjudentum“ und der „Zinssklaverei“ die Rede war</em><a title="anm_18" name="anm_18" href="#anm18"><sup>18</sup></a>, versteckt man sich demgegen&#252;ber bei der Aula hinter einschl&#228;gigen Andeutungen. Eindeutig scheint die antisemitisch aufgeladene Unterscheidung zwischen „schaffendem“ und „raffendem“ Kapital aber z.B. dort durch, wo – ganz &#228;hnlich der FP&#214;-Agitation – beklagt wird, „die Hochfinanz und globale Konzerne“ w&#252;rden das Geschehen bestimmen, w&#228;hrend „die mittelst&#228;ndische Wirtschaft […] vor die Hunde [gehe]“.</em><a title="anm_19" name="anm_19" href="#anm19"><sup>19</sup></a>  Diese Furcht vor dem Ruin des Mittelstands korrespondiert mit einer allgemein pessimistischen Einsch&#228;tzung des weiteren Krisenverlaufs: „Da eine echte Korrektur nicht geschehen ist und nicht gewollt wird, bleibt uns die Krise erhalten und wuchert metastasenartig in weitere Bereiche: von der privaten Finanzkrise zur Krise der Staatsfinanzen, zur Realkrise unserer Wirtschaft, zur Krise der Sozialsysteme bis zur Verarmung und zu gesellschaftlichen Unruhen.“</em><a title="anm_20" name="anm_20" href="#anm20"><sup>20</sup></a> Um f&#252;r den Ernstfall ger&#252;stet zu sein – immerhin w&#228;ren auch „blutige Ausschreitungen, Pl&#252;nderungen und Milit&#228;reins&#228;tze“ in Krisenzeiten nicht auszuschlie&#223;en –, wird im Untergangsszenario auf <em>Alpen-Donau.Info</em> daher allen „freien Nationalisten“ empfohlen, ihren gesamten Besitz in vermeintlich krisensicherem Gold anzulegen, dieses dann zuhause zu „vergraben“ und sich zur Selbstverteidigung „Waffen + Munition zu[zu]legen“.</em><a title="anm_21" name="anm_21" href="#anm21"><sup>21</sup></a></p>
<p><strong>Die „Volksgemeinschaft“ als L&#246;sung?</strong><br />
Von supranationalen Instrumenten zur Steuerung und Kontrolle der Finanzm&#228;rkte halten diese Neonazis hingegen nichts, sind sie doch der Meinung, die Mehrheit der &#246;sterreichischen Bev&#246;lkerung lehne „&#252;bernationale Organisationen“ strikt ab und rufe „nicht nach einer Weltregierung, sondern nach einem starken, nationalistischen und sozialistischen Staat.“</em><a title="anm_22" name="anm_22" href="#anm22"><sup>22</sup></a> Das Idealbild dieses Staates entspricht dabei zum einen einer raumorientierten <em>Volks</em>wirtschaft, in der zum Schutz „unsere[r] Bauern, unsere[r] Industrie und unsere[s] Gewerbe[s]“ der Geld-, Waren- und Personenverkehr kontrolliert wird und die also einen Gegenentwurf dazu verk&#246;rpert, dass wirtschaftliche Liberalisierung „mit hohlen Phrasen […] als ‚Teilnahme am globalen Wettbewerb‘, ‚Freihandel, der allen n&#252;tzt‘, ‚soziale Marktwirtschaft‘ usw. besch&#246;nigt [wird].“</em><a title="anm_23" name="anm_23" href="#anm23"><sup>23</sup></a> Zum anderen steht dieser Staat f&#252;r die auch im FP&#214;-Konzept der Sozialen Heimatpartei anklingende „Reduzierung der Idee des Sozialismus auf den Gedanken der (Volks)Gemeinschaft“</em><a title="anm_24" name="anm_24" href="#anm24"><sup>24</sup></a>, also f&#252;r das Motto „Volksgemeinschaft statt Klassenkampf“: Da – so die Statements auf <em>Alpen-Donau.Info</em></em><a title="anm_25" name="anm_25" href="#anm25"><sup>25</sup></a> – in einer „national und sozial ausgerichteten Weltanschauungsgemeinschaft kein Platz f&#252;r die Vertretung von Einzel- oder Gruppeninteressen“ und also auch nicht f&#252;r „Ha&#223;“ zwischen „k&#252;nstlich geschaffenen Klassen“ sei, solle „jeder Volksgenosse […], unabh&#228;ngig von seinem Geldbeutel oder Stand, seinen angestammten Platz in der Volksgemeinschaft einnehmen“ und sich der „nat&#252;rlichen Verschiedenartigkeit des Menschen“ sowie dem „Leistungsprinzip“ unterordnen. Letzteres stehe schlie&#223;lich f&#252;r echte „soziale Gerechtigkeit“. Daher habe es auch „nichts mit kapitalistischer Ausbeutung zu tun“, wenn der Unternehmer als „Gehirn des Betriebs“ den Gro&#223;teil des produzierten Werts einbeh&#228;lt, „sondern mit dem Drang, die Arbeitspl&#228;tze der Arbeiter sowie die Existenz des Unternehmens zu retten.“ Im Sinne ihrer Losung „Nationaler Sozialismus statt Kapitalismus“ fordern die Neonazis folglich in der gegenw&#228;rtigen Krise „Ausl&#228;nderr&#252;ckf&#252;hrung statt Integration“ sowie „Arbeit zuerst f&#252;r Deutsch&#246;sterreicher“.</p>
<p><strong>Der RfW und die Krise</strong><br />
Mit einer solchen v&#246;lkisch-neonazistischen Ideologie scheint der <em>Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender</em> (RfW) zun&#228;chst keinerlei inhaltliche Ber&#252;hrungspunkte zu haben, bekennt sich dieser gem&#228;&#223; des eigenen Leitbilds</em><a title="anm_26" name="anm_26" href="#anm26"><sup>26</sup></a> doch explizit zu einer „fairen und sozialen Marktwirtschaft im vereinten Europa” sowie einer „freiheitlichen-freisinnigen Weltanschauung[,] die [eine] liberale, wirtschaftsorientierte und unternehmerische Wertvorstellung kommuniziert und lebt.“ Ganz in diesem Sinne stellt der RfW gegenw&#228;rtig eine wichtige Bastion f&#252;r den innerhalb der FP&#214; stark marginalisierten</em><a title="anm_27" name="anm_27" href="#anm27"><sup>27</sup></a> liberalen Fl&#252;gel des Dritten Lagers dar. Dies umso mehr, als die parteipolitische Spaltung zwischen FP&#214; und BZ&#214; bei den „freiheitlichen Wirtschaftstreibenden“ fast ausnahmslos (s.u.) nur eine geringe Rolle spielt.<br />
Wie sehr die „freiheitlichen Wirtschaftstreibenden“ trotz ihrer vergleichsweise liberalen Ausrichtung durchaus an die Positionen der deutschnationalen Burschenschaften sowie der organisierten Neonazis anschlussf&#228;hig sind, l&#228;sst sich freilich daran ablesen, dass sich der RfW insbesondere als Interessensvertretung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bzw. des „Mittelstandes“ gegen Gro&#223;konzerne, die „Bankenlobby“ oder eine „Diktatur der Handelskartelle“ versteht.</em><a title="anm_28" name="anm_28" href="#anm28"><sup>28</sup></a> Unmittelbar ersichtlich werden die inhaltlichen &#220;berschneidungen dann in der Interpretation der Finanz- und Wirtschaftskrise, die auch aus der Perspektive des RfW von Gro&#223;banken und der „internationalen Heuschrecken-Finanz“</em><a title="anm_29" name="anm_29" href="#anm29"><sup>29</sup></a> verursacht wurde. Die Hauptsorge der Freiheitlichen Wirtschaftstreibenden gilt den &#246;sterreichischen KMU, deren hinreichender Zugang zu Krediten durch das internationale Regelwerk <em>Basel II</em> bedroht wird – selbstverst&#228;ndlich eine Erfindung „amerikanischer Banken“.</em><a title="anm_30" name="anm_30" href="#anm30"><sup>30</sup></a> Eine Mitschuld komme zudem der &#246;sterreichischen Politik zu, habe diese doch, so der RfW in einer bemerkenswerten Resolution vom M&#228;rz 2009</em><a title="anm_31" name="anm_31" href="#anm31"><sup>31</sup></a>, in der Krise „v&#246;llig versagt“ und „[s]ogar die gesunden Spielregeln des Marktes […] nicht verstanden, sondern so massiv beeintr&#228;chtigt, dass das gewachsene Wirtschaftsystem zusammen zu brechen droht“. Deshalb sei „[d]as gr&#246;&#223;te Problem im Land […] nicht die Finanz- und Wirtschaftskrise, sondern die Vertrauenskrise in die Politik“.<br />
Weil aber „Macht ohne Vertrauen in die F&#228;higkeit der Machthaber […] fatale Folgen f&#252;r die gesamte Gesellschaft und derer Wohlstand haben [kann]“, „verlangt“ der RfW vom Parlament nicht weniger als den Beschluss eines „Notgesetzes“ [sic!]: „Den Betrieben muss erlaubt sein, eigenst&#228;ndig und ohne Einfluss der Sozialpartner und der Politik, einzig und allein im Einvernehmen mit allen im Betrieb Betroffenen, ma&#223;geschneiderte &#220;berlebensstrategien zu treffen und umzusetzen.“ Was zuvor bereits durch die Wahl einschl&#228;giger Metaphern („Notgesetz“, „Front“, „&#220;berlebenskampf“, „Tintenburgen“) angedeutet wurde, nimmt mit dieser offenen Forderung nach der Aussetzung demokratischer Prinzipien in Krisenzeiten nun auch inhaltlich Form an: die Hoffnung auf freie Hand bei der Krisenbearbeitung, d.h. de facto auf eine autorit&#228;re L&#246;sung. Mit der hier zum Ausdruck kommenden Feindschaft gegen&#252;ber der Demokratie und insbesondere den Organisationen der ArbeiterInnenklasse – also gegen die „Knebelung“ (RfW-Bundesobmann Fritz Amann</em><a title="anm_32" name="anm_32" href="#anm32"><sup>32</sup></a>) der Wirtschaft durch Gewerkschaften, Arbeiterkammer, SP&#214; usw. – besteht eine weitere &#220;berschneidung zu den Positionen der deutschnationalen Burschenschafter bzw. organisierten Neonazis.</p>
<p><strong>Das Ziel: Neoliberale Klassenpolitik</strong><br />
W&#228;hrend letztere Klassengegens&#228;tze jedoch systematisch zugunsten der „Volksgemeinschaft“ leugnen, steht der RfW bewusst f&#252;r die eigenen Partikularinteressen ein. So tr&#228;gt etwa der stellvertretende RfW-Bundesobmann und langj&#228;hrige Vizepr&#228;sident der &#246;sterreichischen Wirtschaftskammer, Matthias Krenn (FPK), zwar deren Slogan „Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut“ vor sich her, verk&#252;ndet dann jedoch mit Blick auf die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise im gleichen Atemzug: „Unsere Verpflichtung ist das Eintreten f&#252;r die Leistungstr&#228;ger der Gesellschaft, n&#228;mlich den Mittelstand. […] Ohne Sparen und K&#252;rzungen von Sozialleistungen geht es nicht mehr. Die Frage wird also sein, vertreten wir die Leistungsempf&#228;nger oder die Leistungstr&#228;ger. Dasselbe gilt f&#252;r das Pensions- und Gesundheitssystem, wo Milliarden verschleudert werden.“</em><a title="anm_33" name="anm_33" href="#anm33"><sup>33</sup></a> Auch viele andere Forderungen</em><a title="anm_34" name="anm_34" href="#anm34"><sup>34</sup></a> lassen wenig Zweifel an der klassenpolitischen Ausrichtung des RfW und widersprechen der Selbstdarstellung der FP&#214; als anti-neoliberaler, <em>sozialer Heimatpartei</em>: regul&#228;re Lohnerh&#246;hungen, Arbeitzeitverk&#252;rzungen sowie die Einf&#252;hrung von Mindestlohn und Verm&#246;genssteuer werden abgelehnt und stattdessen – im Sinne der „Schaffung einer neuen ,Kultur der Selbstst&#228;ndigkeit‘“</em><a title="anm_35" name="anm_35" href="#anm35"><sup>35</sup></a> – der Ausbau geringf&#252;giger Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnisse sowie eine weitere Flexibilisierung der Arbeitsverh&#228;ltnisse und insbesondere der Lehrlingsausbildung gefordert. W&#228;hrend kranke ArbeitnehmerInnen in den Augen von Amann offensichtlich nichts zu den gew&#252;nschten „neuen und effizienten Leistungspotenzialen“</em><a title="anm_36" name="anm_36" href="#anm36"><sup>36</sup></a> beizutragen haben und deshalb pauschal der Simulation bezichtigt werden</em><a title="anm_37" name="anm_37" href="#anm37"><sup>37</sup></a>, soll eine <em>Flat-Tax</em> (gleicher Steuersatz f&#252;r alle) sicherstellen, dass die Belastungen f&#252;r die KMU und den „Mittelstand“ nur ja nicht zu gro&#223; ausfalle.</p>
<p><strong>Stagnation trotz Krise</strong><br />
Obwohl der RfW also auch in Krisenzeiten an typischen neoliberalen Positionen festh&#228;lt, musste er bei der Wirtschaftskammer-Wahl im Februar/M&#228;rz 2010 bundesweit Verluste von 1,5% hinnehmen und sich mit 8,4% der Stimmen begn&#252;gen. Zu dieser Wahlniederlage trugen zum einen interne Probleme wie der <em>Hypo-Alpe-Adria</em>-Skandal, die Konflikte um die Wiedervereinigung des Dritten Lagers in K&#228;rnten sowie die Kandidatur einer eigenst&#228;ndigen Liste <em>FP&#214; pro Mittelstand</em> gegen den vom BZ&#214;-Mann Detlev Neudeck geleiteten RfW-Wien bei.</em><a title="anm_38" name="anm_38" href="#anm38"><sup>38</sup></a> Dass dem RfW trotz einer im Vorfeld der Wahl verst&#228;rkten Fokussierung von FP&#214; und BZ&#214; auf wirtschaftspolitische Themen und die Bedeutung des „Mittelstands“ („Heimatland braucht Mittelstand“) kein besseres Ergebnis gelang, zeugt jedoch auch davon, dass f&#252;r KapitalistInnen das Dritte Lager in der aktuellen Krise – anders als in den 1990er Jahren – keine Option darstellt. Die Gr&#252;nde daf&#252;r, dass selbst die (Gro&#223;-)Industrie als einem der traditionell wichtigsten Sponsoren gegenw&#228;rtig weitgehend von (monet&#228;rer) Unterst&#252;tzung absieht</em><a title="anm_39" name="anm_39" href="#anm39"><sup>39</sup></a>, liegen neben der infolge des Rechtsrucks der FP&#214; unter Strache geringer gewordenen inhaltlichen und personellen Durchl&#228;ssigkeit der FP&#214;</em><a title="anm_40" name="anm_40" href="#anm40"><sup>40</sup></a> v. a. an der Krisenpolitik von SP&#214; und &#214;VP. Weil diese ohnehin v&#246;llig unternehmens- und kapitalfreundlich ausf&#228;llt, wird das Dritte Lager in seiner m&#246;glichen Funktion als Rammbock gegen die Interessen und Organisationen der ArbeiterInnenklasse schlicht und ergreifend nicht ben&#246;tigt, eine Unterst&#252;tzung erscheint so wenig opportun.<br />
Erhielt der Versuch der FP&#214;, die Krise f&#252;r den Aufstieg zur Gro&#223;partei zu nutzen, bei der Wirtschaftskammer-Wahl also bereits einen ersten D&#228;mpfer, so folgte ein zweiter im M&#228;rz dieses Jahres bei den Gemeinderatswahlen in Nieder&#246;sterreich, der Steiermark, Vorarlberg sowie Tirol, wo die FP&#214;, wenn &#252;berhaupt, nur gering zulegen konnte. Auch hier machten sich offenkundig die Nachwehen der FP&#214;-BZ&#214;-Spaltung bemerkbar, verf&#252;gt die FP&#214; doch &#252;ber deutlich weniger Ortsgruppen als zuvor.</em><a title="anm_41" name="anm_41" href="#anm41"><sup>41</sup></a> Zudem machte sich die Debatte um Barbara Rosenkranz’ zweideutig-eindeutige Aussagen zum NS-Verbotsgesetz und der Existenz von Gaskammern negativ bemerkbar. Dass es der FP&#214; mit ihrer Kandidatin bei den Bundespr&#228;sidentInnenwahlen Ende April nicht gelang, gegen Amtsinhaber Heinz Fischer auch nur einen Achtungserfolg zu erzielen, ist schlie&#223;lich der dritte D&#228;mpfer, den die Partei dieses Fr&#252;hjahr hinnehmen musste. Statt der von Strache ausgerufenen 35% reichte es am Ende lediglich f&#252;r 15,2% der Stimmen, was nicht nur das schw&#228;chste Ergebnis einer/s FP&#214;-Kandidatin/en bei einer Bundespr&#228;sidentInnen-Wahl aller Zeiten war</em><a title="anm_42" name="anm_42" href="#anm42"><sup>42</sup></a>, sondern gegen&#252;ber der Nationalratswahl 2008 auch eine Halbierung der Stimmenanzahl bedeutete</em><a title="anm_43" name="anm_43" href="#anm43"><sup>43</sup></a>.<br />
Obwohl die breite und &#246;ffentlichkeitswirksame Mobilisierung gegen Rosenkranz politisch wichtig war und zweifellos zu ihrer Schlappe beigetragen hat, sollte diese nicht als grunds&#228;tzliche Absage an den Kurs der FP&#214; interpretiert werden. Vielmehr gelang es der Partei – bei ungef&#228;hr gleichbleibender sozialer Zusammensetzung der W&#228;hlerInnenschaft (&#252;berdurchschnittlich jung, m&#228;nnlich und aus der Erwerbsgruppe „Arbeiter“) – nicht in ausreichendem Ma&#223;, ihre eigenen Anh&#228;ngerInnen sowie &#214;VP-W&#228;hlerInnen zu mobilisieren.</em><a title="anm_44" name="anm_44" href="#anm44"><sup>44</sup></a> Dies l&#228;sst sich erkl&#228;ren, wenn man sich vor Augen f&#252;hrt, warum Strache der Kandidatur von Rosenkranz zun&#228;chst ablehnend gegen&#252;berstand und sich im Wahlkampf dann nach Kr&#228;ften bem&#252;hte, nicht zu sehr mit ihr und ihren Positionen identifiziert zu werden. Neben pers&#246;nlichen Animosit&#228;ten gelten hierf&#252;r taktische &#220;berlegungen zur offensichtlichen Signalwirkung der Rosenkranz-Kandidatur als wichtigste Ursache</em><a title="anm_45" name="anm_45" href="#anm45"><sup>45</sup></a>: eine Strickjacken-tragende zehnfache Mutter, die ihre Kinder u. a. Mechthild, Sonnhild, Alwine oder Wolf nennt, mit einem bekannten rechtsextremen Publizisten verheiratet ist und aus ihrer Affinit&#228;t zu Nationalsozialismus und Neonazismus auch sonst kein Hehl macht, passt nicht recht in das m&#252;hsam inszenierte Bild von der modernen Rechtspartei mit jugendlicher Ausstrahlung, f&#252;r das Strache nach Au&#223;en hin steht.</p>
<p><strong>Fl&#252;gelk&#228;mpfe…</strong><br />
Wenn trotz des Wissens um diesen Widerspruch die „Reichsmutter“ Rosenkranz – so ihr parteiinterner Spitznahme – und nicht einE leichter vermittelbareR KandidatIn ins Renner gegen Fischer geschickt wurde, muss dies als Hinweis auf bzw. als Zugest&#228;ndnis an die Macht des deutschnational-burschenschaftlichen und neonazistischen Fl&#252;gels innerhalb der FP&#214; gewertet werden. W&#228;hrend im Wahlkampf neben Straches mangelnder Unterst&#252;tzung f&#252;r Rosenkranz lediglich die Kritik des Tiroler FP-Chefs Gerald Hauser an ihren Aussagen zum NS-Verbotsgesetz vom Konfliktpotential dieser Konstellation zeugte, entbrannte unmittelbar nach der Wahl kurzfristig eine &#246;ffentlich ausgetragene Debatte um den zuk&#252;nftigen Kurs der Partei.<br />
Zun&#228;chst nutzten RfW-Bundesobmann Amann sowie der ober&#246;sterreichische FP-Chef Manfred Haimbuchner das schlechte Abschneiden von Rosenkranz, um eine liberalere, st&#228;rker auf die omin&#246;se politische „Mitte“ hin fokussierte Ausrichtung der FP&#214; zu fordern. W&#228;hrend sich Haimbuchner dabei explizit nur auf den Bereich der Wirtschafts- und Steuerpolitik bezog, pl&#228;dierte Amann, der bereits im Herbst 2009 mit negativen &#196;u&#223;erungen &#252;ber den rechtslastigen Wahlkampf der Vorarlberger FP&#214; sowie die „Exil-Juden“-Aussage von Landesparteichef Dieter Egger als parteiinterner Kritiker auf sich aufmerksam gemacht hatte</em><a title="anm_46" name="anm_46" href="#anm46"><sup>46</sup></a>, f&#252;r eine Abkehr vom „Ausl&#228;nderthema“ und st&#228;rkere Ausrichtung an „freiheitlich-liberalen“ Werten. Zudem warf er Strache vor, die Kandidatur der „rechtslastigen“ Barbara Rosenkranz sei ein schwerer strategischer Fehler gewesen, aus dem er selbst und die anderen Verantwortlichen personelle Konsequenzen zu ziehen h&#228;tten.</em><a title="anm_47" name="anm_47" href="#anm47"><sup>47</sup></a> Nimmt man die Welle an Solidarit&#228;tsbekundungen zum Ma&#223;stab, die Strache in der Folge aus allen (un-)m&#246;glichen Winkeln der Partei erhielt</em><a title="anm_48" name="anm_48" href="#anm48"><sup>48</sup></a>, war diese R&#252;cktrittsforderung zwar keineswegs mehrheitsf&#228;hig. Dass sich das RfW-Bundespr&#228;sidium jedoch in einer Resolution hinter Amanns Forderung nach einer inhaltlichen Neuausrichtung der Bundes-FP&#214; stellte</em><a title="anm_49" name="anm_49" href="#anm49"><sup>49</sup></a> und ihn gegen den von Strache vorgeschlagenen Mathias Krenn (FPK) f&#252;r das Amt des Vizepr&#228;sidenten der &#246;sterreichischen Wirtschaftskammer nominierte</em><a title="anm_50" name="anm_50" href="#anm50"><sup>50</sup></a>, zeugt von einer offenkundigen Unzufriedenheit des RfW mit dem derzeitigen Kurs der FP&#214;.<br />
Um Straches parteiinterne KritikerInnen zu bes&#228;nftigen, v.a. aber, um den infolge der Rosenkranz-Kandidatur zumindest zaghaft entstandenen &#246;ffentlichen Druck abzumildern und die FP&#214; wieder ins (moderne) „rechte“ Licht zu r&#252;cken, bem&#252;hte sich die F&#252;hrung der Bundespartei in der Folge vordergr&#252;ndig um eine Distanzierung von deutschnationalem Revisionismus, Rechtsextremismus und Neonazismus. So behauptete etwa Strache, sich selbst und die Mehrzahl seiner KollegInnen verleugnend, in seiner Partei h&#228;tte „NS-Ideologie nichts verloren“. Wer glaube, „eine Vergangenheitspartei beleben zu wollen“, sei in der  FP&#214; falsch, die Partei biete „weder f&#252;r linke [sic!] noch rechte Extreme einen Platz“.</em><a title="anm_51" name="anm_51" href="#anm51"><sup>51</sup></a> Auch Harald Stefan, wie Martin Graf ein „Alter Herr“ bei der rechtsextremen Burschenschaft <em>Olympia</em>, sah sich zu einer Klarstellung gen&#246;tigt: „Wir sind eine rechte Partei, aber keine Totalitaristen [sic!].“</em><a title="anm_52" name="anm_52" href="#anm52"><sup>52</sup></a> Wie um dies zu beweisen, nahm die Bundespartei in Tirol einen angeblichen „Putschversuch“ einiger Funktion&#228;re gegen den u.a. f&#252;r seinen „b&#252;rgerlichen“, &#214;VP-nahen Kurs kritisierten Gerald Hauser sowie den Vorwurf „massiver Ausl&#228;nderfeindlichkeit und rechtsradikaler Ansichten“ zum Anlass, sich per Parteiausschluss einiger unliebsam gewordener Mitglieder zu entledigen.</em><a title="anm_53" name="anm_53" href="#anm53"><sup>53</sup></a> In der Folge sagte sich der Tiroler <em>Ring freiheitlicher Jugend</em> (RFJ), aus dessen Umfeld einige der Ausgeschlossenen kamen und der in der Vergangenheit bereits mehrmals durch Konflikte mit dem Verbotsgesetz und rechtsextreme Positionen aufgefallen war</em><a title="anm_54" name="anm_54" href="#anm54"><sup>54</sup></a>, mitsamt seiner angeblich mehr als 600 [!] Mitglieder</em><a title="anm_55" name="anm_55" href="#anm55"><sup>55</sup></a> einstimmig vom bundesweiten RFJ-Dachverband los. Auch verlie&#223;en einzelne Funktion&#228;re die Partei freiwillig, um gegen die Parteiausschl&#252;sse und die Kritik von Hauser an Pr&#228;sidentInnenschaftskandidatin Rosenkranz zu protestieren.</em><a title="anm_56" name="anm_56" href="#anm56"><sup>56</sup></a></p>
<p><strong>…und personelle Rochaden</strong><br />
Wie diese Episode zeigt, ist die FP&#214; unter Strache personell und ideologisch derart stark mit dem (au&#223;erparlamentarischen) Rechtsextremismus und Neonazismus verworben, dass schon der geringste Versuch einer Distanzierung f&#252;r die Partei die Gefahr eines massiven Aderlasses beinhaltet. Anders als medial mitunter dargestellt, ist es daher keineswegs als Zeichen f&#252;r eine tats&#228;chliche Liberalisierung der FP&#214; zu werten, dass bei den personellen Weichenstellungen, die auf Bundesebene und in Wien auf die verlorene Pr&#228;sidentInnen-Wahl folgten, mit Barbara Rosenkranz, Andreas M&#246;lzer sowie Martin Graf drei zentrale VertreterInnen des deutschnationalen Fl&#252;gels leer ausgingen. Nicht umsonst zeigte sich M&#246;lzer &#252;berzeugt, „[d]er Bruch mit den Burschenschaften [w&#228;re] ein Wunschdenken.“</em><a title="anm_57" name="anm_57" href="#anm57"><sup>57</sup></a> F&#252;r welche taktischen &#220;berlegungen die Rochaden vielmehr stehen, verdeutlicht der Blick auf jene „glorreichen sieben Pers&#246;nlichkeiten“ bzw. „jungen, tollen Kr&#228;fte“</em><a title="anm_58" name="anm_58" href="#anm58"><sup>58</sup></a>, die von Strache im Mai auserkoren wurden, die Bundespartei nach au&#223;en breiter zu repr&#228;sentieren und ihn selbst z.B. bei Talkshows zu vertreten: Neben erfolgreichen Landeschefs – Manfred Haimbuchner (Ober&#246;sterreich) und Dieter Egger (Vorarlberg) sowie, je nach Interpretation, auch Johann Tsch&#252;rtz (Burgenland) und Uwe Scheuch (FPK/K&#228;rnten) – finden sich dort auch je zwei f&#252;r ihre soziale (Herbert Kickl und Vizeparteichef Norbert Hofer) bzw. deutschnationale (Harald Vilimsky und Harald Stefan) Ausrichtung bekannte Funktion&#228;re sowie mit Barbara Kappel auch eine Vertreterin wirtschaftsliberaler Positionen.</em><a title="anm_59" name="anm_59" href="#anm59"><sup>59</sup></a> Diese personelle Besetzung steht zum einen f&#252;r den Versuch, innerparteilich das Verh&#228;ltnis der unterschiedlichen Fraktionen so auszutarieren, dass die bestehenden Konflikte und Widerspr&#252;che nicht erneut ausbrechen. Zum anderen will die FP&#214; gegen&#252;ber der &#214;ffentlichkeit Geschlossenheit demonstrieren und sich nach der missgl&#252;ckten Kandidatur der Traditionalistin Rosenkranz als eine – in den Worten von Strache – „Mitte-Rechtspolitische Kraft“ pr&#228;sentieren, die &#252;ber ein modernes, vielf&#228;ltiges politisches Angebot verf&#252;gt und trotzdem ein „organisches Ganzes“ bildet.</em><a title="anm_60" name="anm_60" href="#anm60"><sup>60</sup></a> Martin Graf bleibt es vorbehalten, zu erkl&#228;ren, worum es dabei letztlich geht: „Wir bereiten vor, dass wir kurz- oder mittelfristig die st&#228;rkste Kraft in &#214;sterreich werden. Wir m&#252;ssen im Sinne einer Volkspartei uns daf&#252;r organisatorisch wappnen.“</em><a title="anm_61" name="anm_61" href="#anm61"><sup>61</sup></a></p>
<p><strong>Weiter wie bisher</strong><br />
W&#228;hrend es also infolge der innerparteilichen Debatten in der Au&#223;endarstellung einige kleinere personelle und organisatorische Korrekturen gab, blieb sich die FP&#214; in den Monaten nach der Bundespr&#228;sidentInnenwahl inhaltlich und in ihrer autorit&#228;r-populistischen Agitation treu. Dies bedeutet zun&#228;chst, dass sie weiterhin massiv auf den Faktor „Krise“ und die Inszenierung als moderne <em>Soziale Heimatpartei</em> setzt, um ihr erkl&#228;rtes Ziel von &#246;sterreichweit 30 Prozent</em><a title="anm_62" name="anm_62" href="#anm62"><sup>62</sup></a> zu erreichen. So versuchte die FP&#214; im Vorfeld der Landtagswahlen im Burgenland (Mai), in der Steiermark (September) sowie in Wien (Oktober) ausgehend von einer fortgesetzten Polemik gegen „Banker und Spekulanten“ sowie dem – z.B. durch Transparente im Parlament medial inszenierten – Widerstand gegen eine &#246;sterreichische Beteiligung an der Griechenland-Hilfe und dem so genanten „Euro-Schutzschirm“ v.a. die Frage zu politisieren, wer f&#252;r die Krise zahlt und wie ihre sozialen Folgen aussehen. Am explizitesten war diesbez&#252;glich die Kampagne zur Steiermark-Wahl, in der einem in der H&#228;ngematte mit einem Paket 500-Euro-Scheine spielenden „Griechen“ auf unterschiedlichen Plakaten einE leidendeR &#214;sterreicherIn gegen&#252;bergestellt und die Forderung erhoben wurde: „Unser Geld f&#252;r unsre Leut“. In eine &#228;hnliche Kerbe schlug auch die Kampagne in Wien, wo nicht allein die Abw&#228;lzung der Krisenkosten „auf die Masse“ statt auf „Reiche und Spekulanten“ thematisiert und gegen die „SP&#214;-Bonzen“ polemisiert wurde. Vielmehr versuchte die FP&#214; hier, unterschiedliche soziale Gruppen und deren Krisenangst ganz gezielt anzusprechen und sich so in einem umfassenden Sinn als soziale Alternative zur SP&#214; in Stellung zu bringen. So wurde zum einen – durchaus widerspr&#252;chlich – mit Verweisen auf den Wert „ehrlicher Arbeit“ – in der Gegen&#252;berstellung zum „Nichtstun“ „unf&#228;higer Manager“ – sowie z.T. durchaus zeitgem&#228;&#223;en Forderungen (z.B. „volle sozialrechtliche Absicherung f&#252;r atypische Arbeitsverh&#228;ltnisse“, „Schluss mit AMS-Kurs-Schikanen“) um die Gruppe der Lohnabh&#228;ngigen sowie den (potentiell) vom sozialen Abstieg bedrohten „Mittelstand“ geworben. Zum anderen standen auff&#228;llig stark SeniorInnen, Familien sowie junge W&#228;hlerInnen (inkl. Straches n&#228;chtlicher Diskobesuche, dilettantischer Rapeinlagen und „HC-Comic“) im Fokus der Agitation, die sich ganz allgemein um die „sozial Schwachen“ bem&#252;hte.<br />
Ist diese Vorgehensweise bereits aus der Vergangenheit bekannt, so gilt dies umso mehr f&#252;r die Praxis, soziale Fragen nationalistisch und (kultur-)rassistisch zu rahmen. Insofern wiederholte die FP&#214; in den letzten Monaten mit ihren Forderungen, den Zugang zu Elterngeld, Kinderbetreuungspl&#228;tzen oder Gemeindewohnungen an die Staatsb&#252;rgerschaft zu koppeln und an „unsere Jugend“ statt – wie die SP&#214; – an „Zuwanderung“ zu glauben (FP&#214; Wien) ebenso ein bew&#228;hrtes Erfolgsrezept wie mit dem Slogan „Arbeitspl&#228;tze zuerst f&#252;r die heimische Bev&#246;lkerung!“ (FP&#214; Steiermark). Als neues Agitationsfeld entpuppte sich hier die f&#252;r 1. Mai 2011 bzw. 2014 geplante vollst&#228;ndige Arbeitsmarkt&#246;ffnung f&#252;r Besch&#228;ftigte aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten: Neben der Ank&#252;ndigung eines Volksbegehrens zu diesem Thema</em><a title="anm_63" name="anm_63" href="#anm63"><sup>63</sup></a> versuchte die FP&#214; mit der best&#228;ndigen Warnung vor Lohndumping, einem Anstieg der Arbeitslosigkeit unter &#214;sterreicherInnen sowie einer „Ausnutzung unseres Sozialsystems“ die Krisen&#228;ngsten der Bev&#246;lkerung in nationalistische und (kultur-)rassistische Bahnen zu lenken und sich so als <em>Soziale </em>Heimat<em>partei</em> zu profilieren.</em><a title="anm_64" name="anm_64" href="#anm64"><sup>64</sup></a></p>
<p><strong>Rassistische Hetze</strong><br />
Grunds&#228;tzlich agiert die FP&#214; in ganz &#214;sterreich nach diesem Muster – nicht umsonst hat Strache f&#252;r 2011 bereits eine bundesweite Neuauflage des so genannten „Ausl&#228;ndervolksbegehrens“ von 1993 angek&#252;ndigt</em><a title="anm_65" name="anm_65" href="#anm65"><sup>65</sup></a>. Dennoch fand diese Strategie – verkn&#252;pft mit rassistischen Sicherheitsdiskursen – zuletzt in den an „Osteuropa“ angrenzenden Bundesl&#228;ndern Burgenland und Wien ihren traurigen H&#246;hepunkt. Dabei konnte die burgenl&#228;ndische FP&#214; mit dem Slogan „Heimat sch&#252;tzen – Grenze dicht“ nicht nur eine der gr&#246;&#223;ten sprachlichen Geschmacklosigkeiten f&#252;r sich reklamieren. Mit ihrer Agitation gegen ein m&#246;gliches Asylaufnahmezentrum in Eberau bewies sie vielmehr auch, dass die FP&#214; nicht unbedingt soziale Themen im engeren Sinn ben&#246;tigt, um rassistische Hetze zu betreiben. Dies unterstrichen nicht zuletzt die Wahlk&#228;mpfe in Steiermark und v.a. in Wien, wo unter der &#220;berschrift „Mehr Mut f&#252;r unser, Wiener Blut‘. Zu viel Fremdes tut niemandem gut“ ganz bewusst mit der unscharfen Grenze zwischen kulturellem und biologischen Rassismus</em><a title="anm_66" name="anm_66" href="#anm66"><sup>66</sup></a> gespielt wurde. An dieser Kampagne, die de facto in erster Linie um islamophobe, antimuslimische Stereotype und Ressentiments kreiste, war zumindest dreierlei bemerkenswert: <em>erstens </em>der bereits aus der Vergangenheit bekannte Versuch, „gut integrierte und t&#252;chtige Zuwanderer“ gegen „Islamisten“ und „Schwarze Schafe, die nur unseren Sozialstaat ausn&#252;tzen“, auszuspielen, um so und mit Hilfe gezielt eingesetzter Symbole wie Straches serbisch-orthodoxen Gebetsarmband einzelne MigrantInnen-Gruppen als W&#228;hlerInnen zu gewinnen;</em><a title="anm_67" name="anm_67" href="#anm67"><sup>67</sup></a> <em>zweitens </em>die Fortsetzung der Fokussierung auf familien-, jugend- und bildungspolitische sowie allgemein soziale Themen, z.B. in der Warnung vor „t&#252;rkischen Schulen“ oder den Forderungen nach einer „Streichung von Familienleistungen bei Deutschverweigerung“ sowie der Einf&#252;hrung einer H&#246;chstquote pro Klasse f&#252;r Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache; schlie&#223;lich war es <em>drittens </em>bemerkenswert, mit welcher Selbstverst&#228;ndlichkeit die FP&#214; zur Begr&#252;ndung ihrer explizit rassistischen Forderungen z.B. nach einem „Bauverbot f&#252;r Minarette und Islamzentren“ oder einem „Kopftuchverbot im &#246;ffentlichen Raum“ pl&#246;tzlich die Verteidigung von „Freiheit“ sowie „Menschen- bzw. Frauenrechten“ f&#252;r sich entdeckte und wie leicht es ihr dabei fiel, sich auf die &#196;u&#223;erungen bekannter Pers&#246;nlichkeiten wie Henryk M. Broder oder Alice Schwarzer zu berufen.</p>
<p><strong>Ber&#252;hrungspunkte zum (Neo-)Nazismus</strong><br />
Auch wenn letztere &#252;ber diese Vereinnahmung Unmut &#228;u&#223;erten</em><a title="anm_68" name="anm_68" href="#anm68"><sup>68</sup></a>, so schafft gerade die Verallgemeinerung antimuslimischer Stereotype und Ressentiments durch Personen, die – wie eben Schwarzer, Broder oder in j&#252;ngster Vergangenheit Thilo Sarrazin – als vermeintlich seri&#246;se KritikerInnen des „Islamismus“ auftreten, ein gesellschaftliches Klima, in dem es sich eine Partei wie die FP&#214; erlauben kann, mit einem Spiel wie „Moschee-Baba“ auf Stimmenfang zu gehen. Ziel dieses Spieles der steirischen FP&#214; ist es, die in einer alpinen Landschaft zwischen der Grazer Silhouette emporwachsenden Minarette und Moscheen bzw. die auf diesen erscheinenden Muezzins mit dem Cursor abzuschie&#223;en und damit Punkte zu sammeln. Dass „Moschee-Baba“, nachdem es infolge der Einschaltung der Staatsanwaltschaft nach wenigen Tagen vom Netz genommen wurde, kurz darauf wieder auf <em>Alpen-Donau.Info</em> online ging</em><a title="anm_69" name="anm_69" href="#anm69"><sup>69</sup></a>, spricht ebenso f&#252;r sich, wie der Umstand, dass der steirische RfW-Funktion&#228;r G&#252;nther Harnuss diese und andere Naziseiten auf seinem &#246;ffentlich zug&#228;nglichen <em>Facebook</em>-Account verlinkte und dies mit seinem „Privatinteresse“ verteidigte.</em><a title="anm_70" name="anm_70" href="#anm70"><sup>70</sup></a> Derlei direkte ideologische und personelle Kontinuit&#228;ten zum (Neo-)Nazismus beschr&#228;nken sich freilich nicht auf die untere Funktion&#228;rsebene. Wenn jemand, der wie Gunter Hadwiger glaubt, am Nationalsozialismus w&#228;re „nicht wirklich alles schlecht [gewesen]“, designierter steirischer FP&#214;-Landtagsabgeordnete ist</em><a title="anm_71" name="anm_71" href="#anm71"><sup>71</sup></a>, und mit Gerhard Kurzmann ein &#252;berzeugtes Mitglied der rechtsextremen Waffen-SS-Veteranenorganisation <em>Kameradschaft IV</em> Spitzenkandidat und Landesparteiobmann sein kann</em><a title="anm_72" name="anm_72" href="#anm72"><sup>72</sup></a>, dann verweist dies vielmehr ebenso auf die fortgesetzte Macht des deutschnational-burschenschaftlichen und neonazistischen Fl&#252;gels innerhalb der Partei wie die FP&#214;-KandidatInnen-Liste f&#252;r die Wien-Wahl. Hier nehmen vor den VertreterInnen gem&#228;&#223;igt-rechter oder (wirtschafts-)liberaler Positionen zwei Kandidaten die Listenpl&#228;tze unmittelbar hinter Strache ein, die selbst innerhalb der FP&#214; als Rechtsau&#223;en gelten: Vilimsky und der neue starke Mann innerhalb der Wiener FP&#214;, der ehemalige RFJ-Bundesobmann Johann Gudenus. Letzterer ist nicht nur der Sohn des wegen NS-Wiederbet&#228;tigung verurteilten fr&#252;heren FP&#214;-Nationalratsabgeordneten John Gudenus, sondern selbst bereits durch die Warnung vor einer „voll einsetzenden Umvolkung“ oder die Forderung nach einer Kondomsteuer zur Erh&#246;hung der Geburtenrate „echter“ &#214;sterreicher auff&#228;llig geworden.</em><a title="anm_73" name="anm_73" href="#anm73"><sup>73</sup></a></p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Fasst man die Entwicklung der FP&#214; seit der Schlappe bei der Bundespr&#228;sidentInnenwahl und dem folgenden kurzfristigen Aufbrechen der parteiinternen Widerspr&#252;che zusammen, entsteht das Bild einer starken Kontinuit&#228;t. Weder in der Art ihrer Agitation, ihrer Selbstdarstellung und ihren Inhalten, noch in ihrem Verh&#228;ltnis zu deutschnationalem Revisionismus und Neonazismus hat sich ma&#223;geblich etwas ver&#228;ndert. Leider gilt dieses Fazit auch f&#252;r ihre Ergebnisse bei Landtagswahlen. Wie die Resultate im Burgenland im Mai (9%; +3,2%) und der Steiermark im September (10,8%; +6,3%) zeigen, waren all jene voreilig, die von den Wahlergebnissen im Fr&#252;hjahr dieses Jahres auf ein grunds&#228;tzliches Ende der Erfolgsgeschichte der Strache-FP&#214; geschlossen hatten. Offensichtlich ist es der Partei vielmehr gelungen, sich nach der Rosenkranz-Schlappe intern soweit zu konsolidieren, dass ihre strategische Ausrichtung weiter zu greifen vermag. Daf&#252;r spricht, dass sich an der sozialen Zusammensetzung der W&#228;hlerInnen und den Gr&#252;nden, warum die FP&#214; gew&#228;hlt wird, kaum etwas ge&#228;ndert hat und die Partei nach wie vor von ihrer Inszenierung als <em>Soziale Heimatpartei</em> profitieren kann.</em><a title="anm_74" name="anm_74" href="#anm74"><sup>74</sup></a> Da die vorliegende Ausgabe unmittelbar vor den Wien-Wahlen in Druck geht, k&#246;nnen wir &#252;ber das Ergebnis nur Vermutungen anstellen. Allerdings w&#228;ren wir (positiv) &#252;berrascht, sollte die FP&#214; die anvisierten 20% nicht deutlich &#252;bertreffen.<br />
Dar&#252;ber, wie sich die Situation nach den Wien-Wahlen entwickelt, kann zum jetzigen Zeitpunkt zwar nur spekuliert werden. Geht man aber davon aus, dass die FP&#214; an ihrer strategischen Ausrichtung nichts Wesentliches &#228;ndert und es ihr mehr oder minder gelingt, ihre internen Widerspr&#252;che am Aufbrechen zu hindern, scheint ihr bundesweiter Aufstieg zur Gro&#223;partei nicht unrealistisch. Dies gilt umso mehr, als sich mit den anstehenden Sparpaketen nicht nur allgemein die soziale Krise versch&#228;rfen und die Verunsicherung erh&#246;hen, sondern insbesondere die SP&#214; weiter an Glaubw&#252;rdigkeit verlieren wird. Wenn die VertreterInnen der b&#252;rgerlichen Parteien zudem, wie zuletzt der steirische Landeshauptmann und SP&#214;-Schwergewicht Franz Voves, die inhaltliche und personelle Anbiederung an die rechtsextreme FP&#214; fortsetzen und der Partei so den Schein demokratischer Legitimit&#228;t verleihen, wird man sich &#252;ber weitere Erfolge nicht wundern d&#252;rfen. Wann diese auf Bundesebene in eine Regierungsbeteiligung m&#252;nden k&#246;nnen, h&#228;ngt wesentlich davon ab, ob die FP&#214; – wie schon Ende der 1990er Jahre – f&#252;r das b&#252;rgerliche Lager zur Machtoption wird. Statt sich im Kampf gegen die FP&#214; also auf die b&#252;rgerlichen Parteien zu verlassen, w&#228;re es notwendig, eine linke Alternative zur SP&#214; auf den Weg zu bringen, um das gesellschaftliche Kr&#228;fteverh&#228;ltnis nach links zu verschieben. Die beste antirassistische und antifaschistische Strategie ist immer noch der Aufbau einer organisierten, starken und handlungsf&#228;higen Linken.</p>
<p><strong>Anmerkungen</strong><br />
<a title="anm1" name="anm1" href="#anm_1">1</a> vgl. Fuchs, Daniel/Wiegand, Felix: FP&#214;: Rechts extrem erfolgreich, in: Perspektiven Nr. 8 (2009). S. 4–15<br />
<a title="anm2" name="anm2" href="#anm_2">2</a> ebd., S. 6ff.<br />
<a title="anm3" name="anm3" href="#anm_3">3</a> Auf das BZ&#214; wird in diesem Artikel nicht weiter eingegangen, weil die Partei nach dem Tod ihrer F&#252;hrerfigur Haider sowie der de facto Wiedervereinigung von FP&#214; und BZ&#214; in K&#228;rnten weder in der Bundespolitik noch innerhalb des Dritten Lagers noch eine bedeutende Rolle spielt.<br />
<a title="anm4" name="anm4" href="#anm_4">4</a> Nicht umsonst denken Teile der rechtsextremen NPD in Deutschland dar&#252;ber nach, sich mit Hilfe dieses Namenszusatzes einen modernen und gem&#228;&#223;igten Anstrich zu geben (vgl. S&#252;ddeutsche Zeitung, 06.06.2010, unter: http://www.sueddeutsche.de/bayern/parteitag-der-npd-in-bamberg-zwischen-fusion-und-konfusion-1.954345).<br />
<a title="anm5" name="anm5" href="#anm_5">5</a> Diese und alle in der Folge nicht ausgewiesenen Zitate stammen von Wahlplakaten, -foldern und -kampagnen der FP&#214; und sind unter  http://www.fpoe.at und http://www.hcstrache.at sowie den Seiten der FP&#214;-Landesverb&#228;nde nachzulesen.<br />
<a title="anm6" name="anm6" href="#anm_6">6</a> Herbert Kickl bei der Vorstellung der FP&#214;-Kampagne, unter: http://www.youtube.com/watch?v=5FA02cF0eOw&#038;feature=related<br />
<a title="anm7" name="anm7" href="#anm_7">7</a> http://www.banken-sollen-selber-zahlen.at<br />
<a title="anm8" name="anm8" href="#anm_8">8</a> Die Kategorie „Arbeiter“ wird in der dominanten Wahlforschung zumeist nicht oder nur unklar bestimmt, Prozesse der Klassenneuzusammensetzung bleiben weitgehend ausgeklammert (vgl. Atzm&#252;ller, Roland: Wie macht man eine Arbeiterpartei? in: grundrisse. Zeitschrift f&#252;r linke theorie und debatte, 4 (2002), unter: http://www.grundrisse.net/grundrisse04/4arbeiterpartei.htm).<br />
<a title="anm9" name="anm9" href="#anm_9">9</a> vgl. die Analysen von SORA zu den genannten Wahlen unter: http://www.sora.at/themen/wahlverhalten/wahlanalysen/eu-wahl09.html; http://www.sora.at/themen/wahlverhalten/wahlanalysen/ltw-vbg09.html; http://www.sora.at/themen/wahlverhalten/wahlanalysen/ltw-ooe09.html<br />
<a title="anm10" name="anm10" href="#anm_10">10</a> vgl. z.B. M&#246;lzer, Andreas: Was hei&#223;t hier „soziale Heimatpartei“? Der „kleine Mann“ und die FP&#214; als Arbeiterpartei neuen Typs, unter: http://www.andreas-moelzer.at/index.php?id=485<br />
<a title="anm11" name="anm11" href="#anm_11">11</a> vgl. Schiedel, Heribert: Der rechte Rand. Extremistische Gesinnungen in unserer Gesellschaft, Wien 2007; sowie Schiedel, Heribert: Zwischen Hegemonie und Gewalt, in: Kulturrisse, 0210 (2010), unter: http://igkultur.at/igkultur/kulturrisse/1277469129/1277472076<br />
<a title="anm12" name="anm12" href="#anm_12">12</a> Arlt, Erwin: Raubtierkapitalismus auf dem Vormarsch, in: Die Aula, Juni 2010, S. 25<br />
<a title="anm13" name="anm13" href="#anm_13">13</a> Hamer, Eberhard: Es knirscht nicht nur in Griechenland, in: Die Aula, M&#228;rz 2010, S. 26<br />
<a title="anm14" name="anm14" href="#anm_14">14</a> Reisegger, Gerhoch: Zins als Wucher gesetzlich verbieten, in: Die Aula, M&#228;rz 2010, S. 28<br />
<a title="anm15" name="anm15" href="#anm_15">15</a> F&#252;r detaillierte Informationen zum Inhalt sowie dem personellen und organisatorischen Umfeld der Seite vgl. http://www.stopptdierechten.at/think/88-fragen-zu-alpen-donau<br />
<a title="anm16" name="anm16" href="#anm_16">16</a> Alpen-Donau.Info: Wirtschaft-Bankenwesen, unter: http://www.alpen -donau.info/WP/wirtschaft<br />
<a title="anm17" name="anm17" href="#anm_17">17</a> vgl. z.B. St&#252;tzel, Kevin: Antikapitalismus von rechts?, in: rls Standpunkte, 13/2007; RSO (Hg.): „Antikapitalismus“ von Rechts. Von SA bis NPD: Geschichte, Politik, Theorie und Elend des „nationalen Sozialismus“, in: Marxismus Nr. 25 (2009)<br />
<a title="anm18" name="anm18" href="#anm_18">18</a> vgl. Alpen -Donau.Info: Sozial geht nur national!, unter: http://www.alpen -donau.info/WP/2010/05/sozial-geht-nur-national<br />
<a title="anm19" name="anm19" href="#anm_19">19</a> Reisegger, Gerhoch: Antwort auf ‚Zinseszins t&#246;tet Marktwirtschaft‘ von W. Hofer, in: Die Aula, J&#228;nner 2010, S. 8<br />
<a title="anm20" name="anm20" href="#anm_20">20</a> Hamer 2010, a.a.O., S. 26<br />
<a title="anm21" name="anm21" href="#anm_21">21</a> Alpen -Donau.Info: Wirtschaft-Bankenwesen, unter: http://www.alpen -donau.info/WP/wirtschaft<br />
<a title="anm22" name="anm22" href="#anm_22">22</a> ebd.<br />
<a title="anm23" name="anm23" href="#anm_23">23</a> Alpen -Donau.Info: Perverse P&#228;dagogen, unter: http://www.alpen -donau.info/WP/weltanschauung/perverse-padagogen<br />
<a title="anm24" name="anm24" href="#anm_24">24</a> Virchow, Fabian: Von der „antikapitalistischen Sehnsucht des deutschen Volkes“, in: UTOPIE kreativ, Heft 198 (April 2007), S. 359<br />
<a title="anm25" name="anm25" href="#anm_25">25</a> vgl. Alpen -Donau.Info: Kommunismus ist keine L&#246;sung!, unter: http://www.alpen -donau.info/WP/2009/12/kommunismus-ist-keine-losung; Alpen -Donau.Info: Sozial geht nur national!, unter: http://www.alpen -donau.info/WP/2010/05/sozial-geht-nur-national; Alpen -Donau.Info: Das Prinzip der schaffenden Gemeinschaft, unter: http://www.alpen -donau.info/WP/2009/10/das-prinzip-der-schaffenden-gemeinschaft<br />
<a title="anm26" name="anm26" href="#anm_26">26</a> vgl. http://www.rfw.at<br />
<a title="anm27" name="anm27" href="#anm_27">27</a> vgl. Die Presse, 28.04.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/561582/index.do?from=simarchiv<br />
<a title="anm28" name="anm28" href="#anm_28">28</a> vgl. die Themenschwerpunkte im Programm des RfW, unter: http://www.rfw.at<br />
<a title="anm29" name="anm29" href="#anm_29">29</a> Wirtschaftsliste Salzburg (RfW), unter: http://blog.wirtschaftsliste.at<br />
<a title="anm30" name="anm30" href="#anm_30">30</a> RfW: Neudeck: Leere Versprechungen der WK&#214; bez&#252;glich BASEL II, OTS 11.03.2009, unter: http://derstandard.at/1234509181491<br />
<a title="anm31" name="anm31" href="#anm_31">31</a> RfW: Vertrauenskrise in die Politik verlangt nach Notgesetzgebung!, unter: http://rfw-daten.com/fileadmin/Resolutionen/Resolution_-_Vertrauenskrise_in_die_Politik_verlangt_nach_Notgesetzgebung1.pdf<br />
<a title="anm32" name="anm32" href="#anm_32">32</a> Amann, Fritz: Wirtschaftskrise muss mit innerbetrieblichen Vereinbarungen bew&#228;ltigt werden!, in: Wirtschaftsinfo, 2/2010, S. 3, unter: http://rfw-daten.com/fileadmin/infomail/2010/wirtschaftsinfo-2010-2-Newsletter_Layout_2.pdf<br />
<a title="anm33" name="anm33" href="#anm_33">33</a> Krenn, Matthias: Fraktionserkl&#228;rung zur neuen Funktionsperiode der WK&#214;, in: Wirtschaftsinfo, 3/2010, S. 5, unter: </p>
<p>http://rfw-daten.com/fileadmin/infomail/2010/wirtschaftsinfo-2010-3-Newsletter1.pdf</p>
<p><a title="anm34" name="anm34" href="#anm_34">34</a> Alle hier aufgelisteten Forderungen entstammen den Presse-Aussendungen des RFW, dem RFW-Newsletter Wirtschaftsinfo, den Antr&#228;gen des RFW an das Wirtschaftsparlament sowie Interviews mit RFW-Funktion&#228;rInnen; sie alle sind online abrufbar unter: http://www.rfw-daten.com<br />
<a title="anm35" name="anm35" href="#anm_35">35</a> Amann, Fritz: Gegen Zwang und f&#252;r freies Unternehmertum. Interview gemeinsam mit Matthias Krenn, in: Wirtschaftsinfo, 2/2010, S. 5, unter: http://rfw-daten.com/fileadmin/infomail/2010/wirtschaftsinfo-2010-2-Newsletter_Layout_2.pdf<br />
<a title="anm36" name="anm36" href="#anm_36">36</a> ebd.<br />
<a title="anm37" name="anm37" href="#anm_37">37</a> vgl. Das Kleine Blatt, 17. Juli 2009, unter: http://rfw-daten.com/fileadmin/presse/Pressestimmen/2009/Das_kleine_Blatt_-_17.7.2009.pdf<br />
<a title="anm38" name="anm38" href="#anm_38">38</a> vgl. Die Presse, 05.03.2010, unter: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/544279/index.do?from=suche.intern.portal; Die Presse, 30.01.2010, unter: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/kordiconomy/536419/index.do<br />
<a title="anm39" name="anm39" href="#anm_39">39</a> vgl. Der Standard, 30./31.08.2008, unter: http://derstandard.at/1219938496698<br />
<a title="anm40" name="anm40" href="#anm_40">40</a> vgl. z. B. die &#196;u&#223;erungen Straches zu seinem Team f&#252;r die Wien-Wahl, Die Presse, 28.04.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/561356/index.do?from=suche.intern.porta<br />
<a title="anm41" name="anm41" href="#anm_41">41</a> vgl. Die Presse, 14.03.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/546230/index.do?from=suche.intern.portal; Der Standard, 22.03.2010, unter: http://derstandard.at/1269045577451/Maerz-Wahlen-FPOe-relativ-schwach<br />
<a title="anm42" name="anm42" href="#anm_42">42</a> vgl. Die Presse, 11.05.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/hofburgwahl/564415/index.do<br />
<a title="anm43" name="anm43" href="#anm_43">43</a> vgl. SORA-Wahlanalyse, unter: http://www.sora.at/themen/wahlverhalten/wahlanalysen/bpw10.html<br />
<a title="anm44" name="anm44" href="#anm_44">44</a> vgl. ebd.<br />
<a title="anm45" name="anm45" href="#anm_45">45</a> vgl. Der Standard, 01.03.2010, unter: http://derstandard.at/1267131962381/Rosenkranz-Ein-Angebot-aus-dem-rechten-Eck; Der Freitag, 01.04.2010, unter: http://www.freitag.de/datenbank/freitag/2010/13/fpoe-strache-praesidentenwahl-oesterreich/print; Die Presse, 13.04.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/hofburgwahl/557830/index.do?from=simarchiv;<br />
<a title="anm46" name="anm46" href="#anm_46">46</a> vgl. orf.at, 21.09.2009, unter: http://vorarlberg.orf.at/stories/391276<br />
<a title="anm47" name="anm47" href="#anm_47">47</a> vgl. Die Presse, 26.04.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/hofburgwahl/560908/index.do<br />
<a title="anm48" name="anm48" href="#anm_48">48</a> vgl. Die Presse, 27.04.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/561228/index.do?direct=561133&#038;_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/561133/index.do&#038;selChannel=<br />
<a title="anm49" name="anm49" href="#anm_49">49</a> RfW: RfW-Bundespr&#228;sidium fordert R&#252;ckbesinnung auf wirtschaftsliberale Grunds&#228;tze! W&#228;hler brauchen ein liberaleres freiheitliches Angebot an die Mitte, unter:</p>
<p>http://rfw-daten.com/index.php?id=101&#038;tx_ttnews[pS]=1270072800&#038;tx_ttnews[pL]=2591999&#038;tx_ttnews[arc]=1&#038;tx_ttnews[tt_news]=501&#038;tx_ttnews[backPid]=241&#038;cHash=b5cd5a4a0a</p>
<p><a title="anm50" name="anm50" href="#anm_50">50</a> vgl. Die Presse, 30.07.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/kulisse/584453/index.do?from=suche.intern.portal<br />
<a title="anm51" name="anm51" href="#anm_51">51</a> vgl. Die Presse, 28.04.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/561356/index.do?from=suche.intern.portal; Die Presse, 11.05.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/564402/index.do?from=suche.intern.portal<br />
<a title="anm52" name="anm52" href="#anm_52">52</a> vgl. Der Standard, 14.05.2010, unter: http://derstandard.at/1271376608706/Noch-ein-Alter-Herr-fuer-die-erste-Reihe<br />
<a title="anm53" name="anm53" href="#anm_53">53</a> So hatten einige Tiroler FP&#214;-Funktion&#228;re alle Parteien seit 1945 als unw&#228;hlbar bezeichnet und sich damit ger&#252;hmten, den Kinderwagen einer T&#252;rkin &#252;ber eine Stiege geworfen zu haben (vgl. Tiroler Tageszeitung, 03.05.2010, unter: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/&#220;berblick/Politik/PolitikTirol/658117-6/fp-putschversuch-der-ist-uns-nicht-weggestorben.csp; Tiroler Tageszeitung, 20.05.2010, unter: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/&#220;berblick/Politik/PolitikTirol/731790-6/fpler-warf-kinderwagen-von-t&#252;rkin-&#252;ber-stiege&#8211;ausschluss.csp).<br />
<a title="anm54" name="anm54" href="#anm_54">54</a> vgl. Tiroler Tageszeitung, ohne Datum, unter: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/&#220;berblick/Politik/PolitikTirol/PolitikTirolContainer/667865-8/ehemaliger-fp&#246;-jugend-droht-anzeige-bei-staatsanwaltschaft.csp; Tiroler Tageszeitung, ohne Datum, unter: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/&#220;berblick/Politik/PolitikTirol/PolitikTirolContainer/746232-8/wiederbet&#228;tigungsverdacht-im-jugendzentrum-der-fp&#246;.csp<br />
<a title="anm55" name="anm55" href="#anm_55">55</a> vgl. Schiedel 2010, a.a.O.<br />
<a title="anm56" name="anm56" href="#anm_56">56</a> vgl. Der Standard, 27.08.2010, unter: http://derstandard.at/1282273681506/Tiroler-Ex-FPOe-Funktionaere-unterstuetzen-Revisionisten<br />
<a title="anm57" name="anm57" href="#anm_57">57</a> Der Standard, 16.05.2010, unter: http://derstandard.at/1271376658895/Zitate-der-Woche-Bruch-mit-Burschenschaften-ist-ein-Wunschdenken?_slideNumber=4&#038;_seite=1&#038;sap=2<br />
<a title="anm58" name="anm58" href="#anm_58">58</a> vgl. Der Standard, 11.05.2010, unter: http://derstandard.at/1271376380619/Die-Geister-die-er-rief<br />
<a title="anm59" name="anm59" href="#anm_59">59</a> vgl. Die Presse, 11.05.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/564240/index.do?direct=564402&#038;_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/564402/index.do&#038;selChannel=; Die Presse, 12.05.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/564557/index.do<br />
<a title="anm60" name="anm60" href="#anm_60">60</a> vgl. Die Presse, 11.05.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/564402/index.do?from=suche.intern.portal; Die Presse, 27.04.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/561133/index.do?from=simarchiv<br />
<a title="anm61" name="anm61" href="#anm_61">61</a> vgl. Der Standard, 11.05.2010, unter: http://derstandard.at/1271376380619/Die-Geister-die-er-rief<br />
<a title="anm62" name="anm62" href="#anm_62">62</a> vgl. Die Presse, 11.05.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/564402/index.do?from=suche.intern.portal<br />
<a title="anm63" name="anm63" href="#anm_63">63</a> vgl. Der Standard, 17.07.2010, unter: http://derstandard.at/1277338340363/Arbeitsmarktoeffnung-FPOe-Burgenland-plant-Volksbegehren<br />
<a title="anm64" name="anm64" href="#anm_64">64</a> vgl. z. B. die Wahlkampagne in Wien oder die FP&#214;-Agitation im Nationalrat (vgl. Der Standard, 16.06.2010, unter: http://derstandard.at/1276413231705/Nationalrat-stellte-dringliche-Anfrage-an-Hundstorfer).<br />
<a title="anm65" name="anm65" href="#anm_65">65</a> vgl. Der Standard, 14.07.2010, unter: http://derstandard.at/1277338094472/Strache-plant-neues-Anti-Auslaender-Volksbegehren<br />
<a title="anm66" name="anm66" href="#anm_66">66</a> vgl. Asenbaum, Maria/Wiegand, Felix: Islamophobie und die Kulturen des Rassismus, in: Perspektiven Nr. 4 (2008). S. 8–17<br />
<a title="anm67" name="anm67" href="#anm_67">67</a> vgl. Rajkovi&#196;, Amar/Niżnik, Iga: Der Kampf um die Ausl&#228;nder, in: Biber, 07(2010), unter: http://www.dasbiber.at/content/der-kampf-um-die-ausl&#228;nder; Die Presse, 20.02.2008, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/364103/index.do<br />
<a title="anm68" name="anm68" href="#anm_68">68</a> vgl. Die Presse, ohne Datum, unter: http://diepresse.com/home/politik/wienwahl/597757/index.do?_vl_backlink=/home/index.do<br />
<a title="anm69" name="anm69" href="#anm_69">69</a> vgl. Der Standard, 06.09.2010, unter: http://derstandard.at/1282978957343/Moschee-baba-Verbotenes-FPOe-Spiel-auf-Neonazi-Homepage-wieder-online<br />
<a title="anm70" name="anm70" href="#anm_70">70</a> vgl. Der Standard, 04.06.2010, unter http://derstandard.at/1271378113365/FPOeler-ist-aus-Privatinteresse-mit-einer-Neonazi-Homepage-verlinkt<br />
<a title="anm71" name="anm71" href="#anm_71">71</a> vgl. Die Presse, 29.09.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/steiermarkwahl/597943/index.do?from=simarchiv<br />
<a title="anm72" name="anm72" href="#anm_72">72</a> vgl. Alles, was rechts ist. &#220;ber Haider-Kult und Waffen-SS: Gerald Grosz (BZ&#214;) und Gerhard Kurzmann (FP&#214;) im Falter-Sommergespr&#228;ch, in Falter, Nr. 31/10, S. 40f., unter: http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1204; zum rechtsextremen Charakter der Kameradschaft IV vgl. http://www.doew.at/frames.php?/projekte/rechts/organisation/kamerad.html<br />
<a title="anm73" name="anm73" href="#anm_73">73</a> vgl. Die Presse, 19.06.2010, unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/575090/index.do?from=simarchiv; Die Presse, 25.08.2010, unter: http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/589753/index.do?from=simarchiv; Die Presse, ohne Datum, unter: http://diepresse.com/home/politik/wienwahl/589672/index.do#kommentar0<br />
<a title="anm74" name="anm74" href="#anm_74">74</a> vgl. die SORA-Wahlanalysen unter: http://www.sora.at/themen/wahlverhalten/wahlanalysen/ltw-bgld10.html; http://www.sora.at/themen/wahlverhalten/wahlanalysen/ltw-stmk10.html</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.perspektiven-online.at/2010/10/15/die-fpoe-nutzniesserin-der-krise/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Thesen zur Wien-Wahl 2010</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2010/08/26/thesen-zur-wien-wahl-2010/</link>
		<comments>http://www.perspektiven-online.at/2010/08/26/thesen-zur-wien-wahl-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 11:54:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>felix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgaben]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven Nr. 11]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Neoliberalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[SPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.perspektiven-online.at/?p=996</guid>
		<description><![CDATA[Die Wien-Wahl ist ein entscheidender Gradmesser f&#252;r die politische Situation in &#214;sterreich. Wie und mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten der Wahlkampf gef&#252;hrt wird und welche Politik die Stadt in den n&#228;chsten Jahren pr&#228;gt, ist nicht nur f&#252;r alle in Wien lebenden Menschen von gro&#223;er Bedeutung, sondern hat weit &#252;ber den lokalen Kontext hinaus Signalwirkung. In zugespitzter Form schlagen sich bei dieser Wahl die parteipolitischen Tendenzen der letzten Jahre und Jahrzehnte nieder: Aufgrund ihrer anhaltenden Krise ist die Sozialdemokratie mehr denn je vom Erhalt ihrer starken Machtposition und des Mythos Rotes Wien abh&#228;ngig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Wien-Wahl ist keine Wahl wie jede andere.</strong></p>
<p>Die Wien-Wahl ist ein entscheidender Gradmesser f&#252;r die politische Situation in &#214;sterreich. Wie und mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten der Wahlkampf gef&#252;hrt wird und welche Politik die Stadt in den n&#228;chsten Jahren pr&#228;gt, ist nicht nur f&#252;r alle in Wien lebenden Menschen von gro&#223;er Bedeutung, sondern hat weit &#252;ber den lokalen Kontext hinaus Signalwirkung. In zugespitzter Form schlagen sich bei dieser Wahl die parteipolitischen Tendenzen der letzten Jahre und Jahrzehnte nieder: Aufgrund ihrer anhaltenden Krise ist die Sozialdemokratie mehr denn je vom Erhalt ihrer starken Machtposition und des Mythos Rotes Wien abh&#228;ngig. Gleichzeitig verfolgt die FP&#214; – als <em>der</em> Kristallisationspunkt der extremen Rechten in &#214;sterreich – explizit die Strategie, &#252;ber einen (Achtungs-)Erfolg in Wien die politischen Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse in ganz &#214;sterreich weiter nach rechts zu verschieben. F&#252;r Bundes- und Landesparteiobmann Heinz-Christian Strache ist es sogar erkl&#228;rtes Ziel, das Amt des Wiener B&#252;rgermeisters zum Ausgangspunkt f&#252;r eine erfolgreiche Bundeskanzler-Kandidatur zu machen. Infolgedessen wird der von Strache ausgerufene „Kampf um Wien“ zum wichtigen Pr&#252;fstein f&#252;r die Schlagkraft linker, antifaschistischer und antirassistischer Politik.</p>
<p><strong>Die Sozialdemokratie befindet sich in einer strukturellen Krise.<span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p>Die europaweite Neoliberalisierung sozialdemokratischer Parteien in Gestalt des so genannten Dritten Weges hat auch vor der SP&#214; nicht halt gemacht. Folglich ist sie mit dem gleichen strukturellen Widerspruch konfrontiert, der sozialdemokratische Politik in ganz Europa seit Jahren pr&#228;gt: Hier die Interessen der ArbeiterInnen und Gewerkschaftsmitglieder als soziale Basis der Sozialdemokratie; und dort neoliberale Politiken, welche die soziale Situation fortw&#228;hrend verschlechtern. Das Ergebnis ist eine tiefgreifende Legitimit&#228;ts- und Repr&#228;sentationskrise sowie ideologische Orientierungslosigkeit der Sozialdemokratie. Ihren Ausdruck findet diese Krise in ausbleibenden Wahlerfolgen, Austrittswellen und dem Fehlen personeller Alternativen. Diese Problematik offenbart sich, wenngleich in abgeschw&#228;chter Form, auch mit Blick auf die Wiener SP&#214;: In Bereichen wie Wohnen, Versorgung, Soziales, Bildung oder Stadtentwicklung verfolgt die Partei auch hier eine neoliberale Politik, die sich negativ auf die soziale Situation vieler BewohnerInnen der Stadt auswirkt. Gleichzeitig versucht sie mit Slogans wie „Wien ist anders“ oder dem st&#228;ndigen Verweis auf die Tradition des Roten Wien sich ihrer sozialen und politischen Basis zu versichern – jedoch mit m&#228;&#223;igem Erfolg.</p>
<p><strong>Die FP&#214; profitiert ma&#223;geblich von der Politisierung der sozialen Frage.</strong></p>
<p>Zwei Jahrzehnte neoliberaler Klassenkampf von oben haben die gesellschaftlichen Ungleichheiten in &#214;sterreich massiv versch&#228;rft. Da die Folgen der aktuellen Wirtschaftskrise – einer der schwersten der letzten 100 Jahre – zunehmend auf die lohnabh&#228;ngig Besch&#228;ftigen abgew&#228;lzt werden, kommt es zu einer tiefgreifenden sozialen Verunsicherung. Unter dieser Voraussetzung kann der parteif&#246;rmige Rechtsextremismus v. a. deshalb &#252;ber seinen deutschnationalen Kern hinaus Anh&#228;ngerInnen gewinnen, weil er in jene Repr&#228;sentationsl&#252;cke st&#246;&#223;t, welche die Krise der Sozialdemokratie hinterl&#228;sst. Indem die FP&#214; die soziale als nationale Frage politisiert, kann sie an den realen Erfahrungen breiter Bev&#246;lkerungsschichten anschlie&#223;en und so die massenhafte Zustimmung zu rechtsextremen Inhalten organisieren. Forderungen wie „Sozialleistungen nur f&#252;r Staatsb&#252;rger! – &#214;sterreicher zuerst“ oder „Arbeitspl&#228;tze f&#252;r unsere Wiener!“ – statt f&#252;r „Gastarbeitslose“ sind beispielhaft f&#252;r diese Strategie. Indem sie Themen wie steigende Lebenshaltungskosten (Strom, Gas, Miete etc.), Kinderbetreuungspl&#228;tze, urbane Gro&#223;projekte, sozialen Wohnbau oder den Alltag im Gr&#228;tzel offensiv thematisiert, versucht die FP&#214; sich auch stadtpolitisch als soziale Alternative zur SP&#214; zu positionieren. Dass dieser Selbstdarstellung als „soziale Partei“ de facto eine wirtschaftsliberale, wohlfahrtsstaatsfeindliche Politik gegen&#252;bersteht, zeigt unter anderem die freiheitliche, wirtschaftspolitische Ausrichtung an den Interessen von Gro&#223;unternehmen und mittelst&#228;ndischen Betrieben.</p>
<p><strong>Wo es an Abgrenzung sowie einem antirassistischen und antifaschistischen Grundkonsens mangelt, wird die extreme Rechte gest&#228;rkt.</strong></p>
<p>Der Aufstieg der FP&#214; zu einer politisch relevanten Kraft ist nicht zuletzt der fehlenden inhaltlichen und personellen Abgrenzung von Seiten anderer Parteien und gesellschaftlicher Kr&#228;fte geschuldet. Wo der Themensetzung der extremen Rechten entsprochen und rassistische Inhalte in die eigene Politik aufgenommen werden oder die FP&#214; als realer oder potentieller politischer Verb&#252;ndeter und Koalitionspartner hofiert wird, kommt es zur Normalisierung und Legitimierung von Rechtsextremismus und Rassismus. Die politischen Koordinaten verschieben sich weiter nach rechts. Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus sind auf diesem Weg ebenso (wieder) salonf&#228;hig geworden wie ein revanchistischer Sicherheitsdiskurs, in dem sich Forderungen nach mehr Polizei und st&#228;rkerer &#220;berwachung des urbanen Raums mit rassistischen Klischees von „osteurop&#228;ischen Bettelbanden“ verbinden. Das Fehlen eines antirassistischen Grundkonsenses macht sich auch dort bemerkbar, wo die allt&#228;gliche rassistische Polizeigewalt samt ihrer t&#246;dlichen Folgen unkommentiert bleibt. Wird demgegen&#252;ber von antirassistischen und antifaschistischen Initiativen und Gruppen versucht, Rassismus zu politisieren und, wie etwa beim WKR-Ball, dem selbstbewussten und offenen Auftreten rechtsextremer und nazistischer Kr&#228;fte entschlossen entgegenzutreten, wird dem mit scharfer Repression begegnet. Die notwendige, auch finanzielle und infrastrukturelle, Unterst&#252;tzung solcher Projekte und Initiativen durch die Stadt bleibt aus.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die FP&#214; muss demaskiert, isoliert und marginalisiert werden.</strong></p>
<p>Die Aff&#228;re um die Pr&#228;sidentschaftskandidatur von Barbara Rosenkranz zeigt auf, welche M&#246;glichkeiten entstehen, wenn die FP&#214; ideologisch entlarvt und somit in Erkl&#228;rungs- und Rechtfertigungsnot gebracht wird. Die Demaskierung von Rosenkranz trug zu einer Schw&#228;chung ihres politischen Auftretens bei und machte einen offensiven Wahlkampf f&#252;r sie schwieriger. Daher ist es entscheidend, neben dem rassistischen und rechtsextremen Charakter der FP&#214; auch die historisch-ideologischen Wurzeln der Partei zu benennen. Diese zeigen sich etwa in ihrer Entstehungsgeschichte aus dem <em>Verband der Unabh&#228;ngigen</em> (VdU), der als Auffangbecken nationalsozialistischer Kader nach 1945 gilt, ihrer aktiven Verbindung zu au&#223;erparlamentarischen rechtsextremen Gruppierungen und in der engen Verkn&#252;pfung ihrer Funktion&#228;rInnen mit dem Lager der deutsch-nationalen Burschenschaften. Gleichzeitig ist es essenziell, eine breite Gegen&#246;ffentlichkeit zur FP-Ideologie und ihrer Pr&#228;senz in Politik und Gesellschaft zu mobilisieren. Ein gro&#223;es, antifaschistisches B&#252;ndnis gegen die FP&#214; und die mit ihr verbundenen rechtsextremen Kreise treibt ihre politische Isolierung voran. Dar&#252;berhinaus k&#246;nnen Mobilisierungen gegen FP&#214;-Auftritte im Kleinen (auf Bezirksebene, bei Infost&#228;nden usw.) wie im Gro&#223;en (durch Demonstrationen, Konzerte oder Blockaden) zu ihrer Demoralisierung und Marginalisierung beitragen. Der &#246;ffentliche Raum darf nicht der extremen Rechten &#252;berlassen werden!</p>
<p>Letztendlich ist es auch wichtig, den institutionell-politischen Einfluss der FP&#214;, z.B. ihren Zugang zu Parteienf&#246;rderung, zu beschneiden. Deshalb macht es auch Sinn, gegen Rechts w&#228;hlen zu gehen, um die Pr&#228;senz von Rassismus und Rechtsextremismus im Rahmen der repr&#228;sentativen Demokratie zur&#252;ckzudr&#228;ngen. <strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die soziale Frage von links stellen.</strong></p>
<p>Wenn die FP&#214; ernsthaft und nachhaltig konfrontiert werden soll, muss auch das zentrale Element ihres Erfolges ausgehebelt werden, also ihre F&#228;higkeit, die soziale Frage nationalistisch und rassistisch zu beantworten und damit Hoheit &#252;ber die Tagesthemen zu beanspruchen. Die Notwendigkeit linker Antworten auf soziale Fragen wird im Kontext der aktuellen Wirtschaftskrise und der Krise der SP&#214; noch akuter. Es bedarf eines aktiven Agendasettings von links, bei dem auch die bundesweiten Diskussionen aufgegriffen werden m&#252;ssen. Brennende Themen sind z.B. die Frage der Wirtschafts- und Finanzpolitik, und in diesem Sinne die Forderung einer Umverteilung von oben nach unten (Verm&#246;genssteuern, Refinanzierung der Universit&#228;ten, bedingungsloses Grundeinkommen, usw.). Andererseits bedarf es auch einer progressiven Thematisierung stadt- und bezirkspolitischer Fragen, wie des Anstiegs der Lebenshaltungskosten, der zunehmenden (Neo-) Liberalisierung der st&#228;dtischen Sozialpolitik oder von Gentrifizierungstendenzen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>(Un-)M&#246;gliche politische Alternativen – Eine Neue Linke ist n&#246;tig.</strong></p>
<p>Es stellt sich die Frage, ob Die Gr&#252;nen angesichts des Versagens der SP&#214; als linke, soziale Kraft und des Aufstiegs der FP&#214; eine Alternative darstellen k&#246;nnen. Auch wenn Die Gr&#252;nen die einzige politisch relevante Partei in &#214;sterreich ist, die so etwas &#196;hnliches wie ein antirassistisches und antifaschistisches Profil besitzt, muss die Frage nach ihrem Potential als linke Alternative verneint werden. Ihre fehlende Verankerung in der ArbeiterInnenklasse und ihre Konzentration auf liberal-b&#252;rgerliche Forderungen sowie ihre Unf&#228;higkeit, antirassistisches Engagement mit einer Diskussion um tats&#228;chliche soziale Alternativen zu verbinden, disqualifiziert sie als ernsthafte linke Kraft, die das existierende politische Vakuum f&#252;llen k&#246;nnte.</p>
<p>Die Wien-Wahl demonstriert dementsprechend erneut die Notwendigkeit des Aufbaus einer Neuen Linken in &#214;sterreich. Diese m&#252;sste antirassistisches Engagement und Konfrontation der extremen Rechten mit der Politisierung der sozialen Frage von unten verbinden und in weiterer Konsequenz auch bei Wahlen eine reale politische Alternative zu rechter Sozialdemagogie und Klassenkampf von oben darstellen k&#246;nnen.</p>
<p><em>Gruppe Perspektiven</em></p>
<p><em> </em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.perspektiven-online.at/2010/08/26/thesen-zur-wien-wahl-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Perspektiven Nr. 8 (Sommer 2009) jetzt komplett online!</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2009/06/25/perspektiven-nr-8-sommer-2009-jetzt-komplett-online/</link>
		<comments>http://www.perspektiven-online.at/2009/06/25/perspektiven-nr-8-sommer-2009-jetzt-komplett-online/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 18:54:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven Nr. 8]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Staatskapitalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.perspektiven-online.at/?p=561</guid>
		<description><![CDATA[Schwerpunkt: Rechtsextremismus und soziale Krise

Die aktuelle Ausgabe von Perspektiven ist nun komplett online zug&#228;nglich:
Daniel Fuchs und Felix Wiegand zum (Wieder-)Aufstieg der FP&#214; &#8211; Robert Eiter im Interview zu Rechtsextremismus in Ober&#246;sterreich &#8211; G.M. Tamas zu Neofaschismus in Ungarn &#8211; Megan Trudell zu Italien unter Berlusconi &#8211; Thomas Reithmayer &#252;ber M&#246;glichkeiten des kritischen Studiums an &#246;sterreichischen Hochschulen &#8211; Mario Becksteiner, Tobias [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Schwerpunkt: Rechtsextremismus und soziale Krise</h3>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.perspektiven-online.at/wp-content/uploads/2009/05/p8-cover-webdings.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-414 aligncenter" title="p8-cover-webdings" src="http://www.perspektiven-online.at/wp-content/uploads/2009/05/p8-cover-webdings-150x150.jpg" alt="p8-cover-webdings" width="153" height="153" /></a></p>
<p><strong>Die aktuelle Ausgabe von Perspektiven ist nun komplett online zug&#228;nglich:</strong></p>
<p>Daniel Fuchs und Felix Wiegand zum <a href="http://www.perspektiven-online.at/?p=461" target="_self">(Wieder-)Aufstieg der FP&#214;</a> &#8211; Robert Eiter im Interview zu <a href="http://www.perspektiven-online.at/?p=472" target="_self">Rechtsextremismus in Ober&#246;sterreich</a> &#8211; G.M. Tamas zu <a href="http://www.perspektiven-online.at/?p=474" target="_self">Neofaschismus in Ungarn</a> &#8211; Megan Trudell zu <a href="http://www.perspektiven-online.at/?p=476" target="_self">Italien unter Berlusconi</a> &#8211; Thomas Reithmayer &#252;ber <a href="http://www.perspektiven-online.at/?p=517" target="_self">M&#246;glichkeiten des kritischen Studiums an &#246;sterreichischen Hochschulen</a> &#8211; Mario Becksteiner, Tobias Boos und Ako Pire zur <a href="http://www.perspektiven-online.at/?p=483" target="_self">doppelten Krise der &#246;sterreichischen Gewerkschaften</a> &#8211; Veronika Duma und Stefan Probst &#252;ber die <a href="http://www.perspektiven-online.at/?p=489" target="_self">Politische &#214;konomie der Sowjetunion</a> &#8211; <a href="http://www.perspektiven-online.at/?cat=9" target="_self">Rezensionen </a>und <a href="http://www.perspektiven-online.at/?cat=47" target="_self">Gustost&#252;ckerl</a></p>
<p><strong>Viel Spa&#223; bei der Lekt&#252;re &#8211; wir freuen uns auf <a href="http://www.perspektiven-online.at/kontakt/" target="_self">Feedback</a>!</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.perspektiven-online.at/2009/06/25/perspektiven-nr-8-sommer-2009-jetzt-komplett-online/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FP&#214;: Rechts extrem erfolgreich</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2009/06/13/fpoe-rechts-extrem-erfolgreich/</link>
		<comments>http://www.perspektiven-online.at/2009/06/13/fpoe-rechts-extrem-erfolgreich/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 12:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Perspektiven Nr. 8]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.perspektiven-online.at/?p=461</guid>
		<description><![CDATA[Die au&#223;ergew&#246;hnliche St&#228;rke der extremen Rechten in &#214;sterreich ist untrennbar mit ihrer prominentesten Repr&#228;sentantin auf parlamentarischer Ebene verbunden. Die FP&#214; wurde unter J&#246;rg Haider von einer traditionell-deutschnationalen Honoratiorenpartei zur erfolgreichen „Protestpartei“ umgemodelt und bietet nun, unter H.C. Strache, rassistische und autorit&#228;re Antworten auf die soziale Krise. <em>Daniel Fuchs</em> und <em>Felix Wiegand</em> diskutieren, wie der nachhaltige Erfolg der extremen Rechten erkl&#228;rt werden kann und ziehen daraus Konsequenzen f&#252;r linke Gegenstrategien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die au&#223;ergew&#246;hnliche St&#228;rke der extremen Rechten in &#214;sterreich ist untrennbar mit ihrer prominentesten Repr&#228;sentantin auf parlamentarischer Ebene verbunden. Die FP&#214; wurde unter J&#246;rg Haider von einer traditionell-deutschnationalen Honoratiorenpartei zur erfolgreichen „Protestpartei“ umgemodelt und bietet nun, unter H.C. Strache, rassistische und autorit&#228;re Antworten auf die soziale Krise. <em>Daniel Fuchs</em> und <em>Felix Wiegand</em> diskutieren, wie der nachhaltige Erfolg der extremen Rechten erkl&#228;rt werden kann und ziehen daraus Konsequenzen f&#252;r linke Gegenstrategien.<br />
<span id="more-461"></span><br />
„Traurig aber wahr&#8221; und „die braune Brut will wieder heim&#8221;, so kommentierten Manuva, MC der HipHop Crew Total Chaos, und Hans Platzgumer, Rockmusiker, Elektronikbastler und Literat, Mitte der 1990er Jahre den europaweiten Aufstieg der Rechten im Allgemeinen und jenen von J&#246;rg Haider im Besonderen. Wie wir heute wissen, hatte die Entwicklung in &#214;sterreich zu diesem Zeitpunkt ihren traurigen H&#246;hepunkt l&#228;ngst noch nicht erreicht. Nicht, dass die „braune Brut&#8221; jemals wirklich au&#223;er Landes gewesen w&#228;re, aber mit den Wahlerfolgen auf Landes- und Bundesebene sowie der zweifachen Regierungsbeteiligung gelang dem Rechtsextremismus<a title="anm_1" name="anm_1" href="#anm1"><sup>1</sup></a> eine fulminante „Heimkehr&#8221; in die Zentren der politischen Macht. Diese Erfolgsgeschichte w&#228;hrte indes nicht lange, folgten auf den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg doch die Spaltung in FP&#214; und BZ&#214; sowie eine ganze Reihe z. T. verheerender Wahlniederlagen. Wer, wie der Philosoph Rudolf Burger, angesichts dieser Entwicklungen jedoch geglaubt hatte, Sch&#252;ssel h&#228;tte mit seiner Einbindungsstrategie den „Drachen&#8221; des Rechtsextremismus in &#214;sterreichs Parlamenten tats&#228;chlich get&#246;tet<a title="anm_2" name="anm_2" href="#anm2"><sup>2</sup></a>, sieht sich sp&#228;testens seit 2006 eines Besseren belehrt. Gelang es der FP&#214; in diesem Jahr, sich bei den Nationalratswahlen zu stabilisieren (von 10% auf 11% der Stimmen), reiht die (extreme) Rechte seither Wahlerfolg an Wahlerfolg: Zugewinne zwischen 4 und 6 Prozentpunkten f&#252;r die FP&#214; bei den Landtagswahlen in Nieder&#246;sterreich, Tirol und Salzburg sowie ein addiertes Gesamtergebnis von 28,2% (plus 13,1 Prozentpunkte) bzw. 48,7% (plus 2,4) bei den Nationalratswahlen 2008 und den Landtagswahlen 2009 in K&#228;rnten legen es nahe, von einem Wiedererstarken der nunmehr aus FP&#214; und BZ&#214; bestehenden parlamentarischen Rechten<a title="anm_3" name="anm_3" href="#anm3"><sup>3</sup></a> zu sprechen. Dass sich diese St&#228;rke l&#228;ngst nicht auf einen prozentualen Zugewinn beschr&#228;nkt, wird ersichtlich, sobald man die Augen &#246;ffnet f&#252;r all das, was diese Erfolge an den Wahlurnen begleitete und bis heute begleitet: das immer offensivere Auftreten neonazistischer Gruppierungen bei Demonstrationen und Veranstaltungen, zum Teil Schulter an Schulter mit antimuslimischen B&#252;rgerinitiativen; Morddrohungen gegen&#252;ber kritischen  PolitikerInnen, AktivistInnen, WissenschaftlerInnen und Kabarettisten; die Sch&#228;ndung der Gedenkst&#228;tte KZ Mauthausen; &#220;bergriffe auf linke AktivistInnen und Strukturen; die Wahl von Martin Graf, Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Olympia, zum dritten Nationalratspr&#228;sidenten mit den Stimmen von FP&#214;, BZ&#214;, SP&#214; und &#214;VP; der Freispruch f&#252;r f&#252;nf F&#252;hrer des rechtsextremen Bundes Freier Jugend (BFJ) durch die Geschworenen am Landgericht in Wels usw., usf.<a title="anm_4" name="anm_4" href="#anm4"><sup>4</sup></a> Angesichts dieser Entwicklungen ist es grob verharmlosend, die j&#252;ngsten Wahlerfolge von FP&#214; und BZ&#214; lediglich als das Ergebnis einer „Protestwahl&#8221;, d. h. einer Unzufriedenheit mit der „Performance&#8221; und dem Auftreten der gro&#223;en Koalition zu interpretieren. Vielmehr sollte klar sein, dass die Wahlergebnisse untrennbar verkn&#252;pft sind mit einem gesamtgesellschaftlichen Klima, in dem die extreme Rechte mehr denn je selbstbewusst und erfolgreich agieren kann und in dem sie offenkundig &#252;ber betr&#228;chtliche institutionelle, personelle und inhaltliche Einflussm&#246;glichkeiten verf&#252;gt. Woher kommt diese St&#228;rke des Rechtsextremismus in &#214;sterreich? Warum &#252;berlebt er gerade in seiner parlamentarischen Form auch schwerwiegende politische Krisen? Was ist also das Erfolgsrezept des Rechtsextremismus in &#214;sterreich und was bedeutet dies f&#252;r linke Gegenstrategien? Diese Fragen bilden den Hintergrund unseres Artikels, der sich seinem Gegenstand aus historischer Perspektive n&#228;hert. Nur in der R&#252;ckschau auf Kontinuit&#228;ten und Traditionen nach 1945, aber auch auf die Br&#252;che und Ver&#228;nderungen seit den 1980er Jahren, wird unseres Erachtens deutlich, worin die (Haupt-)Ursachen f&#252;r den anhaltenden Erfolg und den spezifischen Charakter der extremen Rechten in &#214;sterreich liegen.</p>
<p><strong>Kontinuit&#228;t und Tradition</strong></p>
<p>Den Ausgangspunkt f&#252;r die Erkl&#228;rung der Gestalt des Rechtsextremismus in &#214;sterreich sowie seiner &#8211; auch und gerade im europ&#228;ischen Vergleich &#8211; au&#223;erordentlichen St&#228;rke stellt notwendigerweise die hierzulande ausgepr&#228;gte ideologische, personelle und organisatorische Kontinuit&#228;t zum Nationalsozialismus dar, die sich insbesondere in zwei, eng miteinander verbundenen Aspekten &#228;u&#223;ert. Zum einen liegt die „Kontinuit&#228;t rassistischer, antisemitischer und autorit&#228;rer Einstellungen &#8230; als ma&#223;gebliche Bedingung f&#252;r den Erfolg des  Rechtsextremismus&#8221;<a title="anm_5" name="anm_5" href="#anm5"><sup>5</sup></a> zweifelsohne im spezifisch &#246;sterreichischen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit begr&#252;ndet. W&#228;hrend das Erbe des NS-Regimes in &#214;sterreich de facto in einer faschistischen Massenbewegung von fast 600.000 Mitgliedern und einer von NS-Propaganda durchdrungenen Bev&#246;lkerung bestand, bem&#252;hten sich die Gr&#252;nderparteien der Zweiten Republik &#8211; SP&#214;, &#214;VP und KP&#214; &#8211; sowie die Mehrheit der B&#252;rgerInnen, den Mythos von &#214;sterreich als erstem Opfer der Hitlerschen Aggressionspolitik aufzubauen. Dieser Mythos zielte erfolgreich darauf ab, das Ausbleiben einer intensiven Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu rechtfertigen<a title="anm_6" name="anm_6" href="#anm6"><sup>6</sup></a>. Insbesondere der „Geist der Lagerstra&#223;e&#8221;, der auf die gemeinsame Verfolgungserfahrung sozialdemokratischer und christlichsozialer Funktion&#228;rInnen in NS-Lagern anspielt, bot den Regierungseliten ein willkommenes Motiv, den (a-)politischen Konsens zu predigen und „das legitimatorische Fundament von Sozialpartnerschaft und Gro&#223;er Koalition&#8221;<a title="anm_7" name="anm_7" href="#anm7"><sup>7</sup></a> jenseits der Schatten von Nationalsozialismus und Austrofaschismus zu legen. Auch die auf Druck der Alliierten initiierte „Entnazifizierung&#8221; war trotz wichtiger gesetzlicher Ma&#223;nahmen im Verfassungsgesetz von 1945 „angesichts des Umganges, der administrativb&#252;rokratischen Vorgangsweise und des ab 1946 wachsenden Unwillens der &#246;sterreichischen Politiker zum Scheitern verurteilt&#8221;<a title="anm_8" name="anm_8" href="#anm8"><sup>8</sup></a>. Der offiziell antifaschistische Grundkonsens transformierte sich zudem im Zuge des einsetzenden Kalten Krieges in einen militanten Antikommunismus. Die dadurch aufgewerteten ehemaligen NationalsozialistInnen samt Umfeld wurden von den Gro&#223;parteien ab 1948 als wichtiges W&#228;hlerpotential umworben<a title="anm_9" name="anm_9" href="#anm9"><sup>9</sup></a>. Dass auch die Integration gewichtiger Teile der so genannten „Ehemaligen&#8221; keineswegs an ein Abweichen von ideologischen Vorstellungen gebunden war, sondern vielmehr eine Ver&#228;nderung auf Seiten der integrierenden Parteien mit sich brachte<a title="anm_10" name="anm_10" href="#anm10"><sup>10</sup></a>, muss schlie&#223;lich als weitere g&#252;nstige Voraussetzung f&#252;r den zweiten Aspekt der &#214;sterreich-spezifischen Kontinuit&#228;t nach 1945 betrachtet werden: die organisatorische Re-Formierung der unter dem Begriff „Drittes Lager&#8221; gefassten Deutschnationalen, die traditionell durch eine v&#246;lkisch rassistischen Ideologie gekennzeichnet sind<a title="anm_11" name="anm_11" href="#anm11"><sup>11</sup></a>, in den drei&#223;iger Jahren beinahe vollst&#228;ndig im Nationalsozialismus aufgingen und als deren parlamentarische Repr&#228;sentantin sich heute die FP&#214; versteht<a title="anm_12" name="anm_12" href="#anm12"><sup>12</sup></a>. Insbesondere jene „Ehemaligen&#8221;, die sich in keine der beiden Gro&#223;parteien integrieren lie&#223;en, fanden mit der Gr&#252;ndung des „Vereins der Unabh&#228;ngigen&#8221; (VdU) im Jahr 1949 wieder eine parteipolitische Heimat. Aus diesem „Konglomerat an Altnazis, Neonazis, Deutschnationalen und einigen wenigen Liberalen&#8221;<a title="anm_13" name="anm_13" href="#anm13"><sup>13</sup></a> ging infolge der Macht&#252;bernahme des antiliberalen Fl&#252;gels im Jahr 1956 die FP&#214; hervor, die daher „&#8230; bei ihrer Gr&#252;ndung eine deutschnationale, sehr weit rechts stehende Partei [war], in der ehemalige, zum Teil sogar schwer belastete Nationalsozialisten f&#252;hrende Stellungen einnahmen&#8221;<a title="anm_14" name="anm_14" href="#anm14"><sup>14</sup></a>. Als Hochburg und Rekrutierungsfeld dienten der neu entstandenen FP&#214; vor allem deutschnationale Korporationen, die in den 1950er und 1960er Jahren nicht nur &#252;ber betr&#228;chtlichen Einfluss an den &#246;sterreichischen Universit&#228;ten verf&#252;gten, sondern auch die treibenden Kr&#228;fte hinter rechtsextremen Aktivit&#228;ten darstellten<a title="anm_15" name="anm_15" href="#anm15"><sup>15</sup></a>. Dass sich viele der v&#246;lkischen AktivistInnen von damals sp&#228;ter in die als Vorfeldorganisation der FP&#214; fungierenden „Freiheitlichen Akademikerverb&#228;nde&#8221; (FAV) integrierten<a title="anm_16" name="anm_16" href="#anm16"><sup>16</sup></a>, verdeutlicht die der Partei von Beginn an zukommende Rolle als Kristallisationspunkt der extremen Rechten in &#214;sterreich. Vor dem Hintergrund dieser ideologischen und personellen Verankerung im Rechtsextremismus scheiterten die seit den 1960er Jahren bestehenden Versuche liberaler Kr&#228;fte innerhalb der FP&#214;, die Partei aus dem Status einer Kleinpartei f&#252;r das deutschnationale Lager &#8211; mit Nationalratswahlergebnissen zwischen 4,98 und 7,7 Prozent &#8211; zu befreien. Zwar gelang es dem damaligen Parteiobmann Friedrich Peter &#8211; er hatte w&#228;hrend des Zweiten Weltkrieges als Offizier in der Waffen-SS gedient &#8211; die FP&#214; bis zur Unterst&#252;tzung der SP&#214;-Minderheitsregierung 1970/71 unter Bruno Kreisky zu f&#252;hren<a title="anm_17" name="anm_17" href="#anm17"><sup>17</sup></a>, doch resultierte aus seinem tendenziell liberalen Kurs 1967 die Abspaltung der von Burschenschaftern um den S&#252;dtirol-Terroristen Norbert Burger gegr&#252;ndeten, neonazistischen Nationaldemokratischen Partei (NDP). Gleichzeitig fungierten jedoch vor allem der von Burger mitbegr&#252;ndete „Ring Freiheitlicher Studenten&#8221; (RFS) und die FAV mitsamt der seit 1951 herausgegebenen Zeitschrift „Die Aula&#8221; weiterhin als Kontakt zwischen dem neonazistischen Milieu und dem deutschnationalen FP&#214;-Fl&#252;gel<a title="anm_18" name="anm_18" href="#anm18"><sup>18</sup></a>. Dar&#252;ber hinaus lie&#223; der liberale Kurs der Parteif&#252;hrung die ideologische Haltung der Parteibasis unver&#228;ndert. So scheiterte auch der vermeintliche Durchbruch der Liberalen unter FP&#214;-Obmann Norbert Steger (1980-86), der die Partei bis zur kleinen Koalition mit der SP&#214; 1983 f&#252;hrte und zahlreiche Liberale an wichtige Positionen innerhalb der Partei brachte, letztlich an weiterhin aktiven rechtsextremen Zentren &#8211; wie bspw. das Umfeld des ehemaligen K&#228;rntner Nationalratsabgeordneten und stellvertretenden Parteiobmanns Otto Scrinzi („Ich war immer rechts, auch in der NSDAP&#8221;) &#8211; sowie an der traditionell deutschnational rechten Basis<a title="anm_19" name="anm_19" href="#anm19"><sup>19</sup></a>. Diese Kr&#228;fte waren es schlie&#223;lich auch, die J&#246;rg Haider am Innsbrucker Parteitag im September 1986 &#8211; gegen die Mehrheit der Parteif&#252;hrung f&#252;r Steger &#8211; zum neuen FP&#214;-Parteiobmann w&#228;hlten<a title="anm_20" name="anm_20" href="#anm20"><sup>20</sup></a>. Der rechtsextreme, burschenschaftliche Fl&#252;gel hatte ihn im den „lang ersehnten F&#252;hrer&#8221;<a title="anm_21" name="anm_21" href="#anm21"><sup>21</sup></a> entdeckt: „Unter an faschistische Kundgebungen erinnerndem Gejohle wurde ein neuer Parteif&#252;hrer erkoren, w&#228;hrend der unterlegene Repr&#228;sentant des Liberalismus als ‚Jud&#8217; mit Erschie&#223;en und Vergasen bedroht wurde&#8221;<a title="anm_22" name="anm_22" href="#anm22"><sup>22</sup></a>. Die &#220;bernahme der FP&#214; durch den neuen F&#252;hrer Haider markierte jedoch keinesfalls nur einen Personenwechsel, vielmehr sind ,„seit 1986 Rechtsextremisten und Neonazis in solchem Ausma&#223; in die FP&#214; eingesickert, da&#223; man fast schon von einer Integration des traditionellen Rechtsextremismus in die FP&#214; sprechen mu&#223;; nur mehr der militante Fl&#252;gel, Neonazis vom Schlage K&#252;ssel, Ochsenberger und Honsik, stehen heute au&#223;erhalb der FP&#214;, und selbst hier werden die Trennlinien unscharf&#8221;<a title="anm_23" name="anm_23" href="#anm23"><sup>23</sup></a>. Wie unscharf, das dokumentiert etwa der Umstand, dass die Kader der 1986 von Gottfried K&#252;ssel gegr&#252;ndeten neonazistischen „Volkstreuen Au&#223;erparlamentarischen Opposition&#8221; (VAPO) nach beh&#246;rdlichem Druck Anfang der 90er Jahre im Scho&#223;e der nun zwar offen rechtsextremen, aber eben auch als legal eingestuften FP&#214; Unterschlupf fanden <a title="anm_24" name="anm_24" href="#anm24"><sup>24</sup></a>. Da die FP&#214; unter der F&#252;hrung Haiders ab 1986 demnach „im Spektrum des &#246;sterreichischen Rechtsextremismus die mit Abstand wichtigste Kraft [ist], zu der im Vergleich alle anderen Organisationen und Parteien h&#246;chstens zweitrangig sind&#8221;<a title="anm_25" name="anm_25" href="#anm25"><sup>25</sup></a>, werden wir unseren Fokus in weiterer Folge in erster Linie auf die Entwicklung bzw. den Erfolg dieser Form des Rechtsextremismus legen.</p>
<p><strong>Den Aufstieg erkl&#228;ren</strong></p>
<p>Die Auseinandersetzung mit der FP&#214; unter Haider ist zun&#228;chst die mit einer fast beispiellosen Erfolgsgeschichte. Ausgerechnet in Folge des massiven Rechtsrucks der Partei gelang ihr bei der Nationalratswahl 1986 mit 9,7% eine Verdoppelung des W&#228;hlerInnenanteils<a title="anm_26" name="anm_26" href="#anm26"><sup>26</sup></a>. L&#228;sst sich bereits dieser Zugewinn nur mit M&#252;he allein der Haider-Euphorie des deutschnationalen Lagers zuschreiben, so kann der in den folgenden Jahren einsetzende Aufstieg der FP&#214; &#8211; die sich am eindr&#252;cklichsten im Anstieg des Stimmenanteils von besagten 9,7% 1986 auf 26,9% 1999 widerspiegelt &#8211; wohl kaum „&#8230; ausschlie&#223;lich mit gefestigter rechtsextremer Weltanschauung erkl&#228;rt werden&#8221;<a title="anm_27" name="anm_27" href="#anm27"><sup>27</sup></a>Insofern der Erfolg der Haider-FP&#214; in ganz spezifischen politischen und sozialen „Gelegenheitsstrukturen&#8221;<a title="anm_28" name="anm_28" href="#anm28"><sup>28</sup></a> vonstatten ging und zugleich von Ver&#228;nderungen auf Seiten der FP&#214; selbst begleitet wurde, ist die Interpretation dieses Ph&#228;nomens „&#8230; unter dem isolierten Aspekt der &#8230; Kontinuit&#228;t zum Nationalsozialismus &#8230; in gesellschaftspolitischer Hinsicht &#8230; zu kurz gegriffen&#8221;.<a title="anm_29" name="anm_29" href="#anm29"><sup>29</sup></a> Um die St&#228;rke des Rechtsextremismus in &#214;sterreich hinreichend erkl&#228;ren zu k&#246;nnen, erscheint es uns daher sinnvoll, jene Bezeichnung aufzugreifen und kritisch zu wenden, f&#252;r welche die Haider-FP&#214; bis heute als Inbegriff gilt: die des „Rechtspopulismus&#8221;. N&#228;hert man sich diesem schillernden Begriff , so l&#228;sst sich, bei allen Unterschieden im Detail, in einem ersten Schritt feststellen, dass der wissenschaftliche Diskurs „Populismus&#8221; zumeist als „Politik(vermittlungs)form und Regierungsstil&#8221;<a title="anm_30" name="anm_30" href="#anm30"><sup>30</sup></a> bzw. Agitationstechnik begreift. Demnach ist Populismus gekennzeichnet durch den Bezug auf das (einfache) „Volk&#8221; als homogenes Ganzes &#8211; jenseits spezifischer Schichten, Klassen oder Interessen &#8211; im Gegensatz zur Elite oder dem Establishment. Hinzu kommt der Rekurs auf die vermeintlich unmittelbare Beziehung zwischen Basis/„Volk&#8221; und populistischem Akteur/F&#252;hrer sowie die Anlehnung an „Stammtisch&#8221;-Diskurse, d. h. an real existierende diffuse Einstellungen, Ressentiments und Vorurteile<a title="anm_31" name="anm_31" href="#anm31"><sup>31</sup></a>. Dort, wo das Begriffsverst&#228;ndnis &#252;ber diese formale Ebene nicht hinausgeht, l&#228;sst sich freilich beinahe alles (Un-)M&#246;gliche als „populistisch&#8221; bezeichnen. Folglich scheint oft nur mehr die Vorsilbe „links-&#8221; bzw. „rechts-&#8221; zwischen Hugo Chavez oder Oskar Lafontaine auf der einen und J&#246;rg Haider oder Silvio Berlusconi auf der anderen Seite zu unterscheiden. In diesem Sinne ist die Bezeichnung in &#246;ffentlichen Debatten kaum mehr als ein „politischer Kampfbegriff &#8220;<a title="anm_32" name="anm_32" href="#anm32"><sup>32</sup></a>: „Populistisch sein hei&#223;t &#8211; so die Unterstellung -, das politische Terrain mit Primitivargumenten zu besetzen, nicht um der Sache, sondern um der vordergr&#252;ndigen Gunst &#246;ffentlicher Zustimmung willen zu streiten (w&#228;hrend man f&#252;r sich selbst den Mut des Unpopul&#228;ren reklamiert&#8221;.<a title="anm_33" name="anm_33" href="#anm33"><sup>33</sup></a> Gleichzeitig enth&#228;lt der Terminus dort, wo explizit von <em>Rechts</em>populismus die Rede ist, jedoch fast immer eine &#8211; wenn auch h&#228;ufig implizite &#8211; inhaltliche Bestimmung: „rechtspopulistisch&#8221; bezieht sich in diesem Zusammenhang n&#228;mlich zumeist nicht allein auf die Form politischer Agitation, sondern dient zugleich der inhaltlichen Bezeichnung einer modernisierten Rechten<a title="anm_34" name="anm_34" href="#anm34"><sup>34</sup></a>. So verstanden erscheint der Rechtspopulismus als das gem&#228;&#223;igte, zur imagin&#228;ren politischen „Mitte hin orientierte Andere der extremen Rechten, als „&#8230; demokratisch gel&#228;uterte[s], zumindest sehr viel moderatere[s] Pendant zum Rechtsextremismus, nicht etwa nur als Spezialform desselben&#8221;<a title="anm_35" name="anm_35" href="#anm35"><sup>35</sup></a>. Mag diese inhaltliche Bestimmung f&#252;r manche der unter dem Begriff Rechtspopulismus subsumierten Parteien und Bewegungen noch zutreffen (z. B. D&#228;nische Volkspartei, Liste Pim Fortuyn, mit Abstrichen das BZ&#214;), so ist sie im Hinblick auf andere, namentlich die FP&#214;, schlicht verharmlosend. In diesem Sinn dient „&#8230; die Rede vom „Rechtspopulismus&#8221; &#8230; oft (und v. a. in &#214;sterreich) dazu, Ross und Reiter nicht beim Namen nennen zu m&#252;ssen&#8221;<a title="anm_36" name="anm_36" href="#anm36"><sup>36</sup></a>. Die Klassifizierung als rechtspopulistisch lenkt also davon ab, dass es sich bei der FP&#214; &#8211; in der Vergangenheit wie in der Gegenwart &#8211; um eine rechtsextreme Partei handelt(e), die, wie wir gesehen haben, organisatorisch, personell und ideologisch in der Tradition des dritten Lagers steht und den zentralen Bezugspunkt der rechten Szene darstellt. Da solche Tatsachen hinter dem Begriff Rechtspopulismus verschwinden, d&#252;rfte dieser etwa „nicht blo&#223; f&#252;r Haider, sondern besonders auch f&#252;r Sch&#252;ssel bereits ‚die halbe Miete&#8217; gebracht haben &#8230;, weil man als ‚guter Demokrat&#8217; zwar nicht ohne weiteres mit ‚Rechtsextremisten&#8217;, wohl aber mit ‚Rechtspopulisten&#8217; eine Koalition eingehen darf&#8221;<a title="anm_37" name="anm_37" href="#anm37"><sup>37</sup></a>. Angesichts dieser Tendenz zur Verharmlosung ist es zweifellos sinnvoll, den Begriff Rechtspopulismus nicht zur inhaltlichen Bezeichnung der rechtsextremen FP&#214; zu verwenden. Umgekehrt deutet der Umstand, dass auch AutorInnen, die sich dieser Problematik bewusst sind, den Terminus „(Rechts-)Populismus&#8221; weiter benutzen<a title="anm_38" name="anm_38" href="#anm38"><sup>38</sup></a>, darauf hin, dass dieser nicht leichtfertig verworfen werden sollte, sobald es, wie im Fall der FP&#214;, „&#8230; um eine Analyse der Organisierung von leidenschaftlicher Zustimmung f&#252;r rechtsextreme Inhalte geht&#8221;<a title="anm_39" name="anm_39" href="#anm39"><sup>39</sup></a>. Wir schlagen daher vor, statt von „Rechtspopulismus&#8221; von „autorit&#228;rem Populismus&#8221; zu sprechen. Diese Bezeichnung, die der <em>Cultural-Studies</em>-Mitbegr&#252;nder Stuart Hall Ende der 1970er Jahre im Zusammenhang mit dem Aufstieg Margaret Thatchers zur englischen Premierministerin pr&#228;gte<a title="anm_40" name="anm_40" href="#anm40"><sup>40</sup></a>, hilft nicht nur, der Verharmlosung zu entgehen, sondern auch, formalistische Engf&#252;hrungen des Populismus-Begriffs zu vermeiden: insofern in der Debatte um den Terminus „autorit&#228;rer Populismus&#8221; n&#228;mlich nicht allein die Form der Politik von Thatcher, sondern zugleich deren gesellschaftliche (Erfolgs-)Bedingungen sowie ihr spezifischer Inhalt analysiert wurden<a title="anm_41" name="anm_41" href="#anm41"><sup>41</sup></a>, verschiebt dieser Zugang auf produktive Art und Weise die Perspektive. Obwohl der Thatcherismus ebenso wenig mit der Haider-FP&#214; vergleichbar ist, wie die Situation in Gro&#223;britannien mit jener in &#214;sterreich, lenkt der Begriff „autorit&#228;rer Populismus&#8221; die Aufmerksamkeit demnach auf einige allgemeine Aspekte, die unseres Erachtens f&#252;r eine Erkl&#228;rung des Erfolgs der extremen Rechten hierzulande von entscheidender Bedeutung sind. Erstens verweist der Terminus auf den strukturellen Kontext und die Bedingungen populistischer Agitation: dabei r&#252;ckt zum einen das Ende der fordistischen Periode kapitalistischer Entwicklung und die daran anschlie&#223;enden Prozesse neoliberaler Umstrukturierung der Arbeits- und Lebensverh&#228;ltnisse, die Aufk&#252;ndigung des Klassenkompromisses sowie der Angriff auf wohlfahrtsstaatliche Institutionen in den Fokus. Zum anderen ger&#228;t die umfassende Legitimit&#228;ts- und Repr&#228;sentationskrise in den Blick, mit der parlamentarische Demokratien und insbesondere sozialdemokratische Parteien in Europa seit einigen Jahrzehnten konfrontiert sind. In Bezug auf beide Aspekte &#8211; den &#246;konomischen wie den politischen &#8211; ist demnach der Faktor „Krise&#8221; enorm wichtig: „Krise ist ein Ph&#228;nomen, ohne das Populismus nicht zu begreifen ist. Gesellschaftliche Krisenereignisse k&#246;nnen demnach einen populistisches Moment konstituieren, in dessen Folge bestimmte Reaktions- und Protestmuster zu erwarten sind&#8221;<a title="anm_42" name="anm_42" href="#anm42"><sup>42</sup></a>. Die zweite gro&#223;e St&#228;rke des Begriffs „autorit&#228;rer Populismus&#8221; liegt darin, erkl&#228;ren zu k&#246;nnen, wie und mit welcher politischen Intention diese in einer Krise auftretenden Reaktions- und Protestmuster konkret bearbeitet werden: in dem Ma&#223;e, in dem autorit&#228;r populistische Projekte an die konkreten Erfahrungen, Bed&#252;rfnisse und &#196;ngste breiter Bev&#246;lkerungsschichten ankn&#252;pfen &#8211; als ihr Medium also den Alltagsverstand w&#228;hlen<a title="anm_43" name="anm_43" href="#anm43"><sup>43</sup></a> &#8211; greifen diese zwar partiell die Unzufriedenheit der Massen auf; dies jedoch nur, um, entgegen ihrer Selbstdarstellung, Politik gegen die realen Interessen der populistisch Umworbenen zu legitimieren, d. h. die bestehenden Macht- und Herrschaftsverh&#228;ltnisse konsensual abzusichern. In diesem Sinne ist „[e]in emanzipatorischer Populismus &#8230; ein Widerspruch in sich&#8221;<a title="anm_44" name="anm_44" href="#anm44"><sup>44</sup></a>. Im Gegensatz zu einem auf einer eigenst&#228;ndigen Mobilisierung von unten und progressiv-emanzipatorischen Inhalten beruhenden „popular-demokratischen&#8221; Projekt handelt es sich beim autorit&#228;ren Populismus demnach immer um eine „,autorit&#228;re&#8217; Form demokratischer Klassenpolitik von oben&#8221;<a title="anm_45" name="anm_45" href="#anm45"><sup>45</sup></a>. Daher muss er notwendigerweise „an eine Reihe von ideologischen Verzerrungen &#8211; z. B. den Rassismus &#8211; appellieren &#8230; um zu verhindern, dass das revolution&#228;re Potential popularer Anrufungen auf seine wahren Ziele umorientiert wird&#8221;<a title="anm_46" name="anm_46" href="#anm46"><sup>46</sup></a>. Gleichzeitig sind es nicht zuletzt diese ethnisierenden Diskurse, die es autorit&#228;r-populistischen Projekten erm&#246;glichen, verschiedenartige soziale Gruppen, Ideologien und Interessen zu integrieren und interne Widerspr&#252;che zumindest f&#252;r einen gewissen Zeitraum am Aufbrechen zu hindern. Obwohl es aus dieser Perspektive also nicht ungew&#246;hnlich ist, wenn sich autorit&#228;rer Populismus, wie im Fall der FP&#214;, rassistischer Diskurse bedient, haben wir es hier doch mit einer speziellen Situation zu tun: so wenig der Aufstieg der FP&#214; infolge von 1986 ohne ihr autorit&#228;r-populistisches Agitieren verstanden werden kann, so wenig darf dieser Begriff n&#228;mlich davon ablenken, in welchem Umfang die Partei gleichzeitig durch ihren rechtsextremen Charakter gepr&#228;gt war und ist. Wie in der folgenden konkreten Analyse ihres Aufstiegs nach 1986 erkennbar wird, war es gerade dieser Charakter, der die Interessen und Zielsetzungen sowie die rassistische Ausrichtung der FP&#214; bestimmte und zugleich ganz spezifische Widerspr&#252;chlichkeiten entstehen lie&#223;.</p>
<p><strong>Das Modell Haider</strong></p>
<p>Fragt man ausgehend von diesen theoretischen &#220;berlegungen nach den Ursachen des mit 1986 einsetzenden Aufstiegs der Haider-FP&#214;, gilt es in einem ersten Schritt, jene allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen der 1980er und 1990er Jahre in den Blick zu nehmen, die der Partei &#252;berhaupt erst ihr autorit&#228;r populistisches Agitationsfeld er&#246;ffneten. Mindestens zwei Aspekte verdienen diesbez&#252;glich besondere Aufmerksamkeit: Zum einen handelt es sich dabei um die Krise des fordistischen Entwicklungsmodells und deren konkrete Auswirkungen auf die sozio&#246;konomische Situation in &#214;sterreich. Im Vergleich zu anderen europ&#228;ischen Staaten, in denen diese Krise und die daran anschlie&#223;ende Neoliberalisierung von Politik und &#214;konomie bereits im Verlauf der 1970er Jahre in Form der Erosion wohlfahrtsstaatlicher Regulationsmechanismen durchschlug, setzten diese Prozesse in &#214;sterreich zeitlich versp&#228;tet ein.<a title="anm_47" name="anm_47" href="#anm47"><sup>47</sup></a> Bis Mitte der 1980er Jahre blieb der Arbeitsmarkt in &#214;sterreich von einer dominanten Stellung der verstaatlichten Industriebetriebe und des &#246;ffentlichen Sektors sowie einem au&#223;erordentlich starken sozialpartnerschaftlichen Klassenkompromiss gepr&#228;gt<a title="anm_48" name="anm_48" href="#anm48"><sup>48</sup></a>. Sp&#228;testens mit der Bildung der Gro&#223;en Koalition im Jahr 1986 verband sich jedoch eine Krise der Kernunternehmen der verstaatlichten Industrie mit dem Beginn einer neoliberalen Ausrichtung der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Vollbesch&#228;ftigung und soziale Sicherheit als Ziele der SP&#214; wichen einer restriktiven Budgetpolitik und der beginnenden Privatisierung der wichtigsten staatlichen Betriebe, wodurch eine Umw&#228;lzung auf dem Arbeitsmarkt in Gang gesetzt wurde. Diese schlug sich nicht zuletzt in einer steigenden Arbeitslosenquote nieder<a title="anm_49" name="anm_49" href="#anm49"><sup>49</sup></a>. Die zweite bedeutende Entwicklung bestand in der zunehmenden Erosion des Organisationsgrades von SP&#214; und &#214;VP ab 1980. Zwar ist die Aufl&#246;sung von Parteienbindungen keineswegs eine &#246;sterreichische Eigent&#252;mlichkeit, doch war die politische Kr&#228;ftekonstellation der Zweiten Republik durch einen im europ&#228;ischen Vergleich au&#223;erordentlich starken Parteien- und Verb&#228;ndestaat gepr&#228;gt. Dieser beruhte auf der Kluft zwischen dem sozialdemokratischen und dem christlich-sozialen Lager<a title="anm_50" name="anm_50" href="#anm50"><sup>50</sup></a>. Nicht nur die Besetzung von Regierungsfunktionen, sondern auch die des F&#252;hrungspersonals in weiten Teilen der (verstaatlichten) Wirtschaft oder des Bildungssystem, sowie insbesondere auch die Institutionalisierung der Sozialpartnerschaft „als Fortsetzung der Gro&#223;en Koalition mit anderen Mitteln&#8221;<a title="anm_51" name="anm_51" href="#anm51"><sup>51</sup></a> basierten auf dem konstitutiven Moment des etatistisch-b&#252;rokratischen Machtgleichgewichts zwischen (ausschlie&#223;lich) diesen beiden Lagern. Die aus dieser Situation erwachsenden Formen von Intransparenz, Klientismus und Korruption waren der zentrale Ausgangspunkt f&#252;r jene autorit&#228;r populistische Agitation, mit der sich die FP&#214; unter Haider die durchschlagenden materiellen und ideologischen Br&#252;che in der &#246;sterreichischen Nachkriegsordnung zu Nutze machte. Die Versuche, „die Ursachen der krisenhaften Verh&#228;ltnisse zu personalisieren&#8221;<a title="anm_52" name="anm_52" href="#anm52"><sup>52</sup></a>, richteten sich dabei zun&#228;chst v. a. gegen „Bonzen&#8221;, „B&#252;rokraten&#8221;, „Politiker&#8221; und das „vorgeblich ‚undemokratische&#8217; und dem ‚Volk&#8217; entfremdete&#8221;<a title="anm_53" name="anm_53" href="#anm53"><sup>53</sup></a> System um die privilegierten „Altparteien&#8221; bzw. &#8211; in deutschnationalem Sprech &#8211; die von den Besatzungsm&#228;chten autorisierten „Lizenzparteien&#8221;. Ihre Anschlussf&#228;higkeit an den Alltagsverstand der Bev&#246;lkerung konnte die FP&#214; im Zuge dessen ma&#223;geblich auf Basis ihrer historischen Ausgrenzung aus der Proporz- und Konkordanzdemokratie geltend machen. Dass diese populistische Anrufung mit zunehmendem Erfolg ein neues, anfangs v. a. aus ehemaligen &#214;VP-Anh&#228;ngerInnen bestehendes W&#228;hlerInnenpotential er&#246;ffnete, verdeutlichen u. a. Analysen der Nationalratswahlen 1986 und 1990: demnach rangierten der Protest gegen die Volksparteien, das Auftreten des Agitators Haider sowie dessen vermeintlicher Kampf gegen das Privilegiensystem bei den Wahlmotiven f&#252;r die FP&#214; an vorderster Front<a title="anm_54" name="anm_54" href="#anm54"><sup>54</sup></a>.</p>
<p><strong>Sozialdemokratische Wegbereiter</strong></p>
<p>Falsch w&#228;re es jedoch, den zunehmenden Erfolg auf den Faktor der „outsider&#8221;-Rolle der FP&#214; zu reduzieren. Diese Sichtweise verstellt den Blick auf die inhaltliche Ann&#228;herung der beiden Gro&#223;parteien, die den personellen Ausschluss des dritten Lagers<a title="anm_55" name="anm_55" href="#anm55"><sup>55</sup></a>&gt; begleitete. Insbesondere die Neoliberalisierung der Sozialdemokratie kann dabei „als Bedingung f&#252;r die Erfolge des parteif&#246;rmigen Rechtsextremismus gar nicht &#252;bersch&#228;tzt werden&#8221;<a title="anm_56" name="anm_56" href="#anm56"><sup>56</sup></a>. W&#228;hrend der sozialreformerische Elan der SP&#214; bereits sp&#228;testens mit dem Verlust der absoluten Mehrheit 1983 erschlaff t war, brach 1986 mit der gro&#223;en Koalition und der Waldheim-Aff&#228;re<a title="anm_57" name="anm_57" href="#anm57"><sup>57</sup></a>&gt; die sozialdemokratische Hegemonie endg&#252;ltig zusammen. Infolgedessen begann die SP&#214;, in den ausl&#228;nderfeindlichen und rassistischen Chor der FP&#214;-Recken einzustimmen und damit wesentlich zur Normalisierung des Haiderschen Rechtsextremismus beizutragen<a title="anm_58" name="anm_58" href="#anm58"><sup>58</sup></a>. Konkret wurde die FP&#214;-Themenf&#252;hrerschaft, die v. a. in der Aufhetzung der „guten, flei&#223;igen und t&#252;chtigen &#214;sterreicher&#8221; gegen per se kriminelle „Ausl&#228;nder&#8221; und „Sozialschmarotzer&#8221; bestand, dort anerkannt und gefestigt, wo etwa der 1991 und 1996 aufgestellten FP&#214;-Slogan, „Wien darf nicht Chicago werden&#8221;, mit dem eigenen Projekt einer „Sicherheitsmilliarde&#8221; zur Ausweitung der repressiven Staatsapparate entsprochen wurde<a title="anm_59" name="anm_59" href="#anm59"><sup>59</sup></a>. Auch das „Ausl&#228;ndervolksbegehren&#8221; von 1993, das eine weitere Radikalisierung des FP&#214;-Rassismus markierte und letztlich<a title="anm_60" name="anm_60" href="#anm60"><sup>60</sup></a> zur Abspaltung des „Liberalen Forums&#8221; unter der Vizevorsitzenden Heide Schmidt f&#252;hrte, wurde vom damaligen sozialdemokratischen Innenminister L&#246;schnak dahingehend kommentiert, dass die meisten der Haiderschen Forderungen ohnehin bereits erf&#252;llt worden w&#228;ren<a title="anm_61" name="anm_61" href="#anm61"><sup>61</sup></a>. Die Effekte dieser &#8211; sich in den gesamten 1990er Jahren fortsetzenden &#8211; inhaltlichen Ann&#228;herung, die von Spr&#252;chen wie „Das Boot ist voll&#8221; (Josef Cap) und Warnungen vor der „Ausl&#228;nderflut&#8221; (Peter Marizzi) und der ersch&#246;pften „seelischen Aufnahef&#228;higkeit&#8221; (Helmut Zilk; alle SP&#214;) getragen wurde<a title="anm_62" name="anm_62" href="#anm62"><sup>62</sup></a>, waren verheerend: „Der Widerspruch zwischen antifaschistischem Programm und von Kollaboration gepr&#228;gter Tagespolitik wurde gesellschaftlich als Legitimation des Rechtsextremismus verarbeitet. Der dann immer in Wahlk&#228;mpfen vorgetragene Rechtsextremismusvorwurf an die Adresse der FP&#214; wurde zu Recht als Mittel wahrgenommen, die Konkurrenz im Zaum zu halten&#8221;<a title="anm_63" name="anm_63" href="#anm63"><sup>63</sup></a>. Er&#246;ffnete bereits diese fehlende inhaltliche Abgrenzung von Seiten der Sozialdemokratie der FP&#214; die M&#246;glichkeit, ihr Anh&#228;ngerInnenschaft mehr und mehr &#252;ber den Rand des strammen Deutschnationalismus hinaus auszuweiten, so verschaffte daneben vor allem die Verschr&#228;nkung konkreter, gro&#223;koalition&#228;rer Politiken und globaler Entwicklungen der FP&#214; Handlungsspielr&#228;ume und potentielle W&#228;hlerInnen. Zum einen bot die EU-Integration &#214;sterreichs und ihre unkritische Unterst&#252;tzung durch die beiden Gro&#223;parteien der FP&#214; die M&#246;glichkeit, sich &#8211; entgegen ihrer bis Anfang der 1990er Jahre positiven Haltung gegen&#252;ber der damaligen EG &#8211; zur zentralen Interessensvertretung jener Bev&#246;lkerungsteile aufzuschwingen, die im Rahmen der Volksabstimmung 1994 gegen einen Beitritt votiert hatten (immerhin 34,4%) bzw. grunds&#228;tzlich EU-kritisch eingestellt waren. Diese Positionierung als einziger Bastion gegen das „Br&#252;sseler Diktat&#8221; und die „EU-B&#252;rokratie&#8221;, die u. a. mit Hilfe des „Schilling-Volksbegehrens&#8221; gegen den Euro 1997 sowie der rassistisch gef&#228;rbten Agitation gegen die so genannte EU-Osterweiterung 1999 untermauert wurde, bildet wohl auch einen der Gr&#252;nde daf&#252;r, dass Haider im Sommer 1996 einen „aggressiven &#214;sterreichpatriotismus&#8221; f&#252;r sich entdeckte und sich &#8211; sehr zum Missfallen rechtsextremer Kader in und au&#223;erhalb der FP&#214; &#8211; vordergr&#252;ndig von der „Deutscht&#252;melei&#8221; distanzierte<a title="anm_64" name="anm_64" href="#anm64"><sup>64</sup></a>. Wenngleich es sich hier wohl um „Etikettenschwindel&#8221; und „Camouflage&#8221; handelte<a title="anm_65" name="anm_65" href="#anm65"><sup>65</sup></a>, so verweist dieses Man&#246;ver doch auf die Mitte der 1990er Jahre intensivierten Versuche, &#252;ber das „stagnierende Segment der b&#252;rgerlichen und b&#228;uerlichen FP&#214;-Kernw&#228;hlerInnenschichten&#8221;<a title="anm_66" name="anm_66" href="#anm66"><sup>66</sup></a> deutschnationaler Pr&#228;gung hinaus Unterst&#252;tzung zu generieren. Dies gelang insbesondere, indem sich die FP&#214; verst&#228;rkt auf jene Teile der Bev&#246;lkerung hin orientierte, die von den Umbr&#252;chen im Gefolge der neoliberalen Globalisierung und des EU-Beitritts im Allgemeinen und von der konkreten Privatisierungs- und Liberalisierungspolitik der gro&#223;en Koalition bzw. deren „Sparpaketen&#8221; im Besonderen am st&#228;rksten betroffen waren bzw. sich betroffen f&#252;hlten: ArbeiterInnen, prek&#228;r Besch&#228;ftige und Angestellte von (ehemaligen) Staatsbetrieben. Wie empirische Untersuchungen des europaweiten SIREN-Projekts f&#252;r den Zeitraum nach 2000 zeigen<a title="anm_67" name="anm_67" href="#anm67"><sup>67</sup></a>, besteht zwar nicht, wie h&#228;ufig allzu pauschal unterstellt, ein Automatismus, demzufolge diese „ModernisierungsverliererInnen&#8221; notwendigerweise rechte und rechtsextreme Parteien w&#228;hlen w&#252;rden. Wohl aber entstehen im Zuge eines raschen Wandels der Arbeitswelt und des gleichzeitigen R&#252;ckbaus sozialstaatlicher Sicherungssysteme bei den am st&#228;rksten Betroffenen bzw. jenen, die sich subjektiv so f&#252;hlen, gewisse geteilte Erfahrungen, die der Rechten ein potentielles Agitationsfeld bieten. Als dominant werden im Zuge dieser Untersuchungen zwei Wahrnehmungsmuster beschrieben: erstens ein Gef&#252;hl der Ungerechtigkeit, das sich dort einstellt, wo der im Fordismus etablierte „soziale Tausch&#8221; &#8211; bescheidener Wohlstand, langfristige Sicherheit und soziale Anerkennung als Preis f&#252;r die Unterwerfung unter die Zumutungen der Arbeitswelt &#8211; im Betrieb und in der Gesellschaft einseitig aufgek&#252;ndigt wird, d. h. sich die diesbez&#252;glich existierenden Erwartungen nicht erf&#252;llen. Zweitens Abstiegs&#228;ngste, Unsicherheiten und Ohnmachtsgef&#252;hle angesichts (drohender) Arbeitslosigkeit, Prekarisierung und der Entwertung von Qualifikationen und F&#228;higkeiten<a title="anm_68" name="anm_68" href="#anm68"><sup>68</sup></a>. Blickt man auf die Ergebnisse des SIREN-Projekts, so wird verst&#228;ndlich, wie und warum es der FP&#214; in den 1990er Jahren gelang, mit ihrem autorit&#228;ren Populismus punktgenau an diese Wahrnehmungsmuster anzukn&#252;pfen. Zum einen wies die Agitation gegen „die da oben&#8221;, d. h. gegen PolitikerInnen, Gewerkschaftsb&#252;rokratie und „Bonzen&#8221; aller Art und deren Privilegien die FP&#214; als „Partei des kleinen <em>Mannes</em>&#8220;<a title="anm_69" name="anm_69" href="#anm69"><sup>69</sup></a> aus und sprach die grunds&#228;tzliche Unzufriedenheit mit der gesellschaftlichen Entwicklung an. Zum anderen befriedigte die Hetze gegen MigrantInnen, Fl&#252;chtlinge und Langzeitarbeitslose das besonders im arbeits- und leistungsorientierten Milieu der qualifizierten ArbeitsnehmerInnen und Gewerbetreibenden verbreitete Bed&#252;rfnis nach einer Abgrenzung nach „weiter unten&#8221; bzw. gegen&#252;ber vermeintlich „Leistungsunwilligen&#8221;<a title="anm_70" name="anm_70" href="#anm70"><sup>70</sup></a>.<br />
Ihren traurigen H&#246;hepunkt erreichte diese Strategie, die soziale Frage rassistisch zu besetzen, im Nationalratswahlkampf 1999, als die FP&#214; mit den Slogans „Stopp der &#220;berfremdung! &#214;sterreich zuerst!&#8221;  bzw. „Stopp dem Asylmissbrauch! &#214;sterreich zuerst!&#8221; (erfolgreich) um Stimmen warb. Wenn die Partei mit dieser bis heute aktuellen Methode im Verlauf der 1990er Jahre vermehrt neue W&#228;hlerInnenschichten ansprechen konnte &#8211; der Anstieg des Gesamtstimmenanteils von 9,7% (1986) auf 26,9% (1999) beruht Studien zufolge wesentlich auf den ArbeiterInnenstimmen, bei denen die Partei demnach im selben Zeitraum ihren Anteil von 10% auf 47%  ausbauen konnte<a title="anm_71" name="anm_71" href="#anm71"><sup>71</sup></a> -, dann v. a. deshalb, weil sie es verstand, sich die wachsende Unzufriedenheit abh&#228;ngig Besch&#228;ftigter und deren Entt&#228;uschung &#252;ber die Regierungspolitik der SP&#214; zunutze zu machen und sich als die „bessere&#8221; ArbeiterInnenpartei zu pr&#228;sentieren<a title="anm_72" name="anm_72" href="#anm72"><sup>72</sup></a><br />
. Nicht umsonst verbuchte die FP&#214; um die Jahrtausendwende „[i]hre h&#246;chsten Stimmenanteile &#8230; in Industrie- und Dienstleistungsregionen, die &#8211; wie K&#228;rnten, Ober&#246;sterreich und die Steiermark &#8211; unter wirtschaftlichen Strukturproblemen [litten], sowie in st&#228;dtischen Zentren mit traditionellen Arbeiterbezirken&#8221;<a title="anm_73" name="anm_73" href="#anm73"><sup>73</sup></a>. Dass diese politische Ausrichtung auf die W&#228;hlerInnenschichten angesichts des spezifischen Charakters der FP&#214; jedoch notwendigerweise widerspr&#252;chlich bleiben musste, darauf deuten bereits die Worte hin, mit denen der FP&#214;- Abgeordnete Gaugg die 1998 gegr&#252;ndete <em>Freie Gewerkschaft</em> <em>&#214;sterreich </em>(FG&#214;) in einem Brief an UnternehmerInnen bewarb: „Wir haben uns Ziele gesetzt, die auch Sie als Unternehmer verfolgen&#8221;<a title="anm_74" name="anm_74" href="#anm74"><sup>74</sup></a>. Diese neoliberale, arbeiterInnen- und gewerkschaftsfeindliche Ausrichtung muss als ein weiterer wichtiger Faktor f&#252;r den Erfolg der FP&#214; in den 1990er Jahren angesehen werden. Dies gilt zun&#228;chst ganz konkret mit Blick auf die Anh&#228;ngerInnenschaft der Partei: so w&#228;hlte neben den abh&#228;ngig Besch&#228;ftigen auch ein steigender Prozentsatz der Selbstst&#228;ndigen und FreiberuflerInnen die FP&#214;<a title="anm_76" name="anm_76" href="#anm76"><sup>76</sup></a>. Diese erfreute sich angesichts der Forderungen nach <em>Flat Tax</em> usw. auch der Unterst&#252;tzung von Industriellenvereinigung, Mittelstand und einzelnen Unternehmern wie z. B. Franz Josef Hartlauer<a title="anm_77" name="anm_77" href="#anm77"><sup>77</sup></a>. Dar&#252;ber hinaus war die wirtschaftsliberale Ausrichtung von zentralen Teilen der FP&#214; &#8211; personifiziert v. a. durch Thomas Prinzhorn und Karl-Heinz Grasser &#8211; zweifellos auch einer der Gr&#252;nde f&#252;r das Zustandekommen der schwarz-blauen Regierung Anfang 2000, bestand hier doch eine doppelte „Konvergenz der Interessen&#8221;<a title="anm_78" name="anm_78" href="#anm78"><sup>78</sup></a>: neben bzw. in Verbindung mit gesellschaftspolitischen &#220;bereinstimmungen (Asyl- und „Ausl&#228;nder&#8221;-Politik, Familien- und Bildungspolitik, Sicherheitspolitik usw.) einte die beiden Parteien und ihre Anh&#228;ngerInnen zum einen <em>inhaltlich</em> die gemeinsame Frontstellung gegen&#252;ber sozialpartnerschaftlichen Arrangements, Sozialdemokratie und Gewerkschaften. <em>Strategisch </em>verhalf der autorit&#228;re Populismus der FP&#214; dem neoliberalen und -konservativem Transformationsprojekt zum n&#246;tigen Ma&#223; an Unterst&#252;tzung, w&#228;hrend umgekehrt die Regierungsbeteiligung den rechtsextremen Kadern in betr&#228;chtlichem Umfang Machtbefugnisse, institutionelle Verankerung und diskursive Einflussm&#246;glichkeiten verschaffte.</p>
<p><strong>Schwarz-Blau als Spaltpilz</strong></p>
<p>Obwohl Schwarz-Blau der FP&#214; durchaus M&#246;glichkeiten er&#246;ffnete, kam mit der Regierungsbeteiligung auch deren personelle und inhaltliche Widerspr&#252;chlichkeit voll zum Tragen. Aus dem Erfolgsrezept der 1990er Jahre, einer ideologisch, politisch und sozial erh&#246;hten Heterogenit&#228;t der eigenen Anh&#228;ngerInnenschaft, wurde in mindestens zweifacher Hinsicht eine zentrale Ursache f&#252;r die zwischenzeitliche parlamentarische Schw&#228;cheperiode der extremen Rechten: erstens nahm mit der „b&#252;rgerlichen Wende&#8221; von 2000 innerhalb der FP&#214; das politische Gewicht der sogenannten „Buberlpartie&#8221;<a title="anm_79" name="anm_79" href="#anm79"><sup>79</sup></a> sowie jener Quereinsteiger wie Peter Sichrovsky oder Hans Kronberger, die Haider selbst ab Mitte der 1990er Jahre f&#252;r die FP&#214; gewonnen hatte, weiter zu. „Diese Machtverschiebung zugunsten der pragmatischeren (neoliberalen) Fl&#252;gels hatte innerparteilich keine Entsprechung und von daher war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Basis gegen die sich immer mehr von ihr entfernenden Regierungs- und Parlamentstruppe erheben w&#252;rde&#8221;<a title="anm_80" name="anm_80" href="#anm80"><sup>80</sup></a>. Zweitens mussten die tats&#228;chlichen Politiken der FP&#214; in der Regierung, der neoliberale Kahlschlag in der Sozialgesetzgebung und im Arbeitsrecht, der pl&#246;tzlich wieder pro-europ&#228;ische Kurs, neoklientistische Personalpolitik usw. notwendigerweise die Hoffnungen derer entt&#228;uschen, die geglaubt hatten, die FP&#214; st&#252;nde tats&#228;chlich f&#252;r eine Politik im Interesse der „kleinen Leute&#8221; oder der ArbeiterInnen. Allzu h&#228;ufig blieb aus dieser Perspektive „[d]er Populismus (&#8230;) im Rhetorischen &#8211; er wurde nicht auf die reale Regierungspolitik &#252;bertragen&#8221;<a title="anm_81" name="anm_81" href="#anm81"><sup>81</sup></a>. Zwar gelang es fast zwei Jahre lang, diesen doppelten Widerspruch durch eine geschickte Form der Arbeitsteilung einigerma&#223;en ruhig zu stellen: w&#228;hrend sich die Regierungsmitglieder in Wien staatsm&#228;nnisch bzw., im Fall von Susanne Riess-Passer, staatsfrauisch gaben, konnte Haider aus seiner Hochburg K&#228;rnten, wohin er sich 2000 zur&#252;ckgezogen hatte, die Rolle der innerparteilichen Opposition ausf&#252;llen und die populistische Agitation gegen das „politische Establishment&#8221; fortf&#252;hren<a title="anm_82" name="anm_82" href="#anm82"><sup>82</sup></a>. Doch als sich 2002 einmal mehr das Interesse der Regierungsverantwortung gegen jenes des nach wie vor bestehenden v&#246;lkisch-nationalen Mehrheitsfl&#252;gels durchzusetzen drohte &#8211; konkret ging es um die Anschaffung der Eurofighter und die R&#252;cknahme einer versprochenen Steuerreform -, k&#252;ndigte die &#252;ber den „Kuschelkurs&#8221; der FP&#214; in der Regierung erboste und nicht zuletzt von Haider selbst mobilisierte Basis der Parteif&#252;hrung beim Delegiertentreff en in Knittelfeld die Gefolgschaft auf<a title="anm_83" name="anm_83" href="#anm83"><sup>83</sup></a>. Der R&#252;cktritt von Riess- Passer, Grasser, Klubobmann Westenthaler, Sichrovsky und anderen, der in unmittelbarer Reaktion auf diese „rechtsradikale Revolution&#8221; von Knittelfeld<a title="anm_84" name="anm_84" href="#anm84"><sup>84</sup></a> stattfand und von Neonazis gefeiert wurde<a title="anm_85" name="anm_85" href="#anm85"><sup>85</sup></a>, erscheint dabei im Nachhinein wie die Vorwegnahme der dann 2005 in Form des BZ&#214; tats&#228;chlich erfolgten Abspaltung des pragmatischeren, neoliberalen Fl&#252;gels von der „&#8230; zunehmend auf ihren rechtsextremen Kern schrumpfenden FP&#214;&#8221;<a title="anm_86" name="anm_86" href="#anm86"><sup>86</sup></a>. Dass diese Abspaltung ausgerechnet unter der F&#252;hrung von Haider, dem zuvor sch&#228;rfsten Kritiker der FP&#214;-Regierungsmitglieder, stattfand, bringt einmal mehr die Widerspr&#252;chlichkeit zum Ausdruck, die mit dem Aufstieg und der anschlie&#223;enden Regierungsbeteiligung innerhalb des parlamentarischen Rechtsextremismus entstanden war. Im Hinblick auf die parteiinternen Fl&#252;gelk&#228;mpfe f&#252;hrte diese Widerspr&#252;chlichkeit zur Spaltung, bezogen auf die entt&#228;uschten Erwartungen der durch populistische Anrufung gewonnen Anh&#228;ngerInnen zu einer Serie von Wahlniederlagen zwischen 2002 und 2005. Am h&#246;chsten fielen die Verluste dabei bei der Nationalratswahl 2002 sowie der Europawahl 2004 aus, wo die Partei jeweils ca. 17 Prozentpunkte verlor (von 26,9% auf 10% bzw. von 23,4% auf 6,3% der Stimmen)<a title="anm_87" name="anm_87" href="#anm87"><sup>87</sup></a>. Diesen klar negativen Trend konnte die FP&#214; mit der Nationalratswahl 2006 jedoch stoppen und anschlie&#223;end in sein Gegenteil &#8211; einen erneuten Aufschwung mit zuletzt 17,5 Prozentpunkten bei der Nationalratswahl 2008 &#8211; verwandeln. Ebenso gelang dem neu gegr&#252;ndeten BZ&#214;, das 2006 mit 4,1 Prozentpunkten lediglich aufgrund des guten Wahlergebnisses im Haider-Stammland K&#228;rnten (knapp 27% Stimmanteil) &#252;berhaupt in den Nationalrat einziehen konnte und seither &#8211; mit Ausnahme K&#228;rntens &#8211; bei allen Gemeinde- bzw. Landtagswahlen (Wien, Nieder&#246;sterreich, Tirol, Salzburg) unter der Vier-Prozent-H&#252;rde blieb, bei der Nationalratswahl 2008 mit 10,7 Prozentpunkten ein &#220;berraschungserfolg. Wie ist dieser erneute Aufschwung des parlamentarischen Rechtsextremismus zu erkl&#228;ren, warum strafte dieser also all jene L&#252;gen, die geglaubt hatten, mit der Integration in die Regierungsverantwortung und die daran anschlie&#223;enden innerparteilichen Zerw&#252;rfnisse w&#228;re das Verschwinden der FP&#214; von der politischen Landkarte beschlossene Sache?</p>
<p><strong>Der Wiederaufstieg</strong></p>
<p>Als Ausgangspunkt f&#252;r die Erkl&#228;rung des Wiederaufstiegs der parlamentarischen Rechten kann in einem ersten Schritt ein Blick auf die relative Erfolglosigkeit der FP&#214; in den Jahren 2002 bis 2005 dienen. Nimmt man, wie es empirische Untersuchungen nahelegen<a title="anm_88" name="anm_88" href="#anm88"><sup>88</sup></a> an, dass deren Wahlniederlagen in gewissem Umfang auf den medial ausgetragenen, internen Machtkampf zur&#252;ckzuf&#252;hren waren &#8211; als dessen deutlichster Ausdruck der f&#252;nfmalige Wechsel in der Parteiobmann-/frauschaft zwischen 2000 und 2005 gelten kann -, so l&#228;sst sich umgekehrt in der unter dem seit April 2005 amtierenden Bundesvorsitzenden Heinz-Christian Strache neu gewonnenen Einigkeit eine erste Voraussetzung f&#252;r ihr Re&#252;ssieren erkennen. Diese Einigkeit hat freilich ganz spezifische Vorzeichen: wie schon 1986 war es die Macht&#252;bernahme des burschenschaftlichen, deutschnational rechtsextremen Fl&#252;gels, dem Strache ebenso zuzurechnen ist wie viele seiner unmittelbaren Vertrauten<a title="anm_89" name="anm_89" href="#anm89"><sup>89</sup></a>, die den Ausweg aus der parteiinternen Krise wies. Nicht umsonst trug die 21-k&#246;pfige Nationalratsriege der FP&#214; bei der konstituierenden Sitzung 2006 die blaue Kornblume, seit jeher ein Symbol des dritten Lagers und u. a. das Erkennungszeichen der von 1933 bis 1938 illegalisierten NSDAP<a title="anm_90" name="anm_90" href="#anm90"><sup>90</sup></a>. &#196;hnlich wie 1986 schlug sich dieser Rechtsruck auch diesmal an den Wahlurnen positiv nieder: es ist in diesem Zusammenhang bezeichnend, dass die Stabilisierung und der anschlie&#223;ende Wiederaufstieg der FP&#214; mit der Gemeinderatswahl in Wien 2005 und der Nationalratswahl 2006 im Rahmen zweier Wahlen begann, in denen offen rassistische Slogans wie „Deutsch statt nix verstehen&#8221; und „Daham statt Islam!&#8221; sowie Forderungen nach der Einf&#252;hrung eines Verwaltungsstraftatbestandes „Anpassungsverweigerung&#8221; dominierten. In dieses Bild passt, dass 60% der FP&#214;-W&#228;hlerInnen bei der Nationalratswahl 2006 angaben, die Partei wegen der „Ausl&#228;nderthemen&#8221; gew&#228;hlt zu haben. Wenn dieses Thema gleichzeitig auch f&#252;r 33% der BZ&#214;-W&#228;hlerInnen das entscheidende Motiv war, so verweist dies auf einen Wahlkampf, in dem die neu gegr&#252;ndete Partei mit ihrem Ma&#223;nahmenpaket „&#214;sterreich zuerst&#8221; sowie der Forderung, den Ausl&#228;nderInnenanteil in &#214;sterreich innerhalb von drei Jahren um 30% zu senken, voll auf die rassistische Karte setzte. Wenn es dem BZ&#214; dennoch gelang, sich als die regierungsf&#228;hige, staatstragende und st&#228;rker zur politischen „Mitte&#8221; hin orientierte Alternative zur FP&#214; darzustellen, dann deshalb, weil die Partei in inhaltlicher und personeller Hinsicht tats&#228;chlich durch eine h&#246;here Heterogenit&#228;t gekennzeichnet ist als ihre mittlerweile wieder stramm rechts ausgerichtete gro&#223;e Schwester FP&#214;. Weil das BZ&#214; im Gegensatz zu dieser kein ausgepr&#228;gtes Naheverh&#228;ltnis zum burschenschaftlichen, deutschnationalen und neonazistischen Milieus aufweist, sich zumindest nach au&#223;en hin vom (Neo-)Nationalsozialismus abgrenzt sowie &#252;ber kein sehr ausgepr&#228;gtes politisch-ideologisches Angebot verf&#252;gt, f&#228;llt es daher als Gesamtpartei nicht unter die Kategorie Rechtsextremismus<a title="anm_91" name="anm_91" href="#anm91"><sup>91</sup></a>. Wie gering die Ber&#252;hrungs&#228;ngste und wie gro&#223; die inhaltlichen und personellen &#220;berschneidungen zur extremen Rechten &#8211; insbesondere in K&#228;rnten &#8211; im Einzelfall sind, verdeutlich etwa die BZ&#214;-Mitgliedschaft des h&#228;ufig als „freiheitliches Urgestein&#8221; gepriesenen Siegfried Kampl, der in einer Rede im Bundesrat am 14. April 2005 Wehrmachtsdeserteure als „zum Teil Kameradenm&#246;rder&#8221; bezeichnete und von einer „brutalen Naziverfolgung&#8221; nach 1945 sprach<a title="anm_92" name="anm_92" href="#anm92"><sup>92</sup></a><br />
. Auch die „Ausl&#228;nder&#8221;- und Asylpolitik &#8211; etwa die Abschiebung angeblich krimineller TschetschenInnen in andere Bundesl&#228;nder oder die Einrichtung einer „Sonderanstalt&#8221; f&#252;r straff&#228;llig gewordene AsylwerberInnen auf der Saualpe in 1.200 Metern H&#246;he<a title="anm_93" name="anm_93" href="#anm93"><sup>93</sup></a><br />
- sowie insbesondere die unverhohlen rassistisch motivierte Politik gegen&#252;ber der slowenischen Minderheit, weisen also auch das BZ&#214; als eine Partei aus, die zumindest in K&#228;rnten eine sehr offene Flanke zum Rechtsextremismus hat.</p>
<p><strong>Verschiebung der Koordinaten</strong></p>
<p>Wenn sich angesichts solcher Politiken und den offensichtlich rassistischen Wahlk&#228;mpfen von FP&#214; und BZ&#214; weder in der (medialen) &#214;ffentlichkeit noch auf Seiten der Gro&#223;parteien Unbehagen regt und es auch von Seiten linker und liberaler Kr&#228;fte zu keinem Aufschrei mehr kommt &#8211; von Lichtermeer und einer Bewegung wie jener gegen Schwarz-Blau ganz zu schweigen -, dann deutet dies gleichzeitig auf eine ganz zentrale Ursache bzw. Bedingung f&#252;r das Wiedererstarken des parlamentarischen Rechtsextremismus hin: die umfassende Verschiebung der politischen Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse nach rechts. Anders als dies insbesondere politikwissenschaftliche Analysen zum „Rechtspopulismus&#8221; der FP&#214; h&#228;ufig nahelegen<a title="anm_94" name="anm_94" href="#anm94"><sup>94</sup></a>, war n&#228;mlich weder der Auf- und sp&#228;tere Abstieg der FP&#214; ein politisches Nullsummenspiel, noch die Partei selbst auch nur im Entferntesten ein „n&#252;tzliches Korrektiv&#8221;<a title="anm_95" name="anm_95" href="#anm95"><sup>95</sup></a> f&#252;r das politische System. Entgegen solcher verharmlosenden Positionen muss vielmehr betont werden, dass die Erfolge rechtsextremer Parteien und insbesondere ihre Regierungsbeteiligung auf das politische Klima eines Landes verheerende, langfristig wirksame Effekte haben: „Die Einbindung rechter Kr&#228;fte f&#252;hrt (&#8230;) zu einer Verschiebung nach rechts, nicht nur weil Rechte gleichsam von au&#223;en hinzukommen, sondern weil es die Bereitschaft gibt, sich nach rechts hin zu &#246;ffnen und zu verpflichten. (&#8230;) [M]it einer Bindung der Rechten an eine demokratische Volkspartei werden diese integriert, aber eben nur um den Preis, dass auch die Partei rechte Inhalte aufnimmt (&#8230;)&#8221;<a title="anm_96" name="anm_96" href="#anm96"><sup>96</sup></a>. Diese Verschiebung ist dabei „(&#8230;) mehr als nur formal gemeint, denn nun werden insgesamt die Koordinaten der Politik verschoben, rechte Positionen werden Teil des offiziellen Regierungsprogramms, gelten damit aber nicht mehr als rechts&#8221;<a title="anm_97" name="anm_97" href="#anm97"><sup>97</sup></a>. Genau eine solche Entwicklung l&#228;sst sich f&#252;r &#214;sterreich ausmachen. War es der FP&#214;, wie gezeigt, bereits in den 1990er Jahren gelungen, in einzelnen Politikfeldern &#8211; allen voran der „Ausl&#228;nder&#8221;- und Kriminalit&#228;tspolitik &#8211; die Themenf&#252;hrerschaft zu erlangen und das politische Terrain so diskursiv massiv nach rechts zu verschieben, erreichte dieser Prozess mit der zu Recht als „Tabubruch&#8221;<a title="anm_98" name="anm_98" href="#anm98"><sup>98</sup></a> empfundenen Regierungsbeteiligung 2000 zweifelsohne eine neue Qualit&#228;t. So k&#246;nnten etwa die Slogans, mit denen die &#214;VP ihren Nationalratswahlkampf 2008 bestritt („Deutschkurs statt Zuwanderung&#8221;, „Volle H&#228;rte bei Kindesmissbrauch&#8221;), ohne weiteres auch von der FP&#214; stammen. &#196;hnlich verh&#228;lt es sich mit den Aussagen der beiden &#214;VP-Innenministerinnen Prokop und Fekter, die nacheinander zun&#228;chst 45% der MuslimInnen in &#214;sterreich pauschal „Integrationsunwilligkeit&#8221; unterstellten (Prokop 2006) und dann die Einf&#252;hrung des Begriffs &#8220;Kulturdelikt&#8221; in das Strafrecht forderten (Fekter 2008). Dass auch die SP&#214; dieser Anbiederung an rechte Inhalte nur wenig nachsteht, beweist gegenw&#228;rtig der Wiener B&#252;rgermeister H&#228;upl, wenn er „Zuwanderer&#8221; auf die Einhaltung der „Wiener Hausordnung&#8221; verpflichtet, offensiv die Abschiebung ausl&#228;ndischer Straft&#228;terInnen propagiert und verspricht, „f&#252;r Ordnung zu sorgen&#8221;<a title="anm_99" name="anm_99" href="#anm99"><sup>99</sup></a>. Anders als liberale KommentatorInnen gerne suggerieren, handelt es sich bei solchen Ann&#228;herungsprozessen an die Positionen der extremen Rechten freilich nicht einfach nur um wahltaktische Man&#246;ver. Vielmehr beweist etwa das mit den Stimmen von SP&#214;, &#214;VP und BZ&#214; 2005 beschlossene „Fremdenrechtspaket&#8221;, dass sich diese Verschiebung nach rechts durchaus in realen Politiken niederschl&#228;gt &#8211; auch dann, wenn die extreme Rechte selbst gar nicht (mehr) an der Macht ist. Dass sie dorthin bald wieder zur&#252;ckkehren k&#246;nnte, daf&#252;r ist neben der inhaltlich-thematischen Ann&#228;herung zwischen sogenannter „politischer Mitte&#8221; und Rechtsextremismus v. a. der Umstand verantwortlich, dass die politische Zusammenarbeit mit der FP&#214; l&#228;ngst kein Tabu mehr darstellt. Anders als etwa in Deutschland, wo auch auf Landesebene von s&#228;mtlichen Parteien eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen NPD v&#246;llig ausgeschlossen wird, ist die FP&#214; hierzulande seit Schwarz-Blau in be&#228;ngstigendem Umfang salonf&#228;hig und zu einem potentiellen politischen Partner geworden. Neben der Wahl von Martin Graf zum dritten Nationalratspr&#228;sidenten zeugt davon gegenw&#228;rtig v. a. das Vorgehen der SP&#214;, die durch ihre Zusammenarbeit mit der FP&#214; bei der (partiellen) Abschaffung der Studiengeb&#252;hren erst j&#252;ngst ihren Beitrag dazu leistete, die Strache-Partei als gew&#246;hnlichen, d. h. legitimen Bestandteil des bereits 1999 von der &#214;VP strapazierten „Verfassungsbogens&#8221; (Andreas Kohl) erscheinen zu lassen. Auch wenn die gegenw&#228;rtige SP&#214;-F&#252;hrung eine Koalition mit der FP&#214; auf Bundesebene (noch) ausschlie&#223;t, so besteht angesichts der z. T. massiven Ann&#228;herung auf Landesebene mittelfristig wohl durchaus die Gefahr, dass aus der Strache-Partei auch f&#252;r die Faymann-SP&#214; ein „ernst zu nehmender Gespr&#228;chspartner&#8221; (der steirische Landeshauptmann Franz Voves &#252;ber die FP&#214;-Steiermark) werden k&#246;nnte, f&#252;r den dann gilt: „Ein Ausgrenzen ist nicht okay&#8221;<a title="anm_100" name="anm_100" href="#anm100"><sup>100</sup></a>. Die vor den Wahlen in Salzburg von der SP&#214;-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller get&#228;tigte Aussage, eine Koalition mit der FP&#214; l&#228;ge deshalb im Bereich des M&#246;glichen, weil „bei jeder Regierungsbildung Programm und Inhalt und ein St&#252;ck weit auch die Menschen&#8221; entscheidend w&#228;ren und man diesbez&#252;glich zur Landes-FP&#214; ein „gutes Verh&#228;ltnis&#8221; pflege gibt vor diesem Hintergrund weniger &#252;ber die Strache-Partei als vielmehr &#252;ber den inhaltlichen und personellen Zustand der SP&#214; selbst Auskunft<a title="anm_101" name="anm_101" href="#anm101"><sup>101</sup></a>.</p>
<p><strong>Remember the Nineties!</strong></p>
<p>Wie schon in den 1990er Jahren beschr&#228;nkt sich die politische Krise der Sozialdemokratie als Bedingung und Ursache f&#252;r den Aufstieg der parlamentarischen Rechten jedoch nicht allein auf die Ebene einer inhaltlichen und machtpolitischen Ann&#228;herung. Vielmehr darf auch das Unverm&#246;gen der neoliberal gewendeten Sozialdemokratie als glaubw&#252;rdige Vertreterin der ArbeiterInnenschaft aufzutreten und dem versch&#228;rften Sozialabbau unter Schwarz-Blau mit einem progressiven politischen Projekt entgegenzutreten, f&#252;r die Erkl&#228;rung der Erfolge von FP&#214; und BZ&#214; nicht untersch&#228;tzt werden. Denn w&#228;hrend die SP&#214; die soziale Frage bei den NR-Wahlen 2006 zumindest rhetorisch aufgriff und ihren Wahlkampf auf die Themen Arbeitslosigkeit, soziale Gerechtigkeit und Bildung fokussierte, war davon in den folgenden Jahren nichts mehr zu sehen. Mehr noch: grade weil die Sozialdemokratie bei diesen Wahlen mit ihrem Programm gegen Schwarz-Blau und deren neoliberale Politik punkten konnte<a title="anm_102" name="anm_102" href="#anm102"><sup>102</sup></a>, musste die Entt&#228;uschung speziell bei den abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten umso gr&#246;&#223;er ausfallen, als die gro&#223;e Koalition, insbesondere im Feld der Wirtschaftsund Sozialpolitik, den Kurs der &#214;VP-FP&#214;-Regierung unter einem sozialdemokratischen Kanzler fortsetzte. Gleichzeitig wurde das somit (erneut) aufbereite Agitationsfeld f&#252;r den autorit&#228;ren Populismus der Strache-FP&#214; durch die sich im Zuge des „BAWAG-Skandals&#8221; versch&#228;rfende Krise des &#214;GB ma&#223;geblich ausgeweitet, worauf konkret eine nachweisbar erh&#246;hte FP&#214;-Wahlbereitschaft unter gewerkschaftlich nicht organisierten W&#228;hlerInnen hinweist<a title="anm_103" name="anm_103" href="#anm103"><sup>103</sup></a>. Unter diesen Vorzeichen konnte es der SP&#214; unter Faymann bei den NR-Wahlen 2008 trotz Versprechen von „Antiteuerungsma&#223;nahmen&#8221; nicht im Geringsten gelingen, das Bild einer von „Bonzen&#8221; und „B&#252;rokraten&#8221; durchsetzten „Altpartei&#8221; abzulegen, geschweige denn einen sozialreformerischen Eindruck zu erwecken. Stattdessen vermochte es die FP&#214;, durch die Abspaltung des BZ&#214; von jeglicher Regierungsverantwortung und den schlechten Erinnerungen an Schwarz- Blau befreit, sich erneut als die einzig radikale Opposition gegen „die da oben&#8221; auszugeben. Zugleich konnte sie mit Slogans wie „Einkommen zum Auskommen&#8221;, „Soziale Sicherheit f&#252;r unsere Leut&#8217;&#8221; oder „Sozial statt sozialistisch&#8221; erfolgreich an den Alltagsverstand jener „kleinen Leute&#8221; ankn&#252;pfen, die von versch&#228;rften sozialen Verwerfungen unmittelbar betroffen waren bzw. sich bedroht f&#252;hlten: Empirisch l&#228;sst sich nachweisen, dass f&#252;r FP&#214; W&#228;hlerInnen &#8211; von denen 181.000 vorher SP&#214; gew&#228;hlt hatten &#8211; neben den weiterhin als sehr wichtig empfundenen Themen „Zuwanderung&#8221; und „Sicherheit&#8221; gerade Fragen der „Teuerung&#8221; und der „Pensionen&#8221; eine zentrale Bedeutung einnahmen sowie „Interessensvertretung&#8221; als eines der wichtigsten Wahlmotive genannt wurde<a title="anm_104" name="anm_104" href="#anm104"><sup>104</sup></a>. W&#228;hrend sich auch auf Seiten der BZ&#214;- W&#228;hlerschaft eine &#228;hnliche Motivationslage ausmachen l&#228;sst<a title="anm_105" name="anm_105" href="#anm105"><sup>105</sup></a>, muss der in diesem Fall au&#223;erordentlich starke Anteil ehemaliger &#214;VP-W&#228;hlerInnen wohl auch auf die regionale Verankerung des BZ&#214; in K&#228;rnten und den Faktor eines sich (medial orchestriert) verl&#228;sslich und staatsm&#228;nnisch gebenden Landeshauptmanns zur&#252;ckgef&#252;hrt werden<a title="anm_106" name="anm_106" href="#anm106"><sup>106</sup></a>. Dass die autorit&#228;r-populistische Agitation der parlamentarischen Rechten die soziale Frage demnach (erfolgreich) in einer ethnisierend-rassistischen Art und Weise thematisiert, ist keineswegs neu, sind doch auch hier Parallelen zur aufgezeigten Entwicklung in den 1990er Jahren auszumachen. Allerdings haben sich die Bedingungen f&#252;r eine Verkn&#252;pfung der sozialen mit der nationalen Frage dahingehend ver&#228;ndert, dass die negativen Auswirkungen der in den 1990er Jahren angelegten, neoliberalen Umstrukturierungen in den letzten Jahren voll durchschlugen. Diese Entwicklungen boten und bieten dem autorit&#228;ren Populismus der parlamentarischen Rechten in &#214;sterreich erneut Ankn&#252;pfungsfl&#228;chen, werden die daraus entstehenden neoliberalen Subjektanforderungen hier doch einerseits „im rechtsextremen Modell von volksgemeinschaftlichem Sozialstaat aufgel&#246;st&#8221;, und „[a]ndererseits &#8230; Formen der Ausgrenzung, Brutalisierung und Mobilisierung des Subjekts aufgegriffen und gegen die gesellschaftlich Marginalisierten gewendet&#8221;<a title="anm_107" name="anm_107" href="#anm107"><sup>107</sup></a>. Dass vor dem Hintergrund der analysierten Gr&#252;nde f&#252;r den Erfolg der parlamentarischen Rechten in &#214;sterreich eine weitere Radikalisierung der autorit&#228;r-populistischen Agitation h&#246;chst wahrscheinlich ist, zeigt sich nicht zuletzt am FP&#214;-Slogan f&#252;r die anstehenden EU-Parlamentswahlen „Volksvertreter statt EU-Verr&#228;ter&#8221;, mit welchem nur zu offenkundig ein vermeintlicher Kampf gegen Privilegien mit der islamophoben Aufhetzung einer konstruierten v&#246;lkischen Solidargemeinschaft gegen einen EU-Beitritt der T&#252;rkei verbunden wird, sowie auch an den j&#252;ngsten Wahlplakaten der FP&#214;-Wien: in Form einer rechtsextremen Assoziationskette werden „Sicheres Wien &#8211; Geb&#252;hrensenkungen &#8211; Arbeit f&#252;r Staatsb&#252;rger &#8211; Zuwanderungsstopp &#8211; Stopp der Islamisierung&#8221; gefordert, wobei auch dies in der (medialen) &#214;ffentlichkeit l&#228;ngst als politische Normalit&#228;t hingenommen wird.</p>
<p><strong>Strategien in der Krise</strong></p>
<p>Vor dem Hintergrund dieser j&#252;ngsten Entwicklungen, aber auch und vor allem vor den Erfahrungen mit dem Aufstieg der Haider-FP&#214; ist es also mehr als nur wahrscheinlich, dass die gegenw&#228;rtige Krise sich unter den gegebenen Voraussetzungen in weiteren Erfolgen der autorit&#228;r-populistisch agitierenden parlamentarischen Rechten niederschlagen wird. Dies sollte jedoch nicht als Aufruf zum politischen Fatalismus missverstanden werden. Vielmehr gilt hier und heute mehr denn je, was Stuart Hall in den 1980er Jahren zur Situation in Gro&#223;britannien sagte, dass n&#228;mlich „&#8230; die Krise kein gegebener Zustand ist, sondern ein wirkliches Kampffeld, in das die Kr&#228;fte der Rechten aktiv eingegriffen haben&#8221;<a title="anm_108" name="anm_108" href="#anm108"><sup>108</sup></a>. Als ein solches Kampffeld er&#246;ffnet die Krise demnach auch der Linken Handlungsspielr&#228;ume und Interventionsm&#246;glichkeiten. Diese sollte sie allein schon deshalb nutzen, weil allein eine politisch offensiv agierende Linke auf Dauer die Chance hat, der Rechten in &#214;sterreich das Wasser abzugraben. Dazu bedarf es zuallererst eines klaren Verst&#228;ndnisses f&#252;r den politischen Charakter dieser Rechten. Statt sie also zu verharmlosen, gilt es, diese Rechte auf den Begriff zu bringen und als das zu benennen, was sie mehrheitlich ist: rechtsextrem. Daran anschlie&#223;end m&#252;sste an die Stelle der v. a. von &#214;VP und SP&#214; betriebenen inhaltlichen, personellen und machtpolitischen Ann&#228;herung eine v&#246;llige und unmissverst&#228;ndliche Abgrenzungspolitik treten. Grade die Erfahrungen aus den 1990er Jahren sollten hier Warnung genug sein, wohin die Anbiederung an die extreme Rechte diese f&#252;hrt: direkt in die Regierung. Besondere Bedeutung erlangt dieses Argument gegenw&#228;rtig v. a. deshalb, weil &#252;ber die Frage nach der nationalen Bew&#228;ltigung der Krise mehr denn je Ankn&#252;pfungspunkte an wohlfahrtschauvinistische und rassistische Politik der Rechten bestehen. Schlie&#223;lich, und das ist der vielleicht wichtigste Punkt, wird der Rechtsextremismus mit seiner autorit&#228;r-populistischen Agitation solange breite Schichten der Subalternen ansprechen k&#246;nnen, wie deren Interessen nicht in linken Projekten und linker Politik artikuliert werden und es zu keinen nennenswerten sozialen K&#228;mpfen kommt. Dass diesbez&#252;glich gegenw&#228;rtig von der neoliberal gewendeten Sozialdemokratie ebenso wenig zu erwarten ist wie von der Gewerkschaftsb&#252;rokratie, liegt auf der Hand. Gerade in linken Kreisen weniger selbstverst&#228;ndlich d&#252;rfte demgegen&#252;ber die Einsicht sein, dass die Bildung eines breiten, gesamtgesellschaftlich verankerten Projekts, das in der Lage w&#228;re, die Rechte tats&#228;chlich nachhaltig herauszufordern und die soziale Frage von links zu stellen, nur unter Einbeziehung der progressiven Teile von Sozialdemokratie und Gewerkschaften m&#246;glich sein wird. Zentrales Kennzeichen eines solchen popular-demokratischen Projekts m&#252;sste freilich sein, dass es, anders als der autorit&#228;re Populismus der Rechten, die Interessen, N&#246;te und Forderungen der Subalternen nicht einfach von „oben&#8221; aufgreift. Statt auf diesem Weg weiter zur Passivierung der Menschen beizutragen, w&#252;rde es vielmehr darum gehen, auf emanzipatorische Bewegungen von unten zu setzen, die ihre Dynamik und ihr Potential aus den auch allt&#228;glichen K&#228;mpfen um bessere Arbeitsbedingungen, h&#246;here L&#246;hne oder Abfindungen, bessere Bildung, sicherere Pensionen, niedrigere Mieten usw. usf. gewinnen. Die kollektive Selbsterm&#228;chtigung in und durch soziale Auseinandersetzungen ist mittel- und langfristig der geeignete Weg, Erfolge rechter und rechtsextremer Bewegungen und Parteien zu stoppen und diese zur&#252;ckzudr&#228;ngen109. Das hei&#223;t nicht, dass die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus und kontinuierliche Antifa-Arbeit hinf&#228;llig w&#228;ren; ohne den Aufbau einer politischen Alternative, welche die soziale Frage von links zu beantworten vermag, wird die Vormachtstellung der Rechten aber nicht zu brechen sein.</p>
<h3>Anmerkungen</h3>
<p><a title="anm1" name="anm1" href="#anm_1">1</a> Nach Bailer-Galanda (Zum Begriff des Rechtsextremismus, www.doew.at) und Schiedel (a.a.O., S. 24ff .) beschreibt der Begriff Rechtsextremismus die B&#252;ndelung und Kombination unterschiedlicher Elemente, wie etwa Antiegalitarismus und Biologismus, Antiliberalismus und Antipluralismus, Antiindividualismus, Rassismus und Antisemitismus, Nationalismus, Autoritarismus, revisionistische Geschichtsschreibung, Gewaltakzeptanz/-bereitschaft. Im Sinne dieser Bestimmung und angesichts der Kontinuit&#228;ten zum Nationalsozialismus sowie des Naheverh&#228;ltnisses zu Neonazismus und Deutschnationalismus handelt es sich bei der FP&#214; um eine rechtsextremistische Partei.</p>
<p><a title="anm2" name="anm2" href="#anm_2">2</a> Vgl. http://www.sosmitmensch.at/stories/33/; http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/425302/print.do</p>
<p><a title="anm3" name="anm3" href="#anm_3">3</a> Sprechen wir &#252;ber FP&#214; <em>und </em>BZ&#214;, verwendet wir die Bezeichnung „parlamentarische Rechte&#8221;.</p>
<p><a title="anm4" name="anm4" href="#anm_4">4</a> F&#252;r eine umfassendere Darstellung der aktuellen Zust&#228;nde im „&#246;sterreichischen Haus&#8221; vgl. MALMOE, Nr. 44 2008, S. 2.</p>
<p><a title="anm5" name="anm5" href="#anm_5">5</a> Schiedel, Heribert: Der Rechte Rand. Extremistische Gesinnungen in unserer Gesellschaft, Wien 2007, S. 53.</p>
<p><a title="anm6" name="anm6" href="#anm_6">6</a> Vgl. Wiegel, Gerd: Rechtes Erfolgsmodell &#214;sterreich; in: K&#252;hnl, Reinhard et al. (Hg.): Die extreme Rechte in Europa. Zur neueren Entwicklung in Deutschland, &#214;sterreich, Frankreich und Italien, Heilbronn 1998, S. 97. Kreisky, Eva: In Konvergenz der Interessen: Neoliberale Praktiken und rechtspopulistische Regierung sozialen Protests; in: Demirovi&#196;, Alex/ Bojadžijev, Manuela (Hg.): Konjunkturen des Rassismus, M&#252;nster 2002, S. 63.</p>
<p><a title="anm7" name="anm7" href="#anm_7">7</a> Kreisky, a.a.O., S. 63.</p>
<p><a title="anm8" name="anm8" href="#anm_8">8</a> Bailer, Brigitte/Neugebauer, Wolfgang: Abri&#223; der Entwicklung des Rechtsextremismus in &#214;sterreich; in: Stiftung Dokumentationsarchiv des &#246;sterreichischen Widerstandes (Hg.): Handbuch des &#246;sterreichischen Rechtsextremismus, Wien 1994, S. 97.</p>
<p><a title="anm9" name="anm9" href="#anm_9">9</a> Vgl. ebd.</p>
<p><a title="anm10" name="anm10" href="#anm_10">10</a> Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., 69f.</p>
<p><a title="anm11" name="anm11" href="#anm_11">11</a> Wiegel, a.a.O., S. 100.</p>
<p><a title="anm12" name="anm12" href="#anm_12">12</a> Bailer, Brigitte/Neugebauer, Wolfgang: Die FP&#214;: Vom Liberalismus zum Rechtsextremismus; in: Stiftung Dokumentationsarchiv des &#246;sterreichischen Widerstandes (Hg.): Handbuch des &#246;sterreichischen Rechtsextremismus, Wien 1994, S. 357.</p>
<p><a title="anm13" name="anm13" href="#anm_13">13</a> Bailer/Neugebauer, Die FP&#214;, a.a.O., S. 358.</p>
<p><a title="anm14" name="anm14" href="#anm_14">14</a> Ebd., S. 359.</p>
<p><a title="anm15" name="anm15" href="#anm_15">15</a> Vgl. Bailer/Neugebauer, Die FP&#214;, a.a.O., S. 364; Schiedel, Der Rechte Rand, S. 78ff .</p>
<p><a title="anm16" name="anm16" href="#anm_16">16</a> Bailer/Neugebauer, Die FP&#214;, a.a.O., S. 364.</p>
<p><a title="anm17" name="anm17" href="#anm_17">17</a> Ebd., S. 360.</p>
<p><a title="anm18" name="anm18" href="#anm_18">18</a> Schiedel, Der Rechte Rand, S. 70f.</p>
<p><a title="anm19" name="anm19" href="#anm_19">19</a> Ebd., S. 361f.</p>
<p><a title="anm20" name="anm20" href="#anm_20">20</a> ebd., S. 366ff .</p>
<p><a title="anm21" name="anm21" href="#anm_21">21</a> Plasser, zitiert nach ebd., S. 368.</p>
<p><a title="anm22" name="anm22" href="#anm_22">22</a> Ebd., S. 370.</p>
<p><a title="anm23" name="anm23" href="#anm_23">23</a> Ebd., S. 386.</p>
<p><a title="anm24" name="anm24" href="#anm_24">24</a> Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S. 85.</p>
<p><a title="anm25" name="anm25" href="#anm_25">25</a> Bailer/Neugebauer, Die FP&#214;, a.a.O., S. 389.</p>
<p><a title="anm26" name="anm26" href="#anm_26">26</a> Ebd., S. 372.</p>
<p><a title="anm27" name="anm27" href="#anm_27">27</a> Schiedel, Heribert: Th esen zum aktuellen „Rechtspopulismus&#8221; in Europa, 2002; unter: http://www.nadir.org/nadir/kampagnen/landinsicht/content/text107.html.</p>
<p><a title="anm28" name="anm28" href="#anm_28">28</a> Fr&#246;lich-Steff en, Susanne/Rensmann, Lars: Populistische Regierungsparteien in Ost- und Westeuropa: Vergleichende Perspektiven der politikwissenschaftlichen Forschung; in: dies. (Hg.): Populisten an der Macht. Populistische Regierungsparteien in West- und Osteuropa, Wien 2005, 12ff.</p>
<p><a title="anm29" name="anm29" href="#anm_29">29</a> Kreisky, a.a.O., S. 73.</p>
<p><a title="anm30" name="anm30" href="#anm_30">30</a> Butterwegge, Christoph: Definitionen, Einfallstore und Handlungsfelder des Rechtspopulismus; in: ders./Hentges, Gudrun (Hg.): Rechtspopulismus, Arbeitswelt und Armut. Befunde aus Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz, Opladen &amp; Farmington Hills 2008, S. 39.</p>
<p><a title="anm31" name="anm31" href="#anm_31">31</a> Vgl. ebd., 39f.; Decker, Frank: Der neue Rechtspopulismus, Opladen 2004, S. 21ff.</p>
<p><a title="anm32" name="anm32" href="#anm_32">32</a> Decker, Der neue Rechtspopulismus, a.a.O., S. 21.</p>
<p><a title="anm33" name="anm33" href="#anm_33">33</a> Ebd.</p>
<p><a title="anm34" name="anm34" href="#anm_34">34</a> Exemplarisch: Fr&#246;lich-Steff en/Rensmann, a.a.O., S. 4ff .</p>
<p><a title="anm35" name="anm35" href="#anm_35">35</a> Butterwegge, a.a.O., S. 39.</p>
<p><a title="anm36" name="anm36" href="#anm_36">36</a> Schiedel, Thesen zum Rechtspopulismus, a.a.O.</p>
<p><a title="anm37" name="anm37" href="#anm_37">37</a> Link, J&#252;rgen: „Rechtspopulismus&#8221;? &#220;ber einige diskurstaktische Probleme beim Bek&#228;mpfen des Neorassismus unter normalistischen Verh&#228;ltnissen (mit neun diskurstaktischen Tips); in: Demirovi&#196;, Alex/Bojadžijev, Manuela (Hg.): Konjunkturen des Rassismus, M&#252;nster 2002, S. 197.</p>
<p><a title="anm38" name="anm38" href="#anm_38">38</a> vgl. etwa Bojadžijev, Manuela/Demirovi&#196;, Alex (2002): Vorwort, in: dies. (Hg.): Konjunkturen des Rassismus, M&#252;nster 2002; Butterwegge, a.a.O.; Kreisky, a.a.O.; Schiedel, Thesen zum Rechtspopulismus, a.a.O.; Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O.</p>
<p><a title="anm39" name="anm39" href="#anm_39">39</a> Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S.18.</p>
<p><a title="anm40" name="anm40" href="#anm_40">40</a> zur Entstehungsgeschichte des Begriff s, vgl. Hall, Stuart: Die Bedeutung des autorit&#228;ren Populismus f&#252;r den Thatcherismus; in: Das Argument, Nr. 152, 1985;</p>
<p><a title="anm41" name="anm41" href="#anm_41">41</a> vgl. ebd.; sowie Hall, Stuart: Popular-demokratischer oder autorit&#228;rer Populismus; in: Dubiel, Helmut (Hg.): Populismus und Aufkl&#228;rung, Frankfurt a. M. 1986; Jessop, Bob et. al.: Autorit&#228;rer Populismus, Zwei Nationen und Thatcherismus, in: Das Argument, Nr. 152, 1985.</p>
<p><a title="anm42" name="anm42" href="#anm_42">42</a> Falkenberg, zitiert nach Kreisky, a.a.O., S. 73.</p>
<p><a title="anm43" name="anm43" href="#anm_43">43</a> Vgl. Schiedel, Th esen zum Rechtspopulismus, a.a.O.</p>
<p><a title="anm44" name="anm44" href="#anm_44">44</a> Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S. 66.</p>
<p><a title="anm45" name="anm45" href="#anm_45">45</a> Hall, Die Bedeutung des autorit&#228;ren Populismus, a.a.O., S. 535.</p>
<p><a title="anm46" name="anm46" href="#anm_46">46</a> Laclau, zitiert nach Kreisky, a.a.O., S. 82.</p>
<p><a title="anm47" name="anm47" href="#anm_47">47</a> Vgl. Kreisky, a.a.O., S. 51.</p>
<p><a title="anm48" name="anm48" href="#anm_48">48</a> Vgl. Papouschek, Ulrike/Flecker, J&#246;rg/Kirschenhofer, Sabine/Krenn, Manfred: Vorurteil und Berechnung. Sozio&#246;konomischer Wandel und Varianten rechtspopulistischer Anziehung; in: Butterwegge, Christoph/Hentges, Gudrun (Hg.): Rechtspopulismus, Arbeitswelt und Armut. Befunde aus Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz, Opladen &amp; Farmington Hills 2008, S. 187; Kreisky, a.a.O., S. 65.</p>
<p><a title="anm49" name="anm49" href="#anm_49">49</a> Entgegen dem w&#228;hrend der 1970er Jahre vergleichsweise niedrigen Niveau von Arbeitslosigkeit, stieg die Arbeitslosenquote von etwa 2% zu Beginn der 1980er Jahre auf &#252;ber 7% am Ende der 1990er Jahre an; vgl. Papouschek et al., a.a.O., S. 187; Kreisky, a.a.O., S. 65; Atzm&#252;ller, Roland: Wie macht man eine Arbeiterpartei? in: grundrisse. Zeitschrift f&#252;r linke theorie und debatte, 4/2002, http://www.grundrisse.net/grundrisse04/4arbeiterpartei.htm; Probst, Stefan: Zur&#252;ck zu K.u.K.? in: Perspektiven Nr. 2, unter: http://www.perspektiven-online.at/artikel/zurueck-zu-kuk/.</p>
<p><a title="anm50" name="anm50" href="#anm_50">50</a> Pelinka, Anton: Die FP&#214; im internationalen Vergleich. Zwischen Rechtspopulismus, Deutschnationalismus und &#214;sterreich-Patriotismus. In: conflict &amp; communication online 1/2002, unter http://www.cco.regeneronline.de/2002_1/pdf_2002_1/pelinka.pdf.</p>
<p><a title="anm51" name="anm51" href="#anm_51">51</a> Pelinka, Anton/Rosenberger, Sieglinde: &#214;sterreichische Politik. Grundlagen &#8211; Strukturen &#8211; Trends. 2., aktualisierte Auflage, Wien 2003, S. 68.</p>
<p><a title="anm52" name="anm52" href="#anm_52">52</a> Kreisky, a.a.O., S. 55.</p>
<p><a title="anm53" name="anm53" href="#anm_53">53</a> Bailer/Neugebauer, Die FP&#214;, a.a.O., S. 406.</p>
<p><a title="anm54" name="anm54" href="#anm_54">54</a> Ulram, Peter A.: Sozialprofi l und Wahlmotive der FP&#214;-W&#228;hler: Zur Modernit&#228;t des Rechtspopulismus am Beispiel des Ph&#228;nomens Haider; in: Loch, Dieter / Heitmeyer, Wilhelm (Hg.): Schattenseiten der Globalisierung. Rechtsradikalismus, Rechtspopulismus und separatistischer Regionalismus in westlichen Demokratien, Frankfurt a. M. 2001, S. 209ff .</p>
<p><a title="anm55" name="anm55" href="#anm_55">55</a> Wobei festgehalten werden muss, dass die Ausgrenzung der Haider-FP&#214; ohnehin von Beginn an je nach (vermeintlich erfolgreicher) parteipolitischer Strategie aufgehoben werden konnte, wie bspw. die Erm&#246;glichung der Wahl Haiders zum K&#228;rntner Landeshauptmann durch die &#214;VP im Jahr 1989 zeigte (Bailer/Neugebauer, Die FP&#214;, a.a.O., S. 372).</p>
<p><a title="anm56" name="anm56" href="#anm_56">56</a> Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S. 18.</p>
<p><a title="anm57" name="anm57" href="#anm_57">57</a> Zur Bedeutung dieser Aff &#228;re f&#252;r den Aufstieg der FP&#214;, vgl. Bailer/Neugebauer, Die FP&#214;, a.a.O, S. 372.</p>
<p><a title="anm58" name="anm58" href="#anm_58">58</a> vgl. Kreisky, a.a.O., S. 65; Atzm&#252;ller, a.a.O.</p>
<p><a title="anm59" name="anm59" href="#anm_59">59</a> vgl. http://demokratiezentrum.org/de/index.html?idcatside=1343</p>
<p><a title="anm60" name="anm60" href="#anm_60">60</a> Dieser Abspaltung ging eine erneute Zuspitzung des innerparteilichen Fl&#252;gelkampfes voraus, die ihren Ausgangspunkt vor allem in der Verwendung des nazistischen Begriff s „Umvolkung&#8221; durch den ideologischen Parteif&#252;hrer und heutigen EU-Parlamentsabgeordneten Andreas M&#246;lzer im M&#228;rz 1992 hatte und im weiteren Verlauf zu einer Reihe von Parteiaustritten f&#252;hrte: „Mit der Gruppe Schmidt-Frischenschlager-Mautner- Markhof-Peter verlie&#223;en die letzten Liberalen von Gewicht die FP&#214;, die nun ausschlie&#223;lich von Haider und seinen Gehilfen politisch dominiert und von Rechtsextremen um M&#246;lzer ideologisch ausgerichtet wurde&#8221; (Bailer/Neugebauer, Die FP&#214;, a.a.O., S. 394).</p>
<p><a title="anm61" name="anm61" href="#anm_61">61</a> Vgl. Bailer/Neugebauer, Die FP&#214;, a.a.O., S. 373.</p>
<p><a title="anm62" name="anm62" href="#anm_62">62</a> Vgl. Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S. 20.</p>
<p><a title="anm63" name="anm63" href="#anm_63">63</a> Ebd.</p>
<p><a title="anm64" name="anm64" href="#anm_64">64</a> Vgl. ebd., S. 112ff .</p>
<p><a title="anm65" name="anm65" href="#anm_65">65</a> vgl. Neugebauer, Wolfgang (1999): J&#246;rg Haider: Neonazi, Rechtsextremer oder Populist? in: Falter, Nr. 41/1999, unter: http://www.doew.at.</p>
<p><a title="anm66" name="anm66" href="#anm_66">66</a> Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S. 113.</p>
<p><a title="anm67" name="anm67" href="#anm_67">67</a> Vgl. Butterwegge, Christoph/Hentges, Gudrun (Hg.): Rechtspopulismus, Arbeitswelt und Armut. Befunde aus Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz, Opladen &amp; Farmington Hills 2008.</p>
<p><a title="anm68" name="anm68" href="#anm_68">68</a> Papouschek et al., a.a.O, S. 206ff .</p>
<p><a title="anm69" name="anm69" href="#anm_69">69</a> Zum eklatanten M&#228;nner&#252;berhang bei FP&#214;-W&#228;hlerInnen, vgl. Pelinka, Anton: Die FP&#214;: Eine rechtspopulistische Regierungspartei zwischen Adaption und Opposition; in: Fr&#246;lich-Steffen, Susanne/Rensmann, Lars (Hg.): Populisten an der Macht. Populistische Regierungsparteien in West- und Osteuropa, Wien 2005, S. 94f.</p>
<p><a title="anm70" name="anm70" href="#anm_70">70</a> vgl. Flecker, J&#246;rg: Die populistische L&#252;cke. Umbr&#252;che in der Arbeitswelt und ihre politische Verarbeitung; in: Butterwegge, Christoph/Hentges, Gudrun (Hg.): Rechtspopulismus, Arbeitswelt und Armut. Befunde aus Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz, Opladen &amp; Farmington Hills 2008, S. 82ff .; Papouschek et. al., a.a.O., S. 184ff.</p>
<p><a title="anm71" name="anm71" href="#anm_71">71</a> vgl. Pelinka, Die FP&#214;, a.a.O., S. 94; Decker, Der neue Rechtspopulismus, a.a.O., S. 75; zur Kritik an den Ergebnissen dieser Studie, siehe Atzm&#252;ller, a.a.O.</p>
<p><a title="anm72" name="anm72" href="#anm_72">72</a> vgl. Papouschek et. al., a.a.O., S. 184ff .</p>
<p><a title="anm73" name="anm73" href="#anm_73">73</a> Decker, Der neue Rechtspopulismus, a.a.O., S.75.</p>
<p><a title="anm74" name="anm74" href="#anm_74">74</a> Gaugg, zitiert nach Gratzer, Christian: Der Scho&#223; ist fruchtbar noch &#8230; NSDAP (1920-1933) &#8211; FP&#214; (1986-1998). Kontinuit&#228;ten, Parallelen, &#196;hnlichkeiten, Wien 1998, S. 94.</p>
<p><a title="anm75" name="anm75" href="#anm_75">75</a> Vgl. Plasser, Fritz/Ulram, Peter A.: Rechtspopulistische Resonanzen: Die W&#228;hlerschaft der FP&#214;; in: Plasser, Fritz/Ulram, Peter A./Sommer, Franz (Hg.): Das &#246;sterreichische Wahlverhalten, Wien 2000, S. 232.</p>
<p><a title="anm76" name="anm76" href="#anm_76">76</a> Gratzer, a.a.O., S. 98.</p>
<p><a title="anm77" name="anm77" href="#anm_77">77</a> Kreisky, a.a.O.</p>
<p><a title="anm78" name="anm78" href="#anm_78">78</a> Die Gruppe junger, politisch unbedarfter M&#228;nner um Peter Westenthaler, Walter Maischberger und Gernot Rumpold, mit denen Haider sich umgab (vgl. Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S. 112)</p>
<p><a title="anm79" name="anm79" href="#anm_79">79</a> Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S. 112.</p>
<p><a title="anm80" name="anm80" href="#anm_80">80</a> Pelinka, Die FP&#214;, a.a.O., S. 98.</p>
<p><a title="anm81" name="anm81" href="#anm_81">81</a> Kreisky, a.a.O., 59f.</p>
<p><a title="anm82" name="anm82" href="#anm_82">82</a> Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S. 114f.</p>
<p><a title="anm83" name="anm83" href="#anm_83">83</a> Sichrovsky, zitiert nach Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S. 16.</p>
<p><a title="anm84" name="anm84" href="#anm_84">84</a> Ebd., S. 120.</p>
<p><a title="anm85" name="anm85" href="#anm_85">85</a> Ebd., S. 116.</p>
<p><a title="anm86" name="anm86" href="#anm_86">86</a> Zugleich verlor die FP&#214; bei allen Landtagswahlen zwischen 2000 und 2004 &#8211; mit Ausnahme K&#228;rntens &#8211; zwischen 10,9 (Salzburg) und 14,5 (Vorarlberg) sowie bei den drei Landtags- und Gemeinderatswahlen 2005 jeweils mindestens 5,3 Prozentpunkte.</p>
<p><a title="anm87" name="anm87" href="#anm_87">87</a> Vgl. http://www.sora.at/de/start.asp?b=21; Papouschek et. al., a.a.O., S. 188, Fn. 1.</p>
<p><a title="anm88" name="anm88" href="#anm_88">88</a> Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S. 118ff .</p>
<p><a title="anm89" name="anm89" href="#anm_89">89</a> ebd., S. 122.</p>
<p><a title="anm90" name="anm90" href="#anm_90">90</a> Vgl. SORA: Analysen zur Nationalratswahl 2006, http://www.sora.at/images/doku/sora_analysen_nrw_2006.pdf</p>
<p><a title="anm91" name="anm91" href="#anm_91">91</a> Schiedel, Heribert: Sind FP&#214; und BZ&#214; rechtsextrem? Eine Analyse des parteilichen Status quo; in: MALMOE Nr. 44, S. 4.</p>
<p><a title="anm92" name="anm92" href="#anm_92">92</a> Vgl. Stenographisches Protokoll der 720. Sitzung des Bundesrates der Republik &#214;sterreich, http://www.parlament.gv.at/PG/DE/BR/BRSITZ/BRSITZ_00720/fname_044485.pdf, S. 125.</p>
<p><a title="anm93" name="anm93" href="#anm_93">93</a> vgl. http://oesterreich.orf.at/kaernten/stories/324860/</p>
<p><a title="anm94" name="anm94" href="#anm_94">94</a> vgl. Pelinka, Die FP&#214;, a.a.O.; Decker, Der neue Rechtspopulismu, a.a.O.</p>
<p><a title="anm95" name="anm95" href="#anm_95">95</a> Decker, Der neue Rechtspopulismus, a.a.O.</p>
<p><a title="anm96" name="anm96" href="#anm_96">96</a> Bojadžijev/Demirovi&#196;, a.a.O., S. 8.</p>
<p><a title="anm97" name="anm97" href="#anm_97">97</a> Ebd., S. 19.</p>
<p><a title="anm98" name="anm98" href="#anm_98">98</a> Schiedel, Der Rechte Rand, a.a.O., S. 16.</p>
<p><a title="anm99" name="anm99" href="#anm_99">99</a> vgl. &#214;sterreich 23.04.2009: S. 15.</p>
<p><a title="anm100" name="anm100" href="#anm_10">100</a> vgl. http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/449879/index.do?parentid=420915&amp;ac=0&amp;isanonym=0&amp;id=420915)</p>
<p><a title="anm101" name="anm101" href="#anm_101">101</a> vgl. http://wahlen.ots.at/salzburg2009/node/135</p>
<p><a title="anm102" name="anm102" href="#anm_102">102</a> vgl. SORA, a.a.O., http://www.sora.at/images/doku/sora_analysen_nrw_2006.pdf.</p>
<p><a title="anm103" name="anm103" href="#anm_103">103</a> vgl. SORA: Nationalratswahl 2008; http://www.sora.at/images/doku/SORA_ISA_Analyse_NRW_2008.pdf</p>
<p><a title="anm104" name="anm104" href="#anm_104">104</a> vgl. ebd.</p>
<p><a title="anm105" name="anm105" href="#anm_105">105</a> Vgl. ebd.</p>
<p><a title="anm106" name="anm106" href="#anm_106">106</a> Obwohl sich das volle Ausma&#223; der verkl&#228;renden Normalisierung des „staatsm&#228;nnischen&#8221; Rechtsextremen erst mit dessen Tod auf Heimatboden offenbarte: „Partei&#252;bergreifende und sonstige Prominenz hielt glorifi zierende Reden auf den im Vollrausch in den Tod Gerasten. K&#228;rnten is lei ans &#8211; mit Blumen beladen am Unfallort des Volkes F&#252;hrers&#8221; (MALMOE Nr. 44).</p>
<p><a title="anm107" name="anm107" href="#anm_107">107</a> Kaindl, Christina: Antikapitalismus und Globalisierungskritik von rechts &#8211; Erfolgskonzepte f&#252;r die extreme Rechte? in: Bathke, Peter / Spindler, Susanne (Hg.): Neoliberalismus und Rechtsextremismus in Europa. Zusammenh&#228;nge &#8211; Widerspr&#252;che &#8211; Gegenstrategien, Berlin 2006, : Karl Dietz Verlag, S. 73.</p>
<p><a title="anm108" name="anm108" href="#anm_108">108</a> Hall, Popular-demokratischer oder autorit&#228;rer Populismus, a.a.O., S. 104.</p>
<p><a title="anm109" name="anm109" href="#anm_109">109</a> Wie erfolgreiche linke Projekte und soziale K&#228;mpfe rechtsextremen Parteien die Anh&#228;ngerInnenschaft streitig machen k&#246;nnen, zeigen die Linkspartei in Deutschland oder die Mobilisierungen in Frankreich.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.perspektiven-online.at/2009/06/13/fpoe-rechts-extrem-erfolgreich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
