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	<title>PERSPEKTIVEN : Magazin für linke Theorie und Praxis &#187; Obama</title>
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		<title>Perspektiven Nr. 6 (Herbst 2008) erschienen!</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 16:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Schwerpunkt: USA – Br&#252;che im Imperium


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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.perspektiven-online.at/artikel/category/ausgaben/perspektiven-nr-6/"><br />
<h3>Schwerpunkt: USA – Br&#252;che im Imperium</h3>
<p></a><br />
<a href="http://www.perspektiven-online.at/artikel/category/ausgaben/perspektiven-nr-6/"><img class="alignleft" title="perspektiven6" src="http://www.perspektiven-online.at/wp-content/uploads/2008/10/perspektiven6.jpg" alt="" width="209" height="226" /></a></p>
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		<title>Editorial</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 15:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als der demokratische US-Pr&#228;sidentschaftskandidat Barack Obama im Juli im Rahmen einer kleinen Europa-Tournee Berlin besuchte, bot sich ein bizarres Bild. Versorgt von Wurst-, Bier- und Devotionalienverk&#228;uferInnen jubelten mehr als 200.000 Menschen, als w&#252;rde eine Mischung aus Rockstar, Jesus und Martin Luther King zu ihnen sprechen – und nicht der vielleicht schon bald m&#228;chtigste Mann der Welt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als der demokratische US-Pr&#228;sidentschaftskandidat Barack Obama im Juli im Rahmen einer kleinen Europa-Tournee Berlin besuchte, bot sich ein bizarres Bild. Versorgt von Wurst-, Bier- und Devotionalienverk&#228;uferInnen jubelten mehr als 200.000 Menschen, als w&#252;rde eine Mischung aus Rockstar, Jesus und Martin Luther King zu ihnen sprechen – und nicht der vielleicht schon bald m&#228;chtigste Mann der Welt.<span id="more-131"></span> Die Sehnsucht nach einem Richtungswechsel an der Spitze der letzten verbliebenen Supermacht ist gro&#223;, und das nicht nur im „Alten Europa“, sondern auch in den Vereinigten Staaten selbst. Was Wunder angesichts der zu Ende gehenden &#196;ra Bush II, die, gepr&#228;gt von einem nicht zu gewinnenden Krieg, der Verarmung breiter Teile der US-Gesellschaft und dem rapiden Niedergang der globalen kulturellen Strahlkraft des ehemaligen <em>Land of the Free</em>, „Change“ zum Gebot der Stunde macht. Es muss sich etwas &#228;ndern – das ist die Botschaft des Wahlkampfs in den USA, und der nachhaltige Hegemonieverlust des neokonservativen Projekts zwingt sogar den erz-neoliberalen Abtreibungsgegner John McCain, sich bei jeder Gelegenheit von der Bush- Adminstration zu distanzieren. Das Imperium ist heute so br&#252;chig wie selten zuvor, eine Tatsache, die von den nicht enden wollenden Kriegen in Afghanistan und Irak ebenso tragisch illustriert wird wie von der aktuellen Finanzkrise, die ganze National&#246;konomien in den Abgrund zu ziehen droht und deren l&#228;ngerfristige Konsequenzen noch immer nicht absehbar sind. Zugleich aber – und das Ph&#228;nomen Obama zeigt das ebenso deutlich – ist das Ende des globale Sonderstatus der USA noch lange nicht besiegelt. Dass allein die Vorwahlen der Republikanischen und Demokratischen Partei &#252;berall auf der Welt Millionen zu unm&#246;glichen Tagesund Nachtzeiten vor die Fernsehger&#228;te bannten und die Internet-<em>Blogosph&#228;re </em>die Kampagnen der Kandidaten in hitzige Debatten und Pl&#228;doyers &#252;bersetzt, verweist darauf, dass die Auswirkungen der Entscheidung von etwa 220 Millionen Wahlberechtigten wahrlich globale Dimensionen hat.</p>
<p>Der Schwerpunkt dieser Ausgabe von <em>Perspektiven </em>versucht, den Blick f&#252;r die Br&#252;che, Widerspr&#252;chlichkeiten und vor allem die K&#228;mpfe zu sch&#228;rfen, die die USA – und damit auch ihre Rolle in der Welt – pr&#228;gen. Den Beginn macht <em>Gary Younge</em>, Journalist und New York-Korrespondent des britischen <em>Guardian</em>, der das Ph&#228;nomen Obama im Zusammenhang mit der weiterhin rassistischen politischen Kultur in den USA untersucht. Seine Conclusio verwehrt sich gegen ein zynisches Abtun der ersten relevanten Schwarzen Pr&#228;sidentschaftskandidatur in der Geschichte der USA, auch wenn Obamas Politik keinen echten <em>Change </em>bringen wird. <em>Tobias ten Brink</em> analysiert die Rolle der USA aus geopolitischer Perspektive und zeigt, dass das Imperium nicht nur im Inneren fragil ist, sondern auch in der anhaltenden Konkurrenz mit anderen globalen imperialistischen Akteuren schwer zu bew&#228;ltigenden Herausforderungen gegen&#252;ber steht – mit oder ohne Obama. Seine Aktualisierung imperialismustheoretischerer Argumente er&#246;ff net dar&#252;ber hinaus weiterf&#252;hrende, theoretische Diskussionen; an dieser Stelle verweisen wir gerne auf ten Brinks soeben beim Verlag Westf&#228;lisches Dampfboot erschienenes Buch „Geopolitik. Geschichte und Gegenwart kapitalistischer Staatenkonkurrenz“, das wir Interessierten w&#228;rmstens empfehlen. Oft gestellte Fragen zur aktuellen, schweren Banken- und Finanzkrise beantwortet einer der profi liertesten Intellektuellen der globalisierungskritischen Bewegung, <em>Walden Bello</em> – ein Crashkurs zum Kurscrash, damit auch Kulturlinke und Polit-AktivistInnen erkl&#228;ren k&#246;nnen, was es mit <em>Credit Default Swaps</em> auf sich hat. Einen k&#228;mpferischen Blick „von unten“ auf die USA liefern zwei weitere Artikel im Schwerpunkt: <em>Philipp Probst</em> ruft die K&#228;mpfe der <em>Industrial Workers of the World</em> vom Beginn des 20. Jahrhunderts in Erinnerung und zeigt, dass deren Anspruch, junge, migrantische und &#252;berwiegend weibliche ArbeiterInnen mit klassenk&#228;mpferischer Perspektive zu organisieren, nicht nut von historischem Interesse ist. <em>Maria Asenbaum</em> setzt mit ihrem Artikel zu Gewerkschaften und <em>Community Organizing</em> in den USA da an, wo sie gemeinsam mit <em>Karin H&#228;dicke</em> in <em>Perspektiven </em>Nr. 3 („Gewerkschaft bewegen“) aufgeh&#246;rt hatte. Im Mittelpunkt stehen hier die <em>Worker Centers</em>, die migrantische NiedriglohnarbeiterInnen organisieren. Schlie&#223;lich widmen sich <em>Katherina Kinzel</em> und <em>Katharina Hajek</em> den Forderungen und Positionen der „Black Feminists“, die seit den 1960ern die Zusammenh&#228;nge und &#220;berschneidungen von klassen- und geschlechtsspezifi scher sowie rassistischer Ausbeutung und Unterdr&#252;ckung nicht nur analysieren, sondern auch nach M&#246;glichkeiten ihrer &#220;berwindung fragen. Dieser Anspruch, so ihre Th ese, kann auch f&#252;r gegenw&#228;rtige akademische Debatten um „Intersektionalit&#228;t“ fruchtbar gemacht werden.</p>
<p>Au&#223;erhalb des Schwerpunkts stellen wir unsere kurze Analyse der frustrierenden Ergebnisse der &#246;sterreichischen Nationalratswahl zur Diskussion. Und im dritten Teil unserer Serie „Zum politischen Erbe der Oktoberrevolution“ zeichnen <em>Veronika Duma</em> und <em>Stefan Probst</em> den Prozess der Degeneration und B&#252;rokratisierung des jungen Sowjet-Staates zwischen 1917 und 1928 mit besonderem Augenmerk auf die Transformation der Verh&#228;ltnisse in den Betrieben nach.</p>
<p>Im Rezensionsteil stellt <em>Daniel Fuchs</em> die Arbeit der Sozialwissenschaftlerin Pun Ngai aus Hong Kong vor, die sich mit der Situation und den Widerstandspotentialen der s&#252;dchinesischen Wanderarbeiterinnen befasst (vgl. auch den Artikel von Pun Ngai in <em>Perspektiven </em>Nr. 3). Dazu gibt es Besprechungen zu Konfl ikten um Migrationspolitik und Protestformen illegalisierter MigrantInnen an den Grenzen Europas, Gewerkschaftpolitik und die Umsetzung von USamerikanischen <em>Organizing</em>-Strategien in Europa, Theorien der 1968er und Kritische Psychologie.</p>
<p>Viel Spa&#223; und kontroverse Diskussionen w&#252;nscht<br />
<em>Eure Redaktion</em></p>
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