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	<title>PERSPEKTIVEN : Magazin für linke Theorie und Praxis &#187; Antifaschismus</title>
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	<description>PERSPEKTIVEN : Magazin für linke Theorie und Praxis</description>
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		<title>Demonstration gegen den WKR-Ball</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 16:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
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		<description><![CDATA[27. Januar 2012 &#8211; 18 Uhr &#8211; Schottentor (Uni Wien)
Verhindern wir gemeinsam den rechtsextremen Ball der Burschenschaften in der Hofburg!

Der Rausschmiss des WKR-Balls aus der Hofburg ab 2013 ist ein gro&#223;er Erfolg f&#252;r alle Antifaschist_innen. Sowohl f&#252;r jene, die in den letzten Jahren trotz Demoverbot und Repression auf die Stra&#223;e gegangen sind, als auch f&#252;r jene die in den letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>27. Januar 2012 &#8211; 18 Uhr &#8211; Schottentor (Uni Wien)<br />
Verhindern wir gemeinsam den rechtsextremen Ball der Burschenschaften in der Hofburg!<br />
<span id="more-2442"></span></p>
<p>Der Rausschmiss des WKR-Balls aus der Hofburg ab 2013 ist ein gro&#223;er Erfolg f&#252;r alle Antifaschist_innen. Sowohl f&#252;r jene, die in den letzten Jahren trotz Demoverbot und Repression auf die Stra&#223;e gegangen sind, als auch f&#252;r jene die in den letzten Monaten Druck ausge&#252;bt haben.<br />
Ein wichtiges Merkmal der antifaschistischen Mobilisierung dieses Jahr ist die politische Breite, die diesen Erfolg m&#246;glich gemacht hat. Von Antifagruppen und linken Organisationen, &#252;ber Parteien, Gewerkschaften bis zu zivilgesellschaftlichen Initiativen war der Protest im Vorfeld nicht nur breiter, sondern hat auch schon deutlich fr&#252;her angefangen den Druck auf die Hofburgverantwortlichen zu erh&#246;hen.<br />
Es wurde deutlich, dass antifaschistischer Protest erfolgreich sein kann. Selbst Strache musste schmerzhaft feststellen dass der „Druck der Stra&#223;e“ ein wichtiger Faktor f&#252;r den Rausschmiss war.<br />
Daran gilt es anzukn&#252;pfen und nun auch den WKR-Ball 2012 zu verhindern. Der WKR-Ball ist immer noch eines der europaweit gr&#246;&#223;ten Vernetzungstreffen der extremen Rechten. Gerade weil der WKR-Ball 2012 am Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz stattfindet, ist es umso wichtiger sich dem Ball entschlossen entgegenzustellen.<br />
Wie schmerzhaft diese Niederlage f&#252;r die extreme Rechte ist, zeigte sich an den Reaktionen von FP&#214; und Burschenschaften. So einfach werden sich FP&#214; und Burschenschafter aber nicht geschlagen geben. Gerade deswegen gilt es am 27.01 ein deutliches Zeichen zu setzten, damit der WKR-Ball NIE WIEDER stattfinden kann.<br />
Wenn es die Verantwortlichen nicht schaffen den WKR auch 2012 auszuladen, m&#252;ssen wir die Verhinderung selbst in die Hand nehmen. Deshalb wollen wir am 27.01. auf die Stra&#223;e gehen um zu zeigen, dass rassistische Hetze, Antisemitismus, Homophobie und menschenverachtende Politik keinen Platz haben.<br />
Dabei wird von uns keine Gewalt oder jegliche Form von Eskalation ausgehen. Uns geht es nicht darum, den Konflikt mit der Polizei zu suchen, sondern den WKR-Ball zu verhindern.<br />
Wir sind solidarisch mit allen, die das Ziel teilen den WKR-Ball zu verhindern.<br />
Gehen wir am 27.01.2012 zahlreich auf die Stra&#223;e und machen wir deutlich:<br />
Nie wieder Faschismus!<br />
Kein Platz f&#252;r Holocaustleugner_innen, Nazis und Rassist_innen: ob in der Hofburg, auf der Stra&#223;e oder im Parlament!<br />
F&#252;r eine Gesellschaft ohne Rassismus!<br />
Demotreffpunkt 18:00 Schottentor<br />
www.offensivegegenrechts.net<br />
F&#252;r R&#252;ckfragen:<br />
buendnis@offensivegegenrechts.net </p>
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		<title>25. &#8211; 27.11. &#8211; Konferenz gegen den WKR-Ball 2012: Programm und Infos</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2011/11/24/konferenz-gegen-den-wkr-ball-2012-programm-und-infos/</link>
		<comments>http://www.perspektiven-online.at/2011/11/24/konferenz-gegen-den-wkr-ball-2012-programm-und-infos/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 14:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 26. November organisiert der Wiener Korporationsring einen Fest-Kommers im Vorfeld des WKR-Balles 2012. Passend dazu m&#246;chten wir euch an diesem Tag eine Konferenz anbieten, bei der ein m&#246;glichst breit gef&#228;chertes Bild der Rechten in &#214;sterreich und Europa aufgezeigt werden soll. Wir m&#246;chten die Teilnerhmer_innen dabei aber nicht als Konsument_innen von Workshops verstehen, sondern auch ein Angebot schaffen, wie mensch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 26. November organisiert der Wiener Korporationsring einen Fest-Kommers im Vorfeld des WKR-Balles 2012. Passend dazu m&#246;chten wir euch an diesem Tag eine Konferenz anbieten, bei der ein m&#246;glichst breit gef&#228;chertes Bild der Rechten in &#214;sterreich und Europa aufgezeigt werden soll. Wir m&#246;chten die Teilnerhmer_innen dabei aber nicht als Konsument_innen von Workshops verstehen, sondern auch ein Angebot schaffen, wie mensch sich in die Arbeit gegen Rechts und die Mobilisierungen gegen den WKR-Ball 2012 einbringen kann.<br />
Die Teilnahme ist kostenlos. F&#252;r Verpflegung wird gesorgt.</p>
<p><strong>Freitag, 25.November</strong><br />
<strong>16:00-18:00</strong><br />
Workshop: Die Frauenpolitik der FP&#214;. &#220;ber die Aktualit&#228;t des antifeministischen Backlashes. (Seminarraum am Institut f&#252;r Politikwissenschaften)<br />
<strong>18:00-20:00</strong><br />
Filmvorstellung:<br />
»Das gro&#223;e Schweigen. Bordelle in Konzentrationslagern.« Ein Film von Maren Niemeyer und Caroline von der Tann. (HS 2 – Neues Instituts geb&#228;ude)<br />
<strong>20:00 – 21:45</strong><br />
Die Offensive gegen Rechts stellt sich vor. (HS 2 – Neues Instituts Geb&#228;ude)</p>
<p><strong>Samstag, 26.November</strong><br />
<strong>Block 1</strong><br />
<strong>10:00 – 13:00</strong> / Ort: Seminarr&#228;ume Institut f&#252;r Politikwissenschaften<br />
Workshop 1.1: Who the fuck is Burschi? &#220;ber die Geschichte und der aktuellen Zusammensetzung &#246;sterreichischer Burschenschaften im deutschnationalen Verbandswesen.<br />
Ws 1.2: Einf&#252;hrung in die Entwicklung, Kontinuit&#228;ten und aktuelle Zusammensetzung der Freiheitlichen Partei &#214;sterreichs.<br />
Ws 1.3: Europe, crisis and the rise of the populist and extreme right. Organisiert von transform!<br />
Ws 1.4: Antimusslimischer Rassismus in Europa – Wenn MigrantInnen muslimischer Herkunft zur allgemeinen rassistischen Projektionsfl&#228;che werden.<br />
Ws 1.5: Die Geschichte der Konservativen Revolution und ihr Fortleben in der Neuen Rechten.</p>
<p><strong>Block 2</strong><br />
<strong>14:00 – 17:00</strong> / Ort: Seminarr&#228;ume Institut f&#252;r Politikwissenschaften<br />
Ws 2.1: &#220;ber Homophobie und den Umgang mit m&#228;nnlicher Homosexualit&#228;t im Rechtspopulismus / von Yves M&#252;ll<br />
Ws 2.2: Antisemitismus in &#214;sterreich im 19. und 20. Jahrhundert – Das Fortleben antisemitischer Stereotypen bis heute.<br />
Ws 2.3: Aktuelle rechtsextreme Umtriebe in &#214;sterreich am Beispiel Alpen Donau.info<br />
Ws 2.4: Frauen in der organisierten Rechten.<br />
Ws 2.5: Populist and extreme right in central and eastern Europe. Focus Hungary / G. M. Tamas<br />
Ws 2.6: Die soziale Frage und die FP&#214; – Warum die FP&#214; eine Wahl nach der anderen gewinnt.</p>
<p><strong>17.00-19:00</strong><br />
Buchvorstellung: Nina Horaczek &#038; Sebastian Wiese: Handbuch gegen Vorurteile. Von Auschwitzl&#252;ge bis Zuwanderungstsunami  (HS 2 – Neues Instituts geb&#228;ude)<br />
<strong>19:30</strong><br />
Abschlusspodium (HS 2 – Neues Instituts geb&#228;ude)<br />
<strong>„The populist and extreme Right in Europe“</strong><br />
Es diskutieren Yves M&#252;ller (Deutschland, Verein f&#252;r Demokratische Kultur in Berlin e.V.), Haris Triantafyllidou ( Nicos Poulantzas Institute, Greece), Anna Mikkola (Left Alliance, Finnland) und Elisabeth Gauthier (Espace Marx and PCF, France).<br />
Moderation von transform!.at<br />
<strong>Ab 21.00 Party „Love Music – Hate Fascism“ im Roten Bogen.</strong></p>
<p><strong>Sonntag, 27.November </strong>/ Aktionstag / Lustkandlgasse 10/1, 1090 Wien (N&#228;he U6 Volksoper/W&#228;hringerstr.)<br />
>10:00- 12:00 Demotraining: Was macht mensch, wenn die Polizei kommt? Was tun wenns brennt?<br />
12:00 – 13:30 Mittagspause<br />
13.30-15.20 Vorstellung des Aktionskonsens / Wie kann mensch sich in die “Offensive gegen Rechts” einbringen?<br />
13.30 -15.30 Aktionstag<br />
16:00 Burschisafari<br />
18:00 Abschlie&#223;endes gem&#252;tliches Zusammensitzen</p>
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		<item>
		<title>Angriff auf ungarische Gay Pride Parade</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2011/07/28/angriff-auf-ungarische-gay-pride-parade/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 15:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[LGBT]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der diesj&#228;hrigen Gay and Lesbian Pride Parade in Budapest kam es zu Angriffen durch ungarische FaschistInnen auf AktivistInnen – die dann auch noch von Faschos angezeigt wurden. Perspektiven sprach mit Rainer, Aktivist und einer der Angezeigten, &#252;ber die Parade und die Vorf&#228;lle danach.

Perspektiven: Du warst bei der Parade in Budapest und Ziel des Angriffs der FaschistInnen. Kannst du uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der diesj&#228;hrigen Gay and Lesbian Pride Parade in Budapest kam es zu Angriffen durch ungarische FaschistInnen auf AktivistInnen – die dann auch noch von Faschos angezeigt wurden. Perspektiven sprach mit Rainer, Aktivist und einer der Angezeigten, &#252;ber die Parade und die Vorf&#228;lle danach.<br />
<span id="more-2013"></span></p>
<p><em>Perspektiven: Du warst bei der Parade in Budapest und Ziel des Angriffs der FaschistInnen. Kannst du uns die Ereignisse schildern?</em></p>
<p><em>Rainer: </em>Aus Wien war ein Bus in Budapest, der von dem B&#252;ndnis radical queer organisiert und von der &#214;H finanziert worden ist. Der Bus war ausgebucht, rund 50 Menschen sind gemeinsam auf die Parade gefahren. Die Parade selbst war wie schon letztes Jahr relativ bunt und vielf&#228;ltig und auch international gut besucht. Im Gegensatz zu letztem Jahr, wo ich auch teilgenommen habe, hat die Paraderoute dieses Jahr bis zum Schluss funktioniert. Letztes Jahr musste sie in der Mitte abgebrochen werden, weil eine Fascho-Demo die Route blockiert hatte und die Polizei gemeint hat, sie k&#246;nne nicht mehr f&#252;r Sicherheit sorgen. Die Faschos haben heuer wieder versucht zu blockieren, aber die Parade ist um die Faschos herum geleitet worden. Deshalb waren die Faschos relativ weit weg und nur in Sicht-, aber nicht in Steinwurfreichweite. Genau wie letztes Jahr waren wir diesmal wieder durch hohe Z&#228;une von den Faschos getrennt. Man konnte die Faschos die ganze Paradenroute lang sehen, mit einschl&#228;gigen Zeichen wie dem deutschen Gru&#223; und Sieg Heil Rufen, aber auch Gesten, die das Durchschneiden der Gurgel andeuteten. Manche hatten Schilder, auf denen der rosa Winkel abgebildet war und eine Schlinge mit dem Spruch „So geh&#246;rt mit Schwulen umgegangen!“, also einer klaren Mordaufforderung.<a title="anm_1" name="anm_1" href="#anm1"><sup>1</sup></a> Sie haben auch lauthals homophobe und antisemitische Spr&#252;che skandiert, aber insgesamt war die Parade lauter, weil die Faschos doch recht weit weg waren. Die Parade hat vor dem Parlament geendet. Allerdings nur in Sichtweite, direkt davor wurde nicht genehmigt. Generell war es so, dass die Parade eigentlich untersagt wurde und erst rechtlich durchgefochten werden musste. Der oberste Gerichtshof hat schlie&#223;lich der Parade rechtgegeben, dass sie stattfinden und in Sichtweite des Parlaments enden darf. Dort fand dann auch die Abschlusskundgebung statt. Wahrscheinlich spielte bei dieser Entscheidung auch eine Rolle, dass Ungarn zu dieser Zeit die EU-Ratspr&#228;sidentschaft inne hatte. Nach der Kundgebung haben wir zun&#228;chst innerhalb der Polizeiabsperrung auf unseren Bus gewartet, um einen Zusammensto&#223; mit Faschogruppen zu vermeiden. Die Leute aus Wien sind dann geschlossen zum Bus gegangen. Ein Teil von uns war schon im Bus als der etwas langsamere Teil ca. 20 Meter dahinter angegriffen wurde. Zwei Frauen haben die AktivistInnen mit Reizgas attackiert, das extrem gestunken hat. Ich habe sp&#228;ter im Bus gesehen, wie Leute, die das auf die Haut bekommen hatten, rote und entz&#252;ndete Stellen bekamen. </p>
<p><em>Waren die zwei Angreiferinnen allein?</em></p>
<p>Die zwei waren zuerst alleine und zun&#228;chst nicht als Faschos erkennbar. Sie hatten keine einschl&#228;gigen T-Shirts an oder &#228;hnliches. Bei den Frauen war aber von Beginn an ein Journalist dabei, von dem wir jetzt wissen, dass es ein Jobbik<a title="anm_2" name="anm_2" href="#anm2"><sup>2</sup></a>-naher Journalist ist. Dieser hat die ganze Zeit fotografiert und gemeinsam mit den zwei Frauen die ganze Aktion gestartet, um an coole Fotos zu kommen. Sp&#228;ter haben wir erfahren, dass das eine Taktik von Jobbik ist, die sie &#246;fter fahren. Sie inszenieren bei linken oder eben schwul/lesbischen Paraden solche Angriffe, um sich sp&#228;ter selbst als Opfer darzustellen. Wir haben dann versucht mit Schirmen die Angriffe abzuwehren. Es war auch nicht so tragisch, aber auf einmal ist noch eine Gruppe junger M&#228;nnern im Laufschritt aus einer Seitenstra&#223;e dazu gesto&#223;en. Es waren ca. zehn Leute und doch mehr Schl&#228;gertypen. Ab da ist es sehr chaotisch geworden. Die H&#228;lfte von uns war noch drau&#223;en und die andere im Bus. Es hat einen kleinen Tumult gegeben, wobei die Faschos auch handgreiflich geworden sind. W&#228;hrend dieser Handgreiflichkeiten – die etwa eine Minute gedauert haben –  war dann auch schon die Polizei da, weil die ja eh in der N&#228;he waren, bzw. waren die ganze Zeit schon Polizisten in Zivil um uns herum, wie wir nachher festgestellt haben. Wir sind in den Bus eingestiegen, weil wir einfach wegwollten und auch nicht wussten ob der Gruppe von Faschos weitere folgen w&#252;rden. Die Polizei hat uns dann am Losfahren gehindert und gefragt, ob wir Anzeige erstatten wollen. Niemand wollte das, weil wir einfach wieder nach Wien zur&#252;ck wollten. Schlie&#223;lich zeigte sich, dass wir nur aufgehalten wurden, weil die Faschos eine Anzeige gegen uns erstatten wollten. Mittlerweile sind bei denen weitere Personen dazugesto&#223;en: Die Anw&#228;ltin Andrea Borbély von Jobbik ist sehr schnell dazugekommen und der Jobbik-Parlamentsabgeordnete Gyula Gy&#246;rgy Zagyva, der auch gleich ums Eck war. </p>
<p><em>Waren die auch schon bei der Gegendemonstration?</em></p>
<p>Von der Anw&#228;ltin wissen wir es. Es hat ja schon w&#228;hrend der Parade Angriffe auf einzelne AktivistInnen gegeben. Wir sind sp&#228;ter von einer Aktivistin angeschrieben worden, die uns erz&#228;hlt hat, dass sie auch bei einem &#220;bergriff attackiert wurde, bei dem die Anw&#228;ltin anwesend war. Dort wurde die Aktivistin von Faschos sogar mit einem Messer bedroht. Teilweise waren diese Leute also auch schon bei anderen Angriffen dabei. Jedenfalls hat sich herausgestellt, dass die Faschos Anzeige erstatten wollten. Die Polizei meinte, es w&#252;rde ein „gro&#223;er, junger, blonder Mann mit schwarzer Kleidung“ gesucht werden. Er sollte sich stellen, sonst w&#252;rden von allen Anwesenden die Personalien aufgenommen. Es hat sich nat&#252;rlich kein gro&#223;er, junger, blonder Mann aus dem Bus hinausbewegt und gestellt. Sie wollten dann, dass wir alle aussteigen um die P&#228;sse abzugeben. Die Polizei hat uns dann mit Zwang ger&#228;umt und wir mussten unsere Ausweise abgeben. Die Parade war um sieben Uhr vorbei und kurz danach war auch der Angriff. Das Ganze hat sich bis zehn Uhr hingezogen. Es gab eine Gegen&#252;berstellung. Wir wurden alle einzeln vor den Faschos , die noch da waren, hingestellt und die Faschos konnten sich dann mehr oder weniger die Leute aussuchen, von denen sie behauptet haben, sie h&#228;tten sie angegriffen. Bei der Gegen&#252;berstellung war dann auch nicht mehr von einem gro&#223;en, blonden, jungen Mann die Rede, sondern von zwei Angreifern. Zwei M&#228;nner, trotzdem mussten sich auch alle Frauen aus dem Bus der Reihe nach aufstellen. Die Faschos haben davor alles gefilmt, bei der Gegen&#252;berstellung nur mehr die Polizei. </p>
<p><em>Habt ihr eine Gegenanzeige gemacht?</em></p>
<p>Nein, das wollte vor Ort niemand von uns. Im Nachhinein haben Anw&#228;lte von uns gemeint, das k&#246;nnte man machen, aber niemand von uns wollte das. Ob es besser gewesen w&#228;re, gleich mit einer Anzeige zu drohen, ist schwer zu sagen. Am Anfang haben wir ja geglaubt, dass wir schnell los fahren k&#246;nnen und erst im Laufe des Abends ist klar geworden, dass die uns nicht so schnell weglassen. Der Botschafter von &#214;sterreich ist gekommen und hat uns eine Dolmetscherin zur Verf&#252;gung gestellt. Manche von uns haben aber eh ungarisch gesprochen, bzw. konnten einzelne Polizisten deutsch. Es gab also kein Verst&#228;ndigungsproblem.</p>
<p><em>Wei&#223;t du N&#228;heres &#252;ber die attackierende Gruppe bzw. deren Verbindungen zu Jobbik?</em></p>
<p>Die Faschotypen, die uns angegriffen haben, hatten einschl&#228;gige T-Shirts mit Gro&#223;ungarnabbildungen. Sie waren von einer Faschogruppe die sich 64 Burgkomitate Jugendbewegung nennt. Das ist eine Splittergruppe von Jobbik, bzw. ist auch Teil davon.</p>
<p><em>H&#228;ngen die mit den Ungarischen Garden<a title="anm_3" name="anm_3" href="#anm3"><sup>3</sup></a> zusammen?</em></p>
<p>Den genauen Unterschied zu den Garden kenne ich nicht. Der anwesende Parlamentsabgeordnete ist aber Ehrenvorsitzender dieser 64-Burgkomitate-Partie. Die Anw&#228;ltin wiederum verteidigt die ungarischen Garden im neuen Verbotsgesetzverfahren. Die ungarischen Garden wurden ja schon einmal verboten; die haben sich dann als Neue ungarische Garde neu gegr&#252;ndet und meinen jetzt, dass sie nicht mehr verboten sind. Auch auf der Gegendemonstration waren die ungarischen Garden in Uniform, zusammen mit anderen Jobbik-Parlamentsabgeordneten anwesend. Die Gegendemo selbst war von den 64 Burgkomitate organisiert. Die h&#228;ngen also sehr stark zusammen.</p>
<p><a href="http://www.perspektiven-online.at/wp-content/uploads/2011/07/gegendemo.jpg"><img src="http://www.perspektiven-online.at/wp-content/uploads/2011/07/gegendemo-300x199.jpg" alt="" title="gegendemo" width="300" height="199" class="aligncenter size-medium wp-image-2058" /></a></p>
<p><em>Zwei von Euch wurden dann angezeigt…</em></p>
<p>Genau, zuerst wurden vier aussortiert und dann zwei angezeigt, darunter auch ich. Wir sind ins Gef&#228;ngnis auf die n&#228;chste Polizeiwache &#252;berstellt worden. Auf der Wache wurde uns immer mitgeteilt, wir w&#228;ren nur als Zeugen da und d&#252;rften nicht weggehen. Wir waren auch noch „nur Zeugen“, als wir durch den Innenhof gef&#252;hrt und in einen kleinen Raum mit drei Einzelzellen gebracht wurden. Dann hat es gehei&#223;en, wir m&#252;ssten unsere Schuhb&#228;nder abgeben, unsere Taschen leeren und alles abgeben. Ich habe dann gefragt, ob wir immer noch nur Zeugen sind, weil mir das doch etwas komisch vorgekommen ist. Nach einem Telefonat mit seinem Vorgesetzten hat der Wachbeamte gemeint, nein, jetzt w&#228;ren wir keine Zeugen mehr, ab jetzt w&#228;ren wir Beschuldigte. Dann wurden wir getrennt in die Einzelzellen gef&#252;hrt, damit wir uns nicht absprechen k&#246;nnen.</p>
<p><em>Wie lang wart ihr in den Zellen, wie lang hat das gedauert?</em></p>
<p>Um zw&#246;lf sind wir in die Zellen gekommen und um halb vier, vier sind wir wieder rausgekommen. Wir waren also vier Stunden in den Zellen, dann wurde uns pr&#228;sentiert, was uns eigentlich vorgeworfen wird: &#246;ffentliche Aufhetzung einer gro&#223;en Menschenmenge mit Gewalt. Das ist ungef&#228;hr gleichbedeutend mit Landfriedensbruch, der Vorwurf ist in Ungarn aber noch einmal skurriler. Meine Einvernahme war dann ziemlich kurz, weil ich nur gesagt hab, ich war nix, ich hab nichts gemacht, ich sag jetzt nichts mehr. Wobei mir zu dem Zeitpunkt schon klar war, dass wir rausgelassen werden. </p>
<p><em>Aber die Anzeige steht?</em></p>
<p>Ja, die Anzeige gibt es, die kommt zum Staatsanwalt und der muss entscheiden, ob ein Verfahren eingeleitet wird. </p>
<p><em>Die Ereignisse in Budapest sind ja nicht die ersten &#220;bergriffe von NeofaschistInnen auf GayPride Paraden. Erst kurz davor haben in Split 10.000 Menschen eine Parade angegriffen. Hat das auf der Demonstration selbst eine Rolle gespielt?</em></p>
<p>Die Ereignisse von Split habe ich nur &#252;ber die Medien mitbekommen, und sie waren auch auf der Parade nicht so stark Thema. Ich war aber auch letztes Jahr schon in Budapest und in Bratislava auf der Parade, die auch von Fascho-Gegendemos konfrontiert wurden. Es gibt die Queer- bzw. Regenbogenparade in Ungarn genauso lange wie in Wien, also seit Mitte der Neunziger Jahre. Bis 2007 ist sie ganz normal ohne Komplikationen oder besonderen Polizeischutz abgelaufen. Erst nach den gro&#223;en Krawallen von 2006, als sich die rechtsextreme Szene organisiert hat, wurde die Parade 2007 zum ersten Mal angegriffen und kann nur unter massivem Polizeischutz stattfinden.</p>
<p><em>Aber zumindest seit 2001, als zum ersten Mal 1000 Leute auf die Demonstration mobilisiert werden konnten, hat es schon rechte Gegenmobilisierungen gegeben?</em></p>
<p>Es gab davor schon rechte Gegendemonstrationen. Mit dem Faschoaufschwung 2006 wurden die allerdings wesentlich gr&#246;&#223;er. Es gab Angriffe mit Chemikalien, S&#228;ure, Steinen und Eiern, und besonders 2008 wurde die Pride massiv angegriffen. 2009 wurde auch schon ein gr&#246;&#223;erer Bus aus Wien heftig angegriffen. Die haben es gerade noch in den Bus hinein geschafft, als ein Faschotrupp auf sie zu gerannt ist. </p>
<p><em>Kannst du kurz erkl&#228;ren, wie es zu diesem Aufschwung der Rechten 2006 gekommen ist? Wie h&#228;ngt das mit der allgemeinen Stimmung im Land zusammen?</em></p>
<p>Ausl&#246;ser war damals die Ver&#246;ffentlichung eines Tonbands, auf dem der damalige sozialdemokratische Ministerpr&#228;sident (Ferenc Gyurcsány, Anm.) zugibt, gelogen zu haben. Es folgten monatelange Aufst&#228;nde und Krawalle. Seitdem gibt es eine enorme Rechtswende in Ungarn und einen Aufschwung von Jobbik und deren paramilit&#228;rischer Formation, den „Ungarischen Garden“. Die im Parlament vertretene Jobbik hetzt gegen Minderheiten und eben auch gegen die Parade. Allerdings ist auch die jetzige Regierungspartei Fidesz weit Rechts, was sich in ihrer minderheitenfeindlichen Politik zeigt bzw. in ihrem Umgang mit KritikerInnen. Besonders absurd ist eine bestimmte Auslegung des Paragraphen 174/B, „Gewalt gegen eine Gemeinschaft“, der zun&#228;chst als Minderheitenschutz verabschiedet wurde, nun aber systematisch von rechter Seite genutzt wird. Inszenierte Angriffe wie bei uns werden dann zum Beispiel gegen Roma verwendet, um diese einzusch&#252;chtern.</p>
<p><em>Wie waren vor dem Hintergrund die Reaktionen innerhalb der Bev&#246;lkerung auf die Parade?</em></p>
<p>Das hat mich eher positiv &#252;berrascht. Entlang der Route, gerade dort wo sie durch die Innenstadt umgeleitet wurde, haben viele Leute aus den Fenstern geschaut und das Ganze als Spektakel gesehen. Da haben viel mehr Personen positiv gewirkt und gewunken, als den Finger gezeigt. Allgemein aber sagen die Leute, die dort l&#228;nger gewohnt haben bzw. wohnen, dass es seit 2006 extrem arg geworden ist. Im Rest des Landes soundso, aber eben auch in Budapest. Das betrifft Roma oder auch Schwule/Lesben, die das &#246;ffentlich zeigen und daf&#252;r extrem attackiert werden. Auch viele Juden &#252;berlegen sich, ob sie wegziehen sollen, weil es so schlimm geworden ist.</p>
<p><em>Zur Parade selber, in Wien gibt es oft die Kritik, dass die Regenbogenparade zu wenig politisiert ist. Wie ist die Politisierung innerhalb der Pride in Ungarn? Welches Spektrum an Ansichten und Zielen umfasst das B&#252;ndnis?</em></p>
<p>In Ungarn ist das etwa so wie hier. Es gibt unterschiedliche Fraktionen und Ausrichtungen, die auf so einer Parade mitgehen. In Wien gibt es die linke schwul/lesbische Szene, z.B. um die Rosa Villa, die versuchen zu intervenieren und andere Inhalte reinzubringen; also nicht einfach Homoehe fordern, sondern auch &#252;ber die Gesellschaft reden. In Ungarn hast du das Spektrum genauso, nur unter versch&#228;rften Bedingungen. Das B&#252;ndnis ist sehr gemischt und inhaltlich sehr widerspr&#252;chlich, auch was die politische Ausrichtung betrifft.</p>
<p><em>Inwiefern?</em></p>
<p>Hier ist der Nationalismus in der Gesamtbev&#246;lkerung gr&#246;&#223;er und das spiegelt sich in der Parade wider. Genauso ist die Linke in ganz Ungarn marginalisiert, und auch in der Parade macht sie nicht den gr&#246;&#223;ten Teil aus. Nat&#252;rlich ist das nicht das ganze B&#252;ndnis und es gibt sehr gute Leute drinnen aber eben auch nationalistische. Es gibt Leute im B&#252;ndnis, die nationalistisch, rassistisch drauf sind. Zum Beispiel gab es auf der Parade auch transsexuelle Roma. Auf der After-Party wurden die Roma von den rassistisch eingestellten Teilen rausgeworfen. Dann gibt aber auch Teile, die das definitiv nicht sind und das auch zum Thema machen und dagegen arbeiten wollen. Von daher gibt es auch im B&#252;ndnis in Ungarn selber die Diskussion, inwieweit erw&#252;nscht ist, dass Leute von au&#223;erhalb an der Parade teilnehmen. Man merkt das auch wenn man dort ist und klar ist, dass die Alerta Antifascista-Rufe eher von den Leuten aus Wien und Berlin kommen, als von den UngarInnen. Letztes Jahr hat es einen kleinen Block von ungarischen Anarcho-SyndikalistInnen gegeben, die auch antifaschistische Spr&#252;che drauf gehabt haben. Das sind aber halt die 15, die es in ganz Budapest gibt.</p>
<p><em>Wie ist das Medienecho auf die Parade, und besonders auf die Angriffe der Neofaschisten?</em></p>
<p>Im Vorfeld gab es viele Berichte, weil die Parade zun&#228;chst untersagt wurde und erst sp&#228;ter rechtlich durchgeboxt werden musste. Danach wurde unser Fall relativ intensiv behandelt, zum Beispiel wurde auf dem U-Bahn Infoscreen eingeblendet, dass zwei &#214;sterreicherInnen verhaftet wurden, also eher nicht unter dem Gesichtspunkt der rechten Gewalt. Wir haben versucht, auch mit ungarischen JournalistInnen und b&#252;rgerlichen Medien in Kontakt zu kommen und ihnen Interviews angeboten, aber es gab eher Desinteresse. Die Leute, die in Ungarn gewohnt haben bzw. sich besser auskennen, haben die Einsch&#228;tzung, dass in der Mainstreampresse &#252;ber &#220;bergriffe von Rechten generell kaum berichtet wird. Die wollen das nicht wahrhaben und schweigen das Ganze lieber tot. Wir haben Interviews vor allem mit freien Radios und linken JournalistInnen gef&#252;hrt, soweit das im Zuge des versch&#228;rften Mediengesetzes unter der Regierung Fidesz &#252;berhaupt m&#246;glich ist. Ein Interview haben wir etwa mit Tilos Rádió gef&#252;hrt, das vor einem halben Jahr vom Verbot bedroht war, weil es einen Ice-T Song gespielt hat. Das ist praktisch das einzig freie Radio, in dem unzensuriert oder &#252;berhaupt &#252;ber solche Dinge geredet wird. Alle anderen Radios, sei es halbstaatliche oder private, berichten &#252;ber so etwas nicht, sie trauen sich nicht oder wollen nicht.</p>
<p><em>Gab es Interesse seitens &#246;sterreichischer Medien?</em></p>
<p>Ja, allerdings war es hier in der Medienarbeit oft schwierig, nicht in einen Diskurs &#252;ber unterentwickelte und r&#252;ckst&#228;ndige Osteurop&#228;erInnen rein zu fallen. Beim Schlagwort „Ungarn“ denken sofort alle an Faschismus und meinen, dort g&#228;be es Probleme, die wir „bei uns“ &#252;berhaupt nicht h&#228;tten. Das Interesse in &#214;sterreich spielt sich oft &#252;ber einen komischen Demokratiediskurs ab, bei dem die Ungarn wegen ihrer realsozialistischen Vergangenheit noch immer nicht demokratisch seien, und das mit der Demokratie einfach noch nicht so drau&#223;en h&#228;tten. Gleichzeitig wird wenig dar&#252;ber gesprochen, dass die FP&#214; bei &#252;ber 25% liegt. Das ist auch nicht Nichts. Interessant sind auch die Verbindungen der FP&#214; zu Ungarn und der Jobbik. So hat zum Beispiel der FP&#214;-Nationalratsabgeordnete Johannes H&#252;bner Jobbik auf deren Wahlkampfveranstaltung „viel Gl&#252;ck“ gew&#252;nscht. Gleichzeitig versucht Andreas M&#246;lzer seine rechte Europapartei<a title="anm_4" name="anm_4" href="#anm4"><sup>4</sup></a> auch mit Jobbik aufzubauen, wor&#252;ber weniger geredet wird. </p>
<p><em>Wer waren die Leute, die aus &#214;sterreich nach Budapest gefahren sind?</em></p>
<p>Wie gesagt, der Bus wurde von dem Kollektiv radicalqueer organisiert, die in den letzten Jahren auch zum noWKR-Ball mobilisiert haben und auch schon &#246;fter in Budapest auf der Parade waren. Insgesamt waren die TeilnehmerInnen sehr heterogen. Einige JournalistInnen, viele AktivistInnen &#8211; insgesamt ein breites Spektrum. Es waren alle links, aber eben nicht unbedingt aus der gleichen Str&#246;mung. Es sind auch einige Einzelpersonen mitgefahren, die gar niemand gekannt haben. F&#252;r die war die Situation noch schwieriger. W&#228;hrend wir auf der Wache waren, hat der Bus gewartet, weil es immer gehei&#223;en hat, wir kommen vielleicht doch bald frei. Irgendwann sind sie verst&#228;ndlicherweise gefahren, aber davor standen sie vor dem Parlament, wo kurz davor die Gegendemo der FaschistInnen stattgefunden hat, und in der ganzen Stadt waren Faschos unterwegs. Polizei war auch keine mehr unterwegs, bzw. wurde ein Polizeiwagen f&#252;r den Bus abgestellt. Es war also eine ziemlich unangenehme Situation, auf freier Fl&#228;che zu warten und eine relativ gro&#223;e Zielscheibe abzugeben. </p>
<p><em>Wie glaubst du geht das mit der Anklage weiter?</em></p>
<p>Wenn es zum Prozess kommt – das zeigt sich ja erst – dann sehe ich dem eher entspannt entgegen.</p>
<p><em>Wirst du n&#228;chstes Jahr wieder hinfahren?</em></p>
<p>Ja, nat&#252;rlich! Wir lassen uns nicht einsch&#252;chtern und werden n&#228;chstes Jahr doppelt so viele sein. </p>
<p><em>Danke f&#252;r das Interview</em></p>
<p>Weiter Informationen findet Ihr unter<br />
<a href="http://radicalqueer.blogsport.eu">http://radicalqueer.blogsport.eu</a><br />
<a href="http://pusztaranger.wordpress.com">http://pusztaranger.wordpress.com</a></p>
<p><strong>Anmerkungen</strong><br />
<a title="anm1" name="anm1" href="#anm_1">1</a> Siehe http://pusztaranger.wordpress.com/2011/06/20/budapest-pride-2011-jobbik-zeigt-wiener-aktivisten-an/<br />
<a title="anm2" name="anm2" href="#anm_2">2</a> Die ungarische Jobbik (Jobbik Magyarországért Mozgalom) ist eine seit 2003 existierende rechtsextreme Partei. Jobbik bedeutet sowohl „die Besseren“ als auch „Die Rechteren“. Vgl. zur Situation in Ungarn: <a href="http://www.perspektiven-online.at/2009/06/13/dreiviertel-faschistisches-klima/">&#8220;Dreiviertel-faschistisches Klima&#8221;</a>, Interview mit Tamás, G.M. in <em>Perspektiven Nr.8</em>.<br />
<a title="anm3" name="anm3" href="#anm_3">3</a> Die Ungarischen Garden, deren Auftreten stark an die faschistischen Pfeilkreuzler erinnern, bilden den paramilit&#228;rischen Arm der ungarischen NeofaschistInnen.<br />
<a title="anm4" name="anm4" href="#anm_4">4</a> Andreas M&#246;lzer versucht seit einigen Jahren eine Fraktion rechtsextremer Parteien im Europaparlament aufzubauen. Daran sollen Gruppen wie der holl&#228;ndische Vlaams Belang, der Front National, die Lega Nord u.a. teilnehmen. Erste Versuche eine Fraktion „patriotisch gesinnter“ Abgeordneter aufzubauen, gipfelten 2007 in der Gr&#252;ndung der Fraktion <em>Identit&#228;t, Tradition, Souver&#228;nit&#228;t</em>, die sich aber nach internen Konflikten wieder aufl&#246;ste. </p>
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		<title>NoWKR &#8211; Aktionskonferenz</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 18:53:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittwoch, 23. Juni ab 10 Uhr
Die NoWKR-Aktionskonferenz findet im Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien) statt!
Mit einem Erfahrungsbericht aus der Naziblockade in Dresden und verschiedenen Arbeitsgruppen zu u.a. Rechtshilfe, B&#252;ndnisarbeit, Demo/Blockade und Workshops

Am 27. J&#228;nner 2012 findet zum 59. Mal der Ball des Wiener Korporations Ring statt. Erschreckend daran ist nicht nur, dass den Burschenschaften erneut die repr&#228;sentative Hofburg zur Verf&#252;gung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittwoch, 23. Juni ab 10 Uhr<br />
Die NoWKR-Aktionskonferenz findet im Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien) statt!</strong><br />
Mit einem Erfahrungsbericht aus der Naziblockade in Dresden und verschiedenen Arbeitsgruppen zu u.a. Rechtshilfe, B&#252;ndnisarbeit, Demo/Blockade und Workshops<br />
<span id="more-1936"></span></p>
<p>Am 27. J&#228;nner 2012 findet zum 59. Mal der Ball des Wiener Korporations Ring statt. Erschreckend daran ist nicht nur, dass den Burschenschaften erneut die repr&#228;sentative Hofburg zur Verf&#252;gung steht, sondern dass dieser Tag mit dem Tag der Auschwitz-Befreiung zusammen f&#228;llt.</p>
<p>Es gibt genug Gr&#252;nde gegen den WKR Ball aktiv zu sein: w&#228;hrend die organisierenden Burschenschaften als Bindeglied zwischen militanter Neonaziszene und parlamentarischem Rechtsextremismus dient, nutzt die FP&#214; die Veranstaltung zur internationalen Vernetzung mit der europ&#228;ischen Rechten. Angesichts der Tatsache, dass Burschenschaften eine wichtige Rolle in der FP&#214; einnehmen, verdeutlichen die aktuellen Umfragewerte der FP&#214; die Notwendigkeit eines breiten antifaschistischen Protestes.</p>
<p>Der 8. Mai hat die M&#246;glichkeit eines breiten und lautstarken Protests verdeutlicht. An diesem Erfolg und den Erfahrungen der letzten Jahre ankn&#252;pfend, wollen wir mit einer ganzt&#228;gigen Aktionskonferenz gemeinsam den Startpunkt f&#252;r die antifaschistische Mobilisierung gegen den BurschenschafterBall setzen. Auf der Aktionskonferenz wollen wir in Work. shops und Diskussionsrunden die inhaltliche und praktische Ausrichtung unseres Protestes erarbeiten.</p>
<p>Mit einem Erfahrungsbericht von der Naziblockade in Dresden und verschiedenen Arbeitsgruppen (u.a. zu Rechtshilfe, B&#252;ndnisarbeit, Demo/Blockade…)</p>
<p>Programm und Beschreibung der Workshops unter <a href="http://achtermai.blogsport.eu/">http://achtermai.blogsport.eu/</a></p>
<p>Kontakt: 8mai-wien@riseup.net</p>
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		<title>8. Mai – Aufmarsch von FP&#214;, Burschenschaften und Nazis stoppen!</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 10:27:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Komm zur Demonstration am 8. Mai um 17.00 am Schottentor in Wien!
Der 8. Mai ist der Tag der Kapitulation des Nationalsozialismus. Dieses Datum ist das Symbol f&#252;r das Ende des 2. Weltkrieges und des Nationalsozialismus, der 60 Millionen Menschenleben kostete.

In den Konzentrationslagern wurden ein Drittel aller europ&#228;ischen Juden und J&#252;dinnen ermordet, sowie Roma und Sinti, politische Gegner_innen, Homosexuelle und viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Komm zur Demonstration am 8. Mai um 17.00 am Schottentor in Wien!</strong><br />
Der 8. Mai ist der Tag der Kapitulation des Nationalsozialismus. Dieses Datum ist das Symbol f&#252;r das Ende des 2. Weltkrieges und des Nationalsozialismus, der 60 Millionen Menschenleben kostete.<br />
<span id="more-1909"></span><br />
In den Konzentrationslagern wurden ein Drittel aller europ&#228;ischen Juden und J&#252;dinnen ermordet, sowie Roma und Sinti, politische Gegner_innen, Homosexuelle und viele andere Gruppen, die nicht in die menschenverachtende nationalsozialistische Ideologie passten.</p>
<p>Es f&#228;llt schwer, angesichts der Opfer von einem Feiertag zu reden – es ist trotzdem ein Feiertag f&#252;r alle, die das Ende des von den Nazis angezettelten Krieges und seinem sinnlosen Blutvergie&#223;en feiern und ein Feiertag f&#252;r alle, die verhindern wollen, dass es wieder Konzentrationslager gibt, in denen systematisch Menschen umgebracht werden.</p>
<p><strong>Nazi-Aufmarsch stoppen!</strong></p>
<p>Die rechtsextremen Burschenschafter sch&#228;men sich nicht, diesen Tag zum Anlass der Trauer um die „totale Niederlage“ und zum Gedenken an ihre Held_innen zu nehmen– sie machen damit die T&#228;ter_innen zu Opfern. Das nehmen sie zum Anlass einen Fackelzug zum Heldenplatz, als Zeichen ihrer Trauer, zu veranstalten.</p>
<p>Das erste Mal seit 2004 ist HC Strache als prominenter Redner dazu eingeladen. Das hat Tradition. In den letzten Umfragen ist die FP&#214; gleichauf mit den Regierungsparteien. Gleichzeitig versucht Strache das deutschnationale Stammklientel zu bedienen, um ein Zeichen f&#252;r seine wahre Gesinnung zu setzen.</p>
<p><strong>Demo gegen Rechts!</strong></p>
<p>Der 8. Mai ist kein Tag der Trauer, sondern der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Gedenkens an die Opfer des Faschismus! Es ist ein Skandal, dass die Burschenschafter diese Veranstaltung durchf&#252;hren d&#252;rfen! Da es die gew&#228;hlten Politiker_innen offensichtlich nicht verhindern wollen, dann m&#252;ssen wir das machen:</p>
<p><a href="http://achtermai.blogsport.eu/">http://achtermai.blogsport.eu/</a></p>
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		<title>Gegen Rechts in die Offensive!</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2011/03/21/gegen-rechts-in-die-offensive/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 09:44:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diskussionsveranstaltung mit Aktivist_innen der B&#252;ndnisse NO-WKR und Dresden-Nazifrei

Mittwoch, 23. M&#228;rz 2011, 18.30 Uhr, Akademie der bildenden K&#252;nste, Sitzungssaal E10

Wie kann erfolgreicher Protest gegen Rechts aussehen? Zuletzt brachte der diesj&#228;hrige WKR-Ball in Wien diese Herausforderung auf die Tagesordnung von Antifaschist_innen und Antirassist_innen. W&#228;hrend die extreme Rechte in der Hofburg feiern durfte, wurde drau&#223;en ein vollst&#228;ndiges Demonstrationsverbot verh&#228;ngt. Dass sich die Proteste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diskussionsveranstaltung mit Aktivist_innen der B&#252;ndnisse <a href="http://www.nowkr.at/">NO-WKR</a> und <a href="http://www.dresden-nazifrei.com/">Dresden-Nazifrei</a><br />
</strong><br />
<strong>Mittwoch, 23. M&#228;rz 2011, 18.30 Uhr, Akademie der bildenden K&#252;nste, Sitzungssaal E10</strong></p>
<p><span id="more-1859"></span></p>
<p>Wie kann erfolgreicher Protest gegen Rechts aussehen? Zuletzt brachte der diesj&#228;hrige WKR-Ball in Wien diese Herausforderung auf die Tagesordnung von Antifaschist_innen und Antirassist_innen. W&#228;hrend die extreme Rechte in der Hofburg feiern durfte, wurde drau&#223;en ein vollst&#228;ndiges Demonstrationsverbot verh&#228;ngt. Dass sich die Proteste davon nicht aufhalten lie&#223;en, war ein gutes und wichtiges Zeichen, kann aber nicht dar&#252;ber hinwegt&#228;uschen, dass es im Kampf gegen Rechts in &#214;sterreich neuer Strategien bedarf.</p>
<p>Ein m&#246;glicher Ankn&#252;pfungspunkt sind die B&#252;ndnisarbeit und Proteste gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Nachdem die Nazis dort jahrelang nicht gestoppt werden konnten, hat das breite B&#252;ndnis Dresden-Nazifrei 2011 das zweite Jahr in Folge mit 21.000 Menschen erfolgreich den gr&#246;&#223;ten Naziaufmarsch Europas blockiert. Dabei war gerade die Breite des B&#252;ndnisses ein wichtiger Erfolgsfaktor.</p>
<p>Angesichts dieser Erfahrungen aus Dresden halten wir f&#252;r die Zukunft – auch, aber nicht nur mit Blick auf den WKR-Ball – auch in Wien ein breites antifaschistisches und antirassistisches B&#252;ndnis f&#252;r notwendig. Ein solches B&#252;ndnis k&#246;nnte die bestehenden Initiativen und Bewegungen zusammenbringen und &#252;ber punktuelle Ereignisse hinaus l&#228;ngerfristige Handlungsm&#246;glichkeiten entwickeln. Dies w&#252;rde einen qualitativen Unterschied machen.</p>
<p>Eine Initiative von <a href="http://marxistin.blogsport.de/">marxist*in</a>, <a href="http://www.linkeshochschulnetz.at/">Linkes Hochschulnetz</a> und <a href="http://www.perspektiven-online.at">Perspektiven. Magazin f&#252;r linke Theorie und Praxis</a>.</p>
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		<title>Rosinenpicken</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2010/08/26/rosinenpicken-3/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 11:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Perspektiven Nr. 11]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterverhältnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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Die „K&#228;mpfe um Bildung“, denen sich Perspektiven Nr. 10 gewidmet hat, bilden auch anderswo ein zentrales Thema. So sind im aktuellen Programm der Edition PROLLpositions in der Reihe audimarx drei feine Brosch&#252;ren erschienen, die vor allem die Frage „Wie sich (ver-)wehren?“ hochhalten: (1) Das „Kommuniqué aus einer ausbleibenden Zukunft. &#220;ber die Ausweglosigkeit des studentischen Lebens“ (Research & Destroy; audimarx #1) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span id="more-1594"></span><br />
Die „K&#228;mpfe um Bildung“, denen sich <em>Perspektiven</em> Nr. 10 gewidmet hat, bilden auch anderswo ein zentrales Thema. So sind im aktuellen Programm der <em>Edition PROLLpositions</em> in der Reihe <em>audimarx </em>drei feine Brosch&#252;ren erschienen, die vor allem die Frage „Wie sich (ver-)wehren?“ hochhalten: (1) Das „Kommuniqué aus einer ausbleibenden Zukunft. &#220;ber die Ausweglosigkeit des studentischen Lebens“ (Research & Destroy; <em>audimarx #1</em>) wurde im Zuge der Besetzung eines Teils der Universit&#228;t von Santa Cruz verfasst und Anfang Oktober 2009 online publiziert. Neben der Thematisierung des Verh&#228;ltnisses von Studium und Arbeit im Kontext der zunehmenden Transformation von Universit&#228;ten in Fabriken der Wissens(re)produktion, dr&#252;ckt sich in der „Mitteilung“ vor allem auch das dr&#228;ngende Bed&#252;rfnis nach den verbindenden Inhalten unterschiedlicher K&#228;mpfe aus, deren gesellschaftliche Ausgangsbedingungen doch sehr verschieden sind. (2) In „Reformpause!“ (<em>audimarx #2</em>) beschreibt <em>Marion von Osten</em>, wie es nach dem zweiten Weltkrieg zu einer bildungspolitischen Wende in Westeuropa kam und reflektiert dabei diejenigen allgemein-gesellschaftlichen und konkret-kollektiven Bedingungen, die Wissensproduktion &#252;berhaupt erst erm&#246;glichen. (3) Ausk&#252;nfte &#252;ber die erfolgreiche Besetzung der Universit&#228;t in Zagreb sowie &#252;ber die Besetzungsstrategien unserer kroatischen KollegInnen gibt das „Besetzungskuchbuch. Bericht von der Besetzung der Zagreber Philosophischen Fakult&#228;t 2008“ (<em>audimarx #3</em>). Eine zu empfehlende Lekt&#252;re f&#252;r alle ProfibesetzerInnen und diejenigen, die es noch werden wollen.   </p>
<p>Nicht nur die Universit&#228;ten haben im letzten Jahr gebrannt. Auch im Iran gab es eine der gr&#246;&#223;ten Protestbewegungen seit Jahrzehnten. W&#228;hrend <em>Behrooz Rahimi</em> in <em>Perspektiven </em>Nr. 9 in erster Linie das widerspr&#252;chliche Erben der Iranischen Revolution von 1979 analysiert hat, begibt sich <em>James Buchan</em> auf eine weiter angelegte historische Spurensuche nach den Gemeinsamkeiten der verschiedenen Revolutionen im Iran. Er vergleicht nicht nur die Ereignisse vom Juli 2009 mit denen der konstitutionellen Revolution 1905, sondern zieht auch Parallelen zwischen der Pr&#228;sidentschaft Mahmud Ahmadinejads und der Herrschaft Louis-Napoleons (Napoleon III). Bezugnehmend auf Marxens „Achtzehnten Brumaire des Louis Bonaparte“ (1852), in dem Marx nachweist, dass der Staatsstreich des Louis-Napoleon 1851 in Frankreich das notwendige Ergebnis der vorhergegangenen Entwicklungen war und sich Geschichte oftmals zun&#228;chst als Tragik und dann als Farce wiederholen muss, um sie im Sinne der Befreiung weitertreiben zu k&#246;nnen, sch&#246;pft <em>Buchan </em>Hoffnung f&#252;r politische Ver&#228;nderungen im Iran.</p>
<p>Schwerpunkt von <em>Perspektiven </em>Nr. 9 war allerdings nicht der Iran, sondern die „Ge_schlechte_r_verh&#228;ltnisse im Kapitalismus“. &#196;hnlich wie <em>Katharina Hajek</em> und <em>Benjamin Opratko</em> in ihrem Artikel „Welche Wirtschaft, wessen Krise?“ besch&#228;ftigen sich auch <em>Helene Schuberth</em> und <em>Brigitte Young</em> mit dem Zusammenhang zwischen den „Geschlechtern der Krise“ und der „Krise der Geschlechter“. Die Autorinnen,  zwei der profiliertesten Forscherinnen auf dem Feld der feministischen &#214;konomie, haben mit <em>The Global Financial Meltdown and the Impact of Financial Governance on Gender</em> ein kurzes, aber sehr informatives, Fakten-und-Zahlen-lastiges Paper verfasst. Darin wird – zugespitzt formuliert – aus geschlechterkritischer Perspektive nicht nur danach gefragt, wer die Krise verursacht hat, sondern auch danach, wer davon in welcher Weise und in welchem Ausma&#223; betroffen ist, und – durch die Budgetkonsolidierungen weltweit – in Zukunft sein wird: vor allem Frauen. So reklamieren in diesem Zusammenhang auch <em>Drucilla Barker</em> und <em>Susan F. Feiner</em> im aktuellen <em>Rethinking Marxism</em> (No. 22) Geschlecht als Analysekategorie ein. Sie fokussieren dabei auf die „Feminisierung der Arbeit“ und die Rolle „hegemonialer M&#228;nnlichkeiten“. Frei nach dem Motto Lenins, nach dem jede K&#246;chin dazu in der Lage sein muss, die Staatsmacht auszu&#252;ben (was jedoch sowohl eine Ver&#228;nderung des Staates als auch der Lage der K&#246;chin impliziert), seien hier noch zwei weitere Feministinnen genannt, die sich den krisenhaften Entwicklungen der letzten Jahre vor allem unter dem Aspekt der Bedingungen und M&#246;glichkeiten feministischer K&#228;mpfe widmen. <em>Birgit Sauer</em> fragt (<em>Widerspruch </em>Nr. 57) aus einer feministisch-staatstheoretischen Perspektive nach den Bedeutungen staatlicher Transformationsprozesse f&#252;r die feministische Staatskritik, w&#228;hrend <em>Frigga Haug</em> in einem im Oktober 2009 gehaltenen Vortrag gewohnt luzide die Grenzen von „Umverteilungspolitik“ (auch bezogen auf die Reproduktionsarbeit) aufzeigt und daf&#252;r pl&#228;diert, gerade in der Krise „Geschlechterverh&#228;ltnisse als Produktionsverh&#228;ltnisse“ zu begreifen.<br />
Etwas mehr als Jahr ist vergangen, seit Barack Obama Pr&#228;sident der USA wurde – und wir dies in <em>Perspektiven </em>Nr. 6 zum Anlass nahmen, einen Schwerpunkt zum br&#252;chigen US-Imperium zu gestalten. Die darin von <em>Tobias ten Brink</em> ge&#228;u&#223;erte Skepsis, ob eine Obama-Administration auch nur das Ausma&#223; der Gewalt, das von der Geopolitik des US-Imperiums ausgeht, reduzieren w&#252;rde, hat sich seither best&#228;tigt. Dies zeigt ein Artikel von <em>Tariq Ali</em> in der aktuellen 50-Jahre-Jubil&#228;umsausgabe der <em>New Left Review</em> so deutlich wie drastisch. Seine bittere Bestandsaufnahme der US-Au&#223;enpolitik unter Obama, dargestellt anhand der Brennpunkte Israel/Pal&#228;stina, Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan, zeichnet ein ern&#252;chterndes Bild. Er sieht keinen grunds&#228;tzlichen Bruch zwischen den Regierungen Bush I, Clinton, Bush II und Obama. Auch wenn die Analysen ob der K&#252;rze des Artikels manchmal zu vereinfachend wirken und etwa die Beurteilung der Situation im Iran von einem sch&#228;rferen Blick auf K&#228;mpfe von „unten“ profitiert h&#228;tte, ist Alis Beitrag hilfreich, um hinter die sch&#246;ne Rhetorik Obamas zu blicken.<br />
Und noch ein zweiter Beitrag im gleichen Heft l&#228;sst sich hervorragend als Zwischenbilanz des „Obama-Projekts“ lesen. <em>Teri Reynolds</em>, die in Kalifornien als Notfallmedizinerin arbeitet, sendet eine „Depesche aus Oakland“. Ihre lebhafte Beschreibung des Alltags in einem County Hospital macht deutlich, wie – im wahrsten Sinne des Wortes – &#252;berlebenswichtig eine echte Reform des Gesundheitswesens in den USA w&#228;re. Auf den Punkt gebracht: in diesem Land sterben permanent Menschen, weil sie keine Krankenversicherung haben. Die nun durchgesetzte <em>Health Care Reform</em> hat, so Reynolds, in den endlos scheinenden Debatten medizinische und soziale Realit&#228;ten ignoriert und wird daran nichts wesentliches &#228;ndern.</p>
<p>Ebenfalls in der aktuellen (Jubil&#228;ums-)Ausgabe der <em>New Left Review</em> spricht Mike Davis mit sich selbst: Sein „Pessimismus des Intellekts“ zwingt ihn, die desastr&#246;sen und scheinbar unaufhaltsamen Auswirkungen der Transformation von Landschaften und klimatischen Systemen durch die urban-industrielle Gesellschaft, die sich in den Megast&#228;dten des 21.Jahrhunderst konzentriert, zu erkennen. Dieser „analytischen Verzweiflung“ (und einem Antiurbanismus) stellt Davis jedoch einen „Optimismus der Imagination“ entgegen. Dabei argumentiert er f&#252;r eine neue radikal-urbane Vorstellungskraft, die andenkt, St&#228;dte nach &#246;kologischen und sozialen Gesichtspunkten zu organisieren. Letztlich sind es f&#252;r ihn gerade die St&#228;dte und deren typisch urbane Eigenschaften, die einen m&#246;glichen Weg aus den drohenden &#246;kologischen und sozialen Krisen bereitzustellen verm&#246;gen. </p>
<p>Sicher keinen Weg aus den multiplen Krisen der Gegenwart weist die extreme Rechte. Weil sie aber gerade in Krisenzeiten versucht, an Boden zu gewinnen, m&#252;ssen Antifaschismus und Antirassismus gegenw&#228;rtig mehr denn je auf der Agenda der (radikalen) Linken stehen. Zum ersten Mal konnte im Februar 2010 der j&#228;hrlich stattfindende Nazi-Aufmarsch in Dresden blockiert werden. Eine spannende Auswertung der antifaschistischen Mobilisierung nach Dresden liefern <em>Christine Buchholz</em> (Bundestagsabgeordnete DIE LINKE), <em>Steffi Graf</em> (aktiv in DIE LINKE.SDS), <em>Lucia Schnell</em> (DIE LINKE) und <em>Luigi Wolf </em>(DIE LINKE.SDS). Die Kombination aus einem breiten B&#252;ndnis von Parteien, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und antifaschistischen Kreisen sowie die Entschlossenheit der Gegen-DemonstrantInnen, die Nazis vermittels Massenblockaden nicht marschieren zu lassen, f&#252;hrte trotz Diffamierungs- und Illegalisierungskampagnen in Medien, Justiz und Politik zu einem erfolgreichen Ergebnis, so die AutorInnen. Die Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der Kampagne in Dresden w&#252;rde auch der antifaschistInnen Linken in &#214;sterreich zu Gute kommen; schlie&#223;lich gibt es gerade hier die Notwendigkeit der Erarbeitung und Evaluierung antifaschistischer Strategien gegen die extreme Rechte.</p>
<p>Zum Nachlesen:</p>
<p>audimarx #1-3 erh&#228;ltlich bei Infost&#228;nden und im Anarchia-Versand (http://www.anarchia-versand.net/index.php/cat/c58_Paedagogik-und-Bildung.html), siehe auch: http://prollpositions.at/, Dezember 2009</p>
<p>Buchan, James: A Bazaari Bonaparte?, in: New Left Review Nr. 59, September-October 2009, 73¬-87</p>
<p>Young, Brigitte/Schuberth, Helene: The Global Financial Meltdown and the Impact of Financial Governance on Gender, in: Garnet Policy Brief Nr. 10, unter: http://www.garnet-eu.org/fileadmin/documents/policy_briefs/Garnet_Policy_Brief_No_10.pdf, 2010, 1-12</p>
<p>Barker, Drucilla /Feiner, Susan: As the World Turns: Globalization, Consumption, and the Feminization of Work, in: Rethinking Marxism Nr. 22, 2010, 246-252</p>
<p>Sauer, Birgit: Wirtschaftskrise, Staat und Geschlechtergerechtigkeit. Paradoxien feministischer Staatskritik, in: Widerspruch Nr. 57, 2009, 33-39</p>
<p>Haugg, Frigga: Geschlechterverh&#228;ltnisse in der Krise, Vortrag gehalten am 10. Okt. 2009 in Aachen, zum Anh&#246;ren unter: http://www.friggahaug.inkrit.de/AachenerVortrag09-10-10.mp3, 2009</p>
<p>Ali, Tariq: President of Cant, in: New Left Review Nr. 61, January-February 2010, S. 99-116</p>
<p>Reynolds, Teri: Dispatches from the Emergency Room, in: New Left Review Nr. 61, January-February 2010, S. 49-57</p>
<p>Davis, Mike: Who will build the ark?, in: New Left Review Nr. 61, January-February 2010, 29-46</p>
<p>Buchholz, Christine/Graf, Steffi/Schnell, Lucia/Wolf, Luigi: Breit und entschlossen Naziaufm&#228;rsche verhindern: Das Erfolgskonzept von Dresden, unter: http://christinebuchholz.de/2010/02/20/breit-und-entschlossen-naziaufmarsche-verhindern-das-erfolgskonzept-von-dresden/, Februar 2010</p>
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		<item>
		<title>Rassistischen Aufmarsch der FP&#214; verhindern!</title>
		<link>http://www.perspektiven-online.at/2009/05/12/rassistischen-aufmarsch-der-fpoe-verhindern/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 12:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>

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		<description><![CDATA[Demonstration f&#252;r Zivilcourage und gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit
Treffpunkt: Donnerstag, 14. Mai 2009, 16.00 Uhr, vor dem Parlament in Wien

Organisiert vom B&#252;ndnis f&#252;r eine Demonstration f&#252;r Zivilcourage und gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit


Am Donnerstag, 14.05., ab 17.00 Uhr wird die „B&#252;rgerinitiative Dammstra&#223;e“ eine Demonstration gegen den Ausbau eines islamischen Gebetshauses in Wien Brigittenau durchf&#252;hren. Die Route ist vom Ballhausplatz zum Rathaus geplant, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Demonstration f&#252;r Zivilcourage und gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit</strong></p>
<p>Treffpunkt: <strong>Donnerstag, 14. Mai 2009, 16.00 Uhr, vor dem Parlament in Wien<br />
</strong></p>
<p>Organisiert vom <a href="http://solidarisieren.at/" target="_blank">B&#252;ndnis f&#252;r eine Demonstration f&#252;r Zivilcourage und gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit</a></p>
<p><strong><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-409" title="keinplatzfuernazis" src="http://www.perspektiven-online.at/wp-content/uploads/2009/05/keinplatzfuernazis-150x150.jpg" alt="keinplatzfuernazis" width="150" height="150" /><br />
</strong></p>
<p>Am Donnerstag, 14.05., ab 17.00 Uhr wird die „B&#252;rgerinitiative Dammstra&#223;e“ eine Demonstration gegen den Ausbau eines islamischen Gebetshauses in Wien Brigittenau durchf&#252;hren. Die Route ist vom Ballhausplatz zum Rathaus geplant, als Abschlussredner wird HC Strache eine menschenverachtende und hetzerische Rede halten.</p>
<p>Schon 2007 veranstaltete die B&#252;rgerinitiative eine Demonstration durch den 20. Bezirk, an der sich auch &#252;ber 100 Neonazis beteiligten, die MigrantInnen und AntifaschistInnen bedrohten und beschimpften.</p>
<p>Das darf nicht noch einmal passieren!</p>
<p>Deshalb:</p>
<ul>
<li> Treten wir f&#252;r einen gemeinsamen Protest aller AntifaschistInnen ein, und sagen nein zu Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie!</li>
</ul>
<ul>
<li> Verteidigen wir das Recht auf freie Religionsaus&#252;bung f&#252;r alle Menschen!</li>
</ul>
<ul>
<li>Verurteilen wir die Hetze der FP&#214; und von HC Strache, die sich gegen MigrantInnen und vor allem gegen muslimische Mitmenschen richtet!</li>
</ul>
<ul>
<li>&#220;berlassen wir dem rechten Mob nicht die Stra&#223;e &#8211; f&#252;r Neonazis und RassistInnen gibt es kein Demonstrationsrecht!</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Polizei verhindert antifaschistische Demonstration in Linz!</title>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2009 20:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Repression]]></category>

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		<description><![CDATA[(Bericht eines Aktivisten von der antifaschistischen Demonstration in Linz am 1. Mai)

Nachdem schon am Abend des 30. April 2000 Menschen in Linz gegen den geplanten Naziaufmarsch auf die Stra&#223;e gegangen waren („Lichterzug gegen Rechts“), wollten wir auch am 1. Mai ein deutliches Zeichen gegen Nazis, Faschismus und Rassismus setzen.
Ab 10 Uhr versammelten sich 200 bis 300 Menschen aus unterschiedlichen politischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Bericht eines Aktivisten von der antifaschistischen Demonstration in Linz am 1. Mai)</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-394" title="linz1mai09" src="http://www.perspektiven-online.at/wp-content/uploads/2009/05/linz1mai09-300x225.jpg" alt="linz1mai09" width="300" height="225" /></p>
<p>Nachdem schon am Abend des 30. April 2000 Menschen in Linz gegen den geplanten Naziaufmarsch auf die Stra&#223;e gegangen waren (<a href="http://lichtergegenrechts.at/" target="_blank">„Lichterzug gegen Rechts“</a>), wollten wir auch am 1. Mai ein deutliches Zeichen gegen Nazis, Faschismus und Rassismus setzen.</p>
<p>Ab 10 Uhr versammelten sich 200 bis 300 Menschen aus unterschiedlichen politischen Richtungen und Altersgruppen bei dem Kundgebungsort. Neben KP&#214;, SLP und autonomen Gruppen waren vor allem migrantische Organisationen vertreten. Nichts deutete darauf hin, dass die Demonstration eskalieren w&#252;rde.<br />
<span id="more-389"></span><br />
Alle machten sich bereit um loszumarschieren, doch ohne ersichtlichen Grund fing die Polizei an, den hinteren Teil der Demonstration (ca. f&#252;nfzig TeilnehmerInnen) einzukesseln. Sp&#228;tere Begr&#252;ndung: „Vergehen gegen das Vermummungsverbot“!<br />
Daraufhin solidarisierte sich der restliche Teil der Demonstration mit Slogans wie „Polizei &#8211; Stra&#223;e Frei“, „This is what democracy looks like“ oder „Hoch die internationale Solidarit&#228;t“ und forderte die Polizei, auf den Kessel aufzul&#246;sen.<br />
Immer wieder eskalierte die Situation als die Polizei anfing, einzelne Leute zum Teil <a href="http://www.youtube.com/watch?v=F-PgqKd4gp4&amp;feature=related" target="_blank">sehr brutal</a> aus dem Kessel zu zerren. Dabei setzte die Polizei mehrmals Schlagst&#246;cke und Pfefferspray gegen die bis dahin V&#214;LLIG friedlichen DemonstrantInnen ein. (Die in den Medien aufgez&#228;hlten verletzten Polizisten waren Folgen des eigenen Pfeffersprays!) Dies dauerte zweieinhalb (!) Stunden, erst als die Polizei alle eingekesselten DemonstrantInnen fotografierte und deren Personalien aufgenommen hatte, konnten wir doch noch unsere Demonstration starten.<br />
Als wir am Hauptplatz ankamen, trafen wir auf eine Gruppe von zehn Nazis aus dem <a href="http://www.doew.at/frames.php?/projekte/rechts/organisation/afp_gutacht.html" target="_blank">BFJ-Umfeld</a>, die schlussendlich unter Polizeischutz abzogen, w&#228;hrend es noch zu mindestens zwei Festnahmen auf unserer Seite kam, und ein riesiges Polizeiaufgebot den Hauptplatz absperrte.</p>
<p>Dazu noch ein paar Anmerkungen:</p>
<ul>
<li>Es ist demokratiepolitisch unglaublich, dass eine antifaschistische Demonstration fast drei Stunden lang festgehalten wird, w&#228;hrend Nazigruppen ungehindert durch Linz spazieren durften.</li>
</ul>
<ul>
<li>Unter fadenscheinigen Vorw&#228;nden (angebliche Verst&#246;&#223;e gegen das Vermummungsverbot – Sonnenbrillen und Kapuzzenpullis) wurde eine angemeldete Demonstration von der Polizei verhindert, nur damit Strache seine Hetzveranstaltung – er sprach in Linz zum EU-Wahlkampfauftakt der FP&#214; – ungest&#246;rt durchziehen kann.</li>
</ul>
<ul>
<li>Positiv und beeindruckend war das solidarische und lautstarke Auftreten aller DemonstrantInnen! War wohl eine der dynamischsten Drei-Stunden-Stehdemo die ich erlebt habe. Es wurde immer wieder versucht die Demonstration/Kundgebung durch Spr&#252;che und Reden politisch zu gestalten und den zahlreichen PassantInnen unsere Anliegen n&#228;her zubringen. Alle Reden wurden immer &#252;bersetzt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Positiv ist auch, dass es an diesem Wochenende einige antifaschistische und antirassistische Mobilisierungen gab: <a href="http://freiebildung.at/wordpress/strache-blockieren-rassismus-stoppen-auf-der-uni-und-uberall/" target="_blank">Straches Auftritt</a> auf der Wiener Uni wurde verhindert, <a href="http://lichtergegenrechts.at/" target="_blank">Lichterzug in Linz</a>, <a href="http://at.indymedia.org/node/14320" target="_blank">Gedenkdemo</a> zum Mord an Marcus Omofuma, <a href="http://www.sjoe.at/content/wien/home/article/4906.html" target="_blank">Fackelzug der SJ</a> in Wien unter dem Motto &#8220;Kein Platz f&#252;r Nazis&#8221;&#8230;</li>
</ul>
<p>Die Vorf&#228;lle in Linz zeigen einmal mehr, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der erstarkenden extremen Rechten f&#252;r die Linke in &#214;sterreich ist.<br />
<strong><br />
Berichte, Links und Videos</strong> auf <a href="http://antifa.servus.at/" target="_blank">http://antifa.servus.at/</a>,  <a href="http://andreame.at/node/275" target="_blank">http://andreame.at/node/275</a> und <a href="http://subversivmesse.net/blog/1-mai-09-in-linz-videos-bilder-artikel-links-zum-polizeiubergriff." target="_blank">http://subversivmesse.net/blog/1-mai-09-in-linz-videos-bilder-artikel-links-zum-polizeiubergriff.</a></p>
<p><strong>Spendenkonto:</strong><br />
Es wurde ein Spendenkonto f&#252;r die von Repression betroffenen Personen eingerichtet, da mit Verfahren nach der Eskalation Seitens der Polizei gerechnet werden muss. &#220;berweisungen bitte an folgendes Konto:</p>
<p>Kulturverein Treibsand<br />
Sparda-Bank Linz<br />
BLZ: 49460<br />
KNR: 426781<br />
IBAN: AT384946000000426781<br />
BIC: SPDAAT21XXX<br />
Verwendungszweck: Rechtshilfe (unbedingt angeben!)</p>
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