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	<title>PERSPEKTIVEN : Magazin für linke Theorie und Praxis &#187; Vietnam</title>
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		<title>Wie der Vietnamkrieg gestoppt wurde</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 22:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rezension: Jonathan Neale: Der amerikanische Krieg. Vietnam 1960-1975. K&#246;ln: Atlantik/Neuer ISP Verlag 2004. 17,30 €]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rezension: Jonathan Neale: Der amerikanische Krieg. Vietnam 1960-1975. K&#246;ln: Atlantik/Neuer ISP Verlag 2004. 17,30 €<br />
<span id="more-82"></span><br />
In Der amerikanische Krieg schildert der Marxist Jonathan Neale eindrucksvoll, wie die Supermacht USA einen Krieg gegen eine milit&#228;risch unterlegene Guerillaarmee gleich an zwei Fronten verloren hat: in Vietnam und in den USA.<br />
Doch es handelt sich um weit mehr als nur um einen geschichtlichen Abriss &#252;ber einen l&#228;ngst vergangenen Krieg. Die St&#228;rke dieses Buches liegt darin, dass Neale einerseits den Konflikt, in dem sich die USA sowohl innen- als auch au&#223;enpolitisch befand, mit einer bestechenden Klarheit beschreibt und analysiert. Andererseits – und das macht dieses Buch so einmalig und beeindruckend – l&#228;sst er auf lebendige und authentische Weise die Betroffenen des Krieges zu Wort kommen: Die vietnamesischen Widerstandsk&#228;mpferInnen, die amerikanischen Soldaten in Vietnam, deren sich &#228;ngstigenden M&#252;tter und die AntikriegsaktivistInnen in den USA.<br />
Die Niederlage der US-Regierung resultierte aus drei Elementen: Der erbitterte vietnamesische Widerstand, die Protestbewegung in den USA und letztlich die Auflehnung und Verweigerung der Soldaten innerhalb der US-Armee selbst. Die Bilder der Tet-Offensive, in der vietnamesische Guerillak&#228;mpferInnen die US-Botschaft in Saigon st&#252;rmten und f&#252;r einige Stunden besetzt hielten, gingen um den gesamten Globus. Zus&#228;tzlich sah sich die US-Regierung konfrontiert mit einem Protest nie gekannten Ausma&#223;es, die auch die B&#252;rgerInnenrechtsbewegung der Schwarzen und die Eltern der Soldaten miteinschloss.<br />
Neben dem vietnamesischen Widerstand und dem Protest in den USA lag der Grund f&#252;r das Scheitern der USA v.a. auch am Widerstand innerhalb der US-Armee selbst. Neale schreibt: „Die GIs in Vietnam kamen aus der Arbeiterklasse, und ihr Auftrag lautete, eine Revolte armer Bauern zu zerschlagen. Sie wussten es. Sie waren in einen grausamen Krieg geschickt worden und wurden ermuntert, zu t&#246;ten und Leichen zu z&#228;hlen. Der Widerspruch, in dem sie gefangen waren, die Qual und die Konfusion, auf der falschen Seite zu stehen, trieb viele zur Grausamkeit. Dieselben Kr&#228;fte jedoch konnten die M&#228;nner zur selben Zeit zur Revolte gegen den Krieg treiben – und sie revoltierten auch.“ Zun&#228;chst begannen einige Soldaten Antikriegstreffen zu organisieren. Was als kleinere Versammlungen von Einzelnen begann, weitete sich rasch aus. GIs traten organisiert auf, verweigerten Befehle und schossen sogar auf Offiziere.<br />
Heute wird h&#228;ufig von einer „Vietnamisierung“ des Irakkriegs gesprochen. Tats&#228;chlich finden sich im Irakkonflikt die drei tragenden Elemente, die den USA ihrem unpopul&#228;r gef&#252;hrten Krieg und der jetzigen Besatzung zum Verh&#228;ngnis werden k&#246;nnten: Der Widerstand der IrakerInnen, eine weltweite Antikriegsbewegung und zunehmender Unmut in der Armee.<br />
Deshalb ist das Buch so wertvoll; nicht nur weil es packend geschrieben ist, auch weil sich aus den Protesten der Bewegung von damals viele relevante Lehren f&#252;r heute ziehen lassen.</p>
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